DAADNeue Infrastruktur stärkt digitale Souveränität

[26.11.2025] Um eine zukunftsfähige IT-Basis für den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) zu schaffen, wurde die virtuelle Infrastruktur der Organisation auf eine hochverfügbare, Open-Source-basierte IaaS-Plattform migriert. Unterstützt wurde der DAAD dabei von dem Unternehmen GISA.
Junge Frau im Hörsaal lächelt in die Kamera

Neue Open-Source-basierte IaaS-Plattform schafft die zukunftsfähige IT-Basis für den internationalen Bildungsauftrag des DAAD.

(Bildquelle: rutchapong/123rf.com)

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist die weltweit größte Förderorganisation für den internationalen Austausch von Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Die Organisation stand vor der Herausforderung, ihre bestehende virtuelle Infrastruktur mit rund 170 virtuellen Maschinen auf neue Hosts zu implementieren. Das Unternehmen GISA konnte dabei mit seiner Open-Source-basierten IaaS-Plattform sowohl technologisch als auch wirtschaftlich überzeugen.

Das Projekt startete nach Angaben von GISA im Mai 2025 mit dem Ziel, eine hochverfügbare Infrastructure-as-a-Service-Lösung zu implementieren. Bis Ende Juli 2025 seien rund 140 virtuelle Maschinen erfolgreich migriert und produktiv geschaltet worden. Ein besonderer Schwerpunkt lag laut GISA darauf, alle wichtigen Daten aus den bisher genutzten Systemen sicher und strukturiert in die neue Infrastruktur zu übertragen. Dank einer gemeinsam entwickelten Migrationsstrategie und dem Einsatz des Open-Source-Tools ReaR (Relax-and-Recover) sei dies reibungslos gelungen.

Die neue Infrastruktur basiert vollständig auf Open-Source-Technologien und stärkt damit die digitale Souveränität des DAAD. Ergänzt wurde die Lösung durch umfassende Services von GISA wie Hardwarebereitstellung, Sicherheitslösungen inklusive Firewall, IP-Adressmanagement, Monitoring, Back-up-Services, ITIL-basierter Service Desk sowie Reporting und Dokumentation.

„Die neue Infrastruktur stärkt unsere digitale Eigenständigkeit und erfüllt höchste Anforderungen an Sicherheit und Verfügbarkeit“, sagt Peter Röhlen, Teamleiter Externe Online-Services des DAAD. Marco Fahsel, Business Line Manager Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei GISA, ergänzt: „Mit unserer souveränen Cloudinfrastruktur auf Basis von Open-Source-Technologien ermöglichen wir dem DAAD eine besonders anpassungsfähige und zuverlässige IT-Umgebung.“

Wie GISA weiter mitteilt, ist mit dem erfolgreichen Abschluss des Projekts nun der Grundstein für eine langfristige Zusammenarbeit mit dem DAAD gelegt. Die bereitgestellte Infrastruktur biete zudem ausreichend Kapazitäten für Erweiterungen. Die konsequente Ausrichtung auf Open Source und digitale Souveränität lege nicht nur die Grundlage für künftige Entwicklungen, sondern sei insbesondere für den öffentlichen Sektor sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen wegweisend: Sie ermögliche die Bereitstellung sicherer und gleichzeitig maßgeschneiderter digitaler Services, die den spezifischen Anforderungen dieser Institutionen gerecht werden und ihre digitale Unabhängigkeit nachhaltig stärken.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Digitale Souveränität
Low-Code-Plattformen erlauben die schnelle Programmierung von Lösungen.

Schleswig-Holstein: Fachverfahren per Low Code

[09.07.2026] Schleswig-Holstein will in seiner Landesverwaltung mehr als 100 Fachverfahren ersetzen, die bislang auf Microsoft Access basieren. Für neue webbasierte Anwendungen kommt eine Low-Code-Plattform von mgm zum Einsatz. Andere Verwaltungen sollen die entwickelten Lösungen nachnutzen können. mehr...

Aus Angst vor Datendiebstahl meidet die Mehrheit der Bürger den Online-Behördengang.
bericht

EU/USA: Wackeliger Datenschutzrahmen

[08.07.2026] Eine Entscheidung des US Supreme Court bringt die rechtliche Grundlage transatlantischer Datentransfers ins Wanken: Die Handelsbehörde FTC, die unter anderem kontrollieren soll, ob US-Hyperscaler wichtige Datenschutzgrundsätze einhalten, ist nicht länger neutral. Bayerns Digitalminister Mehring fordert daraus Konsequenzen für Europas digitale Souveränität. mehr...

Ein heller Raum, von hinten aufgenommen über Köpfe und Schultern des Publikums hinweg, vorne Rednerpult, Projektionswand und Dirk Schrödter als Redner

Schleswig-Holstein: Europa braucht Open Source

[07.07.2026] Schleswig-Holstein hat mit „OSPOs for Europe“ ein europäisches Austauschformat zu Open Source angestoßen. Beim zweiten Treffen in Brüssel betonte Digitalisierungsminister Dirk Schrödter, dass digitale Souveränität nicht im Alleingang entsteht, sondern durch gemeinsame Standards und Technologien sowie geteilte Expertise. mehr...

Mecklenburg-Vorpommerns Digitalisierungsminister Heiko Geue (l.) und Landes-CIO Marco Anschütz

Mecklenburg-Vorpommern: Tschüs, Sharepoint – Hallo, Nextcloud

[07.07.2026] Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat für die Kollaborationssoftware seiner Verwaltung den Umstieg auf die quelloffene Lösung Nextcloud begonnen. Die ersten 5.000 Verwaltungsbeschäftigten nutzen die Lösung zum Filesharing. Perspektivisch sollen bis zu 50.000 ÖD-Beschäftigte mit Nextcloud arbeiten. mehr...

