HessenColocation und Cloud vor der Haustür

[16.09.2025] Die Firma Rhöncloud errichtet im hessischen Eichenzell das erste Großrechenzentrum Osthessens. Geplant ist ein Betrieb mit Fokus auf Nachhaltigkeit, Energieautonomie und digitaler Souveränität. Die HZD will den neuen Standort in ihre Rechenzentrumsstrategie integrieren.
9 Personen stehen mit Spaten auf einer Wiese, am linken Bildrand ist eine Rhöncloud-Flagge zu erkennen.

Am 12. September 2025 unternahm rhöncloud den ersten Spatenstich für das neue Rechenzentrum in Osthessen.

(Bildquelle: rhöncloud GmbH)

In der hessischen Smart City Eichenzell will das IT-Technologieunternehmen rhöncloud das erste Großrechenzentrum Osthessens bauen. Das Rechenzentrum soll nicht nur mit modernster Technologie ausgestattet werden, sondern auch hinsichtlich Nachhaltigkeit, Energieunabhängigkeit und Datensouveränität neue Maßstäbe setzen, so das Unternehmen. „Gerade in Zeiten globaler Unsicherheiten und zunehmender Digitalisierung ist es unerlässlich, den Standort Hessen durch gezielte Investitionen und die Schaffung attraktiver Rahmenbedingungen weiter zu stärken“, betonte Digitalministerin Kristina Sinemus anlässlich des offiziellen ersten Spatenstichs. Bereits im Sommer 2026 soll der erste Bauabschnitt mit bis zu zwei Megawatt Leistung und einem Investment von 15 Millionen Euro in Betrieb gehen, bis 2030 ist eine Verdoppelung der Kapazität vorgesehen. Die Gesamtinvestition wächst dann auf über 25 Millionen Euro. Das Angebot richtet sich an Unternehmen, Kommunen und KRITIS-Einrichtungen.

Kraftzentrum für digitale Infrastruktur

Mit einer geplanten Leistung von drei bis vier Megawatt und Kapazität für bis zu 250 Serverracks im Endausbau soll das neue Rechenzentrum zu einem Kraftzentrum für die digitale Infrastruktur in Deutschland werden. Das Herzstück des Projekts ist eine direkte Stromversorgung durch einen angebundenen Solarpark mit Batteriespeichern. Damit wird ein Betrieb gewährleistet, der CO₂-neutral, regional erzeugt und größtenteils unabhängig vom Weltenergiemarkt ist. Ergänzt wird dieses Konzept durch eine Sicherheitsarchitektur auf höchstem Niveau – mit BSI-Verfügbarkeitsklasse 4. Vorgesehen ist die direkte Anbindung an den weltgrößten Internetknoten in Frankfurt am Main – dies garantiere Datenverkehr „ohne Umwege und ohne Kompromisse“, so rhöncloud. Dank zusätzlicher Flächen bleibt auch Raum für weiteres Wachstum.

HZD als Ankermieter

Das Land Hessen wird mit der Hessischen Zentrale für Datenverarbeitung (HZD) Ankermieter des Rechenzentrums. Dazu erklärte der technische Direktor der HZD, Thomas Kaspar: „Über den osthessischen Schulterschluss mit rhöncloud können wir uns sehr glücklich schätzen. Für uns als HZD sprechen viele gute und strategische Gründe für das rhöncloud-Rechenzentrum: Mit der Anmietung wirken wir einem RZ-Kapazitätsengpass entgegen und schaffen gleichzeitig im RZ-Gesamtverbund der HZD den vom BSI geforderten Geo-Redundanz-Standort. Darüber hinaus ist dieses Investment ein positives Signal für die Stärkung unseres Standorts Hünfeld, der personell und an Aufgaben weiterwächst.“





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: IT-Infrastruktur
Wehende Brandenburg-Flagge mit dem Landeswappen, das einen Adler zeigt.

Brandenburg: Amazon-Cloud geht in Betrieb

[21.01.2026] In Potsdam hat Amazon Web Services die AWS European Sovereign Cloud in Betrieb genommen. Die Infrastruktur liegt vollständig in der EU – konkret in Brandenburg. Geplant sind eigene Rechenzentren und Investitionen von rund 7,8 Milliarden Euro. mehr...

Registermodernisierung: Erfolgreicher Nachweisdatenabruf

[20.01.2026] Beim NOOTS wurde ein weiterer Meilenstein erreicht: Der Nachweisdatenabruf aus dem Fahrzeugregister des Kraftfahrt-Bundesamts wurde erfolgreich umgesetzt. Noch in diesem Jahr soll ein ausgereiftes System für den Flächen-Roll-out bereitgestellt werden. mehr...

Plastikbausteine mit Noppen in den Deutschland-Farben, vor blauem Hintergrund

BMDS: Konsultation geht in die zweite Runde

[19.01.2026] Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung setzt die Online-Konsultation zum Deutschland-Stack fort. In einer zweiten Runde werden bis Mitte Februar 2026 weitere Rückmeldungen erbeten. mehr...

Berlin: Service-Management mit Open Source

[19.01.2026] Die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales mit insgesamt 2.200 Mitarbeitenden an zahlreichen Standorten ergänzt ihre Sozialhilfesoftware mit dem Ticketsystem KIX. Nach rund zehn Jahren On-Premises-Betrieb erfolgte der Wechsel in die Cloud. mehr...

