eGovernment-Wettbewerb 2025Die Gewinner stehen fest

Die Preisträgerinnen und Preisträger des 24. eGovernment-Wettbewerbs auf der großen Bühne.
(Bildquelle: BearingPoint)
Der digitale Wandel in der öffentlichen Verwaltung zeichnet sich durch ein hohes Maß an digitaler Transformation und gesellschaftlicher Relevanz aus – zu diesem Schluss kommt das Beratungsunternehmen BearingPoint, gemeinsam mit dem Technologiekonzern Cisco Ausrichter des eGovernment-Wettbewerbs. Der Wettbewerb gilt als wichtiger Indikator für die Modernisierung und Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in der DACH-Region, in diesem Jahr ging er bereits in die 24. Runde. Nun fand die feierliche Preisverleihung in Berlin statt. Schirmherr war in diesem Jahr der Bundesminister für Digitalisierung und Staatsmodernisierung, Karsten Wildberger. Insgesamt 15 Finalistenprojekte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz konkurrierten um Auszeichnungen in vier Wettbewerbskategorien. Eine unabhängige Jury hat die besten digitalen Verwaltungsprojekte gekürt, dazu gab es noch einen Publikumspreis.
Nutzerzentrierte Ansätze
Erstplaziert in der Kategorie „Digitalisierungsschub durch KI und moderne Infrastruktur“ wurde das Projekt „KERN – Der UX-Standard für die deutsche Verwaltung der Staatskanzlei Schleswig-Holstein und der Senatskanzlei Hamburg“ (wir berichteten). Das Projekt überzeuge mit einem modular aufgebauten Design-System für einheitliche, nutzerzentrierte E-Government-Services und zeige, dass auch auf Landesebene entstandene Lösungen das Potenzial haben, Wirkung über alle föderalen Ebenen hinweg zu entfalten, so die Verwaltungsinformatik-Professorin Dagmar Lück-Schneider zur Juryentscheidung.
In der Kategorie „Verwaltungsprozesse von Anfang bis Ende (E2E) neu gedacht“ gab es zwei Gewinner. Ausgezeichnet wurde die Jobcenter-App der Bundesagentur für Arbeit, die einen barrierearmen, datenschutzkonformen Zugang zu Leistungen ermöglicht und Effizienz und Qualität in der Verwaltung steigert . Zweiter Gewinner in der gleichen Kategorie war das Kompetenzzentrum Digitale Verwaltung Thurgau für seine Lösung „DVS4U – Digitale Nachweise für Kantone & Gemeinden“. Damit entsteht eine digitale Nachweis-Infrastruktur, die Bürgerinnen und Bürgern einfache und sichere Zugänge zu digitalen Dokumenten via App eröffnet. „Gerade in der föderalen Schweiz zeigt das Projekt, wie durch Standardisierung Nachweise direkt zu den Menschen gelangen – ohne die bestehenden dezentralen Register und Datenbanken vernetzen zu müssen“, betont das Jurymitglied Peter Parycek.
Zusammenarbeit aller Ebenen
Der erste Preis in der dritten Kategorie, „Verwaltungstransformation durch Organisations- und Veränderungsmanagement“, ging an das Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt für das Projekt „Gemeinsam Digital für Sachsen-Anhalt“. Dieses zeige, wie das übergreifende Zusammenwirken der verschiedenen Akteure im föderalen System dazu beiträgt, ganzheitlich Digitalisierungsbedarfe wie die EfA-Anbindungen, MODUL-F oder auch den E-Government-Marktplatz zu realisieren, so Maria Wimmer zur Begründung.
In der vierten Kategorie „Nachhaltigkeit durch Digitalisierung und in der IT“ belegte das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum den ersten Platz. Prämiert wurden eine Lösung zum Einsatz der Fernerkundung bei der Überwachung naturschutzrechtlicher Kompensationsmaßnahmen im Planungsvollzug sowie ein Forschungsprojekt in diesem Bereich. Die beiden Projekte seien wegweisend für alle Länder im DACH-Raum, so das Jurymitglied Franz-Reinhard Habbel. Zum Einsatz kommen moderne Fernerkundungstechnologien und KI, um die bisherigen Vor-Ort-Begehungen durch automatisierte Überwachung und Reporting zu optimieren. Die Projekte zeigten außerdem eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen Land, Kommunen und der Wissenschaft, die beispielgebend sei.
Bei der Abstimmung zum Publikumspreis wurden insgesamt über 4.000 Stimmen abgegeben. Hier setzte sich die Bundesagentur für Arbeit mit den meisten Stimmen gegen die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und das ITZBund durch.
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