Schleswig-HolsteinDigitalisierungsbeschleunigungsgesetz im Landtag

Im Landtag informierte Digitalisierungsminister Dirk Schrödter über die Vorteile des Gesetzes zur Beschleunigung der Verwaltungsdigitalisierung.
(Bildquelle: Staatskanzlei SH)
Die Verwaltung in Schleswig-Holstein soll schneller, einfacher und moderner werden – für Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für Unternehmen und für die Verwaltungsbeschäftigten. Den rechtlichen Rahmen dafür soll ein Gesetz zur Beschleunigung der Verwaltungsdigitalisierung bilden, das Digitalisierungsbeschleunigungsgesetz (DigiBeschlG). Den Entwurf dazu hat die Landesregierung nun auf Initiative von Digitalisierungsminister Dirk Schrödter in den Landtag eingebracht. „Eine zukunfts- und leistungsfähige digitale Verwaltung, die sich an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger orientiert, entscheidet über das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates und damit unserer Demokratie. Und sie entscheidet über die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes“, sagte Schrödter. Die technischen Voraussetzungen dazu seien auf den Weg gebracht – nun soll im Sinne der Digitalstrategie des Landes (wir berichteten) auch der weitere rechtliche Rahmen geschaffen werden.
Von Anfang an ohne Medienbrüche
Zwei zentrale Säulen tragen laut einer Pressemeldung der Staatskanzlei den Gesetzentwurf: das Digital-Only- und das Once-Only-Prinzip. So sollen vollständig digitale, medienbruchfreie Verwaltungsverfahren und Prozessketten entwickelt werden. Zudem sollen Verwaltungsleistungen künftig ausschließlich über das digitale Servicekonto in Anspruch genommen werden können. Ein Datendoppelerhebungsverbot, Regelungen zur Automation von Verwaltungsprozessen und die Pflicht zur elektronischen Registerführung sollen in Zukunft den Datenaustausch zwischen einzelnen Behörden sicherstellen.
Beim Fokus auf vollständig digitale Prozesse bestehe, so Schrödter, bundesweit eine große Einigkeit: Unter anderem sei im Koalitionsvertrag auf Bundesebene und in der Föderalen Modernisierungsagenda festgelegt, dass Verwaltungsprozesse künftig vollständig digital sein sollen. Diesem Anspruch komme das Land mit dem Digitalisierungsbeschleunigungsgesetz jetzt nach.
„Wir lassen niemanden zurück“
Für Personen, die den digitalen Zugang nicht allein nutzen können, sollen Unterstützungsangebote geschaffen werden. „Wichtig ist uns ein niedrigschwelliger Zugang, um digitale Teilhabe zu ermöglichen: Unterstützung soll dort erfolgen, wo Menschen ohnehin sind – in Rathäusern, Bibliotheken, digitalen Knotenpunkten, an Serviceterminals oder mobil“, betonte Schrödter. Sogenannte Verwaltungsassistenzen sollen bei der Einrichtung eines Servicekontos, beim Finden der passenden Verwaltungsleistung und beim Ausfüllen digitaler Formulare helfen. Die konkrete Ausgestaltung will die Landesregierung gemeinsam mit Kommunen, Sozialverbänden und Zivilgesellschaft entwickeln. Eine öffentliche Anhörung ist bereits gestartet.
NKR: Realitätscheck zur Modernisierungsagenda
[25.03.2026] Sechs Monate nach Verabschiedung der Modernisierungsagenda Bund zieht der Nationale Normenkontrollrat (NKR) eine Zwischenbilanz. Aus Sicht des Expertengremiums fehlt es vor allem an klarer Steuerung, Transparenz über den Umsetzungsstand und einer stärkeren Zusammenarbeit über Ressortgrenzen hinweg. mehr...
BMI/NKR: Modernisierung der Erwerbsmigration
[24.03.2026] Deutschland braucht internationale Fachkräfte – und ein Einwanderungsverfahren, das transparent, schnell und verlässlich funktioniert. Der Bund plant eine Work-and-Stay-Agentur als zentrale digitale Plattform für die Fachkräfteeinwanderung. Der Normenkontrollrat mahnt weitergehende Reformen an. mehr...
Berlin: Klement geht, Hundt kommt
[23.03.2026] Martina Klement, bisher CDO in Berlin, wechselt überraschend als neue Wirtschaftsministerin nach Brandenburg. Ihr Nachfolger wird der Dresdner Unternehmer und ausgewiesene Digitalexperte Matthias Hundt. mehr...
Bund: Rechenzentrumsstrategie beschlossen
[20.03.2026] Die Bundesregierung hat die Rechenzentrumsstrategie beschlossen. Innerhalb eines Jahres sollen 28 Maßnahmen in drei zentralen Handlungsfeldern gestartet und soweit wie möglich abgeschlossen werden. mehr...
IT-Planungsrat: Deutschland-Stack kommt
[19.03.2026] Der IT-Planungsrat hat sich auf seiner aktuellen Sitzung auf den Aufbau des Deutschland-Stacks als verbindlichen Plattformkern unter Federführung des Bundes, ein gemeinsames Portfolio mit klaren Prioritäten und eine neue föderale Steuerung verständigt. mehr...
Schleswig-Holstein: Digitalstrategie 2026 vorgestellt
[18.03.2026] Schleswig-Holstein hat seine neue Digitalstrategie beschlossen. Erstmalig waren zentrale Partner aus Kommunen und Zivilgesellschaft systematisch in den Strategieprozess eingebunden, um einen breiten gesellschaftlichen Ansatz zu ermöglichen. mehr...
Baden-Württemberg: Gemeinsam schneller digital
[17.03.2026] In Baden-Württemberg haben Land und Kommunen eine neue – die inzwischen dritte – E-Government-Vereinbarung unterzeichnet. Das Land will den Roll-out von Verwaltungsleistungen in den Kommunen mit weiteren zehn Millionen Euro finanzieren. mehr...
Thüringen: Land unterstützt Kommunen intensiv
[16.03.2026] Ein neuer Prüfbericht des Thüringer Rechnungshofs sieht beträchtliche Defizite bei der OZG-Umsetzung und der Digitalisierung der kommunalen Verwaltung. In einer Stellungnahme erläutert das Digitalministerium, wie das Land Kommunen unterstützt. mehr...
Brandenburg: Im Dialog mit Estland
[13.03.2026] Zentrale Fragen der digitalen Verwaltungstransformation diskutierte Brandenburgs Justiz- und Digitalminister Benjamin Grimm mit seiner estnischen Amtskollegin Liisa-Ly Pakosta bei deren Besuch in Potsdam. Es