Deutsch-französische Kooperation: Vive la souveraineté !

[19.06.2026] Deutschland und Frankreich haben erstmals eine gemeinsame Definition für digitale Souveränität vorgestellt. Das Papier soll Europas technologische Abhängigkeiten verringern und künftige EU-Regeln zu KI, Cloud und Kritischen Infrastrukturen prägen. mehr...

Delos Cloud: Sopra Steria wird Partner

[08.06.2026] Sopra Steria unterstützt Behörden und öffentliche IT-Dienstleister bei der Migration in eine souveräne Cloud-Umgebung. Dazu wurde nun eine strategische Partnerschaft mit Delos Cloud vereinbart. mehr...

Das Bild zeigt Bayerns Digitalminister Fabian Mehring.

Bayern: Souveräner Verwaltungsarbeitsplatz – und zwar schnell

[05.06.2026] Bayerns Digitalministerium macht Tempo beim digital souveränen Arbeitsplatz. Beschäftigte sollen in den kommenden Monaten verschiedene Lösungen im laufenden Betrieb testen. 2027 soll dann bereits ein Fünftel des Hauses mit der dabei gefundenen Arbeitsplatzlösung arbeiten. mehr...

Peter H. Ganten – CEO Univention und Vorstandsvorsitzender der Open Source Business Alliance

OSBA: „Souveränitätswashing“ vermeiden

[03.06.2026] Die Open Source Business Alliance unterstützt den ZenDiS-Vorstoß für einen Souveränitätscheck, sieht aber Nachbesserungsbedarf. Digitale Souveränität dürfe nicht auf Standortfragen oder Exit-Strategien verengt werden, sondern müsse den Abbau bestehender Abhängigkeiten messen. mehr...

BSI: Klare Souveränitätskriterien für Cloud-Dienste

[29.04.2026] Das BSI hat einen Kriterienkatalog zur Bewertung der Souveränität von Cloud-Diensten vorgelegt. Das C3A-Framework soll Cloud-Kunden wie auch -Anbietern Orientierung geben und eine selbstbestimmte Nutzung erleichtern. Auch Audits für Cloud-Anbieter sind geplant. mehr...

Plastikbausteine mit Noppen in den Deutschland-Farben, vor blauem Hintergrund

OSBA/Deutschland-Stack: Transparente Standards für Cloud-Dienste

[13.04.2026] Die Open Source Business Alliance bewertet die Integration des Sovereign Cloud Stack in den Deutschland-Stack als wichtigen Schritt für offene Cloud-Standards. Der IT-Planungsrat verankert damit erstmals Open-Source-basierte Referenzarchitekturen für Cloud- und Managed Services in der Verwaltung. mehr...

Beine und Torso eines Mannes mmit hellblauem Business-Hemd, der liegend auf einem Laptop tippt.

Bitkom: Wunsch nach digitaler Unabhängigkeit ist da

[13.04.2026] Menschen in Deutschland wünschen sich, dass Europa bei digitalen Technologien unabhängiger wird. Gleichzeitig werden europäische Anwendungen und Technologien nur in wenigen Bereichen genutzt. Der Bitkom fordert daher bessere Rahmenbedingungen für Innovation. mehr...

Eine Festplatte auf einer Laptoptastatur mit einer Reflexion des Programmcodes, der auf dem Bildschirm zu sehen ist.

OSBA: Cyber Resilience Act und Open Source

[09.04.2026] Open Source ist Grundlage der meisten Softwareprodukte und daher zentral für die IT-Sicherheit. Dies muss auch in der Umsetzung des Cyber Resilience Act berücksichtigt werden, fordert die OSBA. Open Source braucht eine passende Regulierung mit Unterstützung der Wirtschaft und klaren Verfahren. mehr...

Composit: Hände halten ein Tablet, darüber schwebt ein 2D-Objekt mit den Umrissen und Farben von Deutschland, überlagert von einem gezeichneten Netzwerk.

ZenDiS: Konsultation zur digitalen Souveränität

[30.03.2026] Dass die Abhängigkeit der öffentlichen Verwaltung von außereuropäischen Technologieanbietern verringert werden muss, ist unstrittig. Gleichzeitig bleibt der Begriff der digitalen Souveränität oft unscharf. Das ZenDiS will dafür nun messbare Kriterien entwickeln – auf Basis eines möglichst breiten Konsens. mehr...

menschenmenge - die meisten personen Männer in hellblauen Oberhemden - in einem modern eingerichteten Konferenzraum.

Schleswig-Holstein: Call for Concepts beim Landesprogramm Offene Innovation

[29.01.2026] Es ist erklärtes Ziel Schleswig-Holsteins, mit Open Source die digitale Souveränität zu sichern und den Digitalstandort zu stärken. Dazu trägt auch das Landesprogramm Offene Innovation bei, mit dem praxisrelevante Open-Source-Projekte in Verwaltung und Zivilgesellschaft gefördert werden. Nun startet die dritte Runde. mehr...

Detailaufnahme einer Computertastatur. Ein Zeigefinger drückt die Taste "Open Source".

openDesk: Arbeitsfähig im Krisenfall

[27.01.2026] In einem Pilotprojekt erproben die Deutsche Rentenversicherung Bund und weitere Sozialversicherer die souveräne Office- und Kollaborationssuite openDesk des ZenDiS – speziell für die Kommunikation im Krisenfall. mehr...