Berlin: Verwaltungsabkommen mit Dataport

[09.01.2026] Berlin nutzt künftig die Steuer-IT-Infrastruktur von Dataport, gemeinsam mit mehreren norddeutschen Ländern. Ein neues Verwaltungsabkommen regelt die schrittweise Verlagerung der Berliner Steuerdatenproduktion ins Data Center Steuern. Diese soll bis Mitte 2026 abgeschlossen sein. mehr...

Ein Zukunftskongress-Spezial nimmt den Status quo der Verwaltungsdigitalisierung hierzulande in den Blick.

Registermodernisierung: Dreistufiges Anschlussvorhaben

[17.12.2025] Bei der Registermodernisierung sind weitere Fortschritte zu verzeichnen. Das Bundesverwaltungsamt skizziert das nun vorliegende dreistufige Konzept, mit dem dezentrale Register zu einem modernen, vernetzten Register verknüpft werden sollen. mehr...

Logo er Dienstekonsolidierung

Bundesverwaltung: Großprojekt Dienstekonsolidierung abgeschlossen

[17.12.2025] Bundesclient, Bundescloud, E-Akte Bund, Chatbots und mehr – das Programm der Dienstekonsolidierung will durch einheitliche IT-Lösungen behördenübergreifende Veränderungen ermöglichen. Nach zehn Jahren ist das Vorhaben nun abgeschlossen. mehr...

Umrisse der BRD, daneben stichwortartig verschiedene Ziele der NdB, darunter Bündelung, hohes Sicherheitsniveau und schnellerer Datentransport.

Bundesrechnungshof: Netzkonsolidierung ohne Architekturmanagement

[12.12.2025] Der Bundesrechnungshof kritisiert das Milliardenvorhaben Netze des Bundes. Das BMDS wolle die IT-Netze ohne ressortübergreifendes Architekturmanagement bündeln. Damit drohen ein teurer „Blindflug“, höhere Risiken und eine erschwerte Konsolidierung bei einem Projekt von sicherheitsrelevanter Bedeutung. mehr...

Eine Person arbeitet an einem Laptop mit digitalen Dokumenten und Ordnern.

BW-Empfangsclient: Anträge ohne Fachsoftware empfangen

[10.12.2025] Mit dem BW-Empfangsclient können Kommunal- und Landesbehörden in Baden-Württemberg jetzt auch solche digitalen Verwaltungsleistungen anbieten, für die sie bislang keine Fachsoftware nutzen. Die Behörden können sich kostenfrei selbst registrieren, die Lösung ist sofort einsetzbar. mehr...

Hauptgebäude des ITDZ Berlin

Berlin: Moderne IT für den Justizsenat

[13.11.2025] Die Berliner Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz beschleunigt ihre IT-Modernisierung mithilfe des ITDZ Berlin: Die Einführung des standardisierten BerlinPC und eine IT-Zentralisierung via Cloud erhöhen die IT-Sicherheit und entlasten das IT-Fachpersonal. mehr...

Bayern: Rechenzentren als Rückgrat der Digitalisierung

[10.11.2025] Um die langfristige Ansiedlung leistungsfähiger Rechenzentren im Freistaat zu unterstützen, wurde die neue Kontaktstelle Datacenter Bayern geschaffen. Das Angebot richtet sich an Investoren und Projektentwickler, aber auch an Kommunen und Regionen. mehr...

Dunkel gestaltetes D-Balkendiagramm mit neonfarbenen Balken und digitalem Raster als Basis, das eine futuristische Ästhetik der Datenvisualisierung widerspiegelt.

Berlin: Prototyp des Data Hub freigeschaltet

[07.11.2025] Berlin ebnet den Weg hin zu einer datengetriebenen Verwaltung: Mit dem nun von der Landesverwaltung und der Technologiestiftung Berlin freigeschalteten Webangebot Data Hub entsteht eine stadtweite, zentrale Infrastruktur für die Arbeit mit Daten. 
 mehr...

Plastikbausteine mit Noppen in den Deutschland-Farben, vor blauem Hintergrund

BMDS: Konsultation für Deutschland-Stack

[16.10.2025] Das BMDS hat den Beteiligungsprozess zu technischen Standards für den Deutschland-Stack gestartet. Bis Ende November können Digitalwirtschaft und Fachöffentlichkeit ihre Anregungen zur geplanten interoperablen IT-Infrastruktur für Bund, Länder und Kommunen einbringen. mehr...

Schleswig-Holstein: Landesverwaltung mailt per Open Source

[09.10.2025] Das Mailsystem der Landesverwaltung Schleswig-Holstein wurde komplett auf Open Source umgestellt. Über 40.000 Postfächer wurden von Microsoft Exchange auf Open-Xchange und Thunderbird migriert. Das Land will Erfahrungen aus dem in seiner Dimension einzigartigen Projekt teilen. mehr...

USU Digital Consulting/Stackit: Neue Cloud-Kooperation

[29.09.2025] USU Digital Consulting und Stackit wollen künftig kooperieren, um die öffentliche Verwaltung sowie Banken und Versicherungen beim Aufbau souveräner Cloud-Infrastrukturen zu unterstützen, die höchste Anforderungen an Datenschutz, Sicherheit und Compliance erfüllen. mehr...