NiedersachsenKI-Symposium des Landesbeauftragten

Das KI-Symposium stieß auf großes Interesse.
(Bildquelle: LfD Niedersachsen)
In Hannover kamen rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Kommunen, Ministerien, Unternehmen, Universitäten und weiteren Einrichtungen zu einem KI-Symposium zusammen. Eingeladen hatte der Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen (LfD), Denis Lehmkemper. Die Vorträge hielten Expertinnen und Experten aus Verwaltung, Wirtschaft und Forschung. So stellte Silke Jandt, Leiterin der KI-Stabsstelle des LfD Niedersachsen, die Ergebnisse aus den KI-Expertengesprächen des LfD Niedersachsen vor und skizzierte Lösungswege für datenschutzrechtliche Herausforderungen beim Training und Output von KI-Systemen. Gesine Irskens, Referatsteilleiterin im Justizministerium Niedersachsen, gab einen Einblick in den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Justizwesen, etwa zur in Niedersachsen genutzten Anwendung MAKI (Massenverfahrensassistenz mit KI), die Gerichte bei Massenverfahren unterstützt.
Klare Rahmenbedingungen erforderlich
Weitere Vorträge setzten sich mit rechtlichen und technischen Fragen rund um den Einsatz Künstlicher Intelligenz in Wirtschaft und Verwaltung auseinander, aber auch mit der praktischen Umsetzung. Unter den Vortragenden waren Ricardo Usbeck, Leuphana Universität Lüneburg; Franziska Weindauer, Geschäftsführerin TÜV AI.LAB; Dieter Kugelmann, Landesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit in Rheinland-Pfalz, und Jutta Löwe, Head of Regions Compliance bei Continental Reifen Deutschland. Die Frage der Notwendigkeit spezifischer Rechtsgrundlagen zog sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung – der Bedarf an klaren Rahmenbedingungen für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz wurde deutlich.
KI-Einsatz ist kein Allheilmittel
Abschließend diskutierte Denis Lehmkemper gemeinsam mit dem niedersächsischen Landes-CIO Horst Baier und Jutta Löwe über den erfolgreichen Einsatz von KI in Niedersachsens Wirtschaft und Verwaltung. Der IT-Bevollmächtigte der Landesregierung betonte die großen Chancen von KI etwa beim Beschleunigen von Verwaltungsprozessen oder in der IT-Sicherheit. Er bestärkte die Teilnehmenden, das Thema mutig anzugehen und sich nicht von der Entwicklung überholen zu lassen. Jutta Löwe riet, trotz der Popularität von allgemeinen Chatbots zunächst mittels Bedarfserhebung zu klären, für welche Prozesse der Einsatz von Chatbots oder spezifischer KI-Systeme tatsächlich sinnvoll ist. Der LfD bekräftigte das: „Ich mache mir Sorgen, dass wir KI an vielen Stellen als Pflaster auf Probleme kleben, die wir eigentlich grundsätzlicher lösen müssten, wenn beispielsweise Prozesse viel zu kompliziert geworden sind.“
Am Ende der Veranstaltung zog Lehmkemper ein positives Fazit: „Lassen Sie uns auch in Zukunft bei den rechtlichen, praktischen und technischen Fragestellungen rund um KI in solchen Formaten im Gespräch bleiben.“
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