BerlinKein Behördendeutsch dank KI

[04.02.2026] Damit Behörden Texte automatisiert in bürgernahe Sprache sowie in Leichte Sprache übersetzen können, stellt die Berliner Senatskanzlei ab sofort und zunächst für drei Jahre eine KI-unterstützte Software zur Verfügung.
Nahaufnahme weibliche Hände an einer Tastatur

Berliner Verwaltung erhält KI-Software für einfachere Behördensprache.

(Bildquelle: peopleimages12/123rf.com)

Die Berliner Senatskanzlei stellt ab sofort allen Behörden ihrer Verwaltung eine KI-unterstützte Software zur Verfügung, mit der Texte automatisiert in bürgernahe Sprache sowie in Leichte Sprache übersetzt werden können. Ziel ist es dabei, das Dienstleistungsangebot der Berliner Behörden einer möglichst großen Zielgruppe zugänglich zu machen und verständlich zu erklären. Das teilt das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin mit.

Der Einsatz der Software sei für die redaktionelle Arbeit an Texten auf Behördenwebseiten sowie in Behördenbriefen vorgesehen. Bisher stelle die Sprache der Verwaltung viele Menschen vor Herausforderungen. Abhilfe schaffen könne hier eine bürgernahe Verwaltungssprache, die auf die Nutzung von Fachbegriffen verzichtet, sofern es nicht zwingend erforderlich ist. Menschen mit Lernschwierigkeiten sind darüber hinaus auf Leichte Sprache angewiesen, um Texte verstehen zu können. Leichte Sprache zeichnet sich durch kurze Sätze, eine klare Struktur sowie der ausschließlichen Verwendung von einfachen Wörtern des Sprachniveaus A1 bis A2 aus.

Die Software steht der Berliner Verwaltung laut der Pressemeldung zunächst für drei Jahre zur Verfügung. Ihr Einsatz sei für die einzelnen Behörden kostenfrei, der Nutzen der neuen Software werde fortlaufend analysiert und evaluiert.

Berlin-CDO Martina Klement sagt: „Mit dem KI-Tool, das wir als Senatskanzlei nun den Berliner Behörden zur Verfügung stellen, können sich die Redaktionen in den Behörden ihre Texte per Knopfdruck innerhalb von wenigen Sekunden sowohl in bürgernahe Verwaltungssprache als auch in Leichte Sprache übersetzen lassen. Das macht Verwaltungshandeln transparenter und verständlicher und hilft damit, unnötige Barrieren zwischen Behörden sowie Bürgerinnen und Bürgern abzubauen.“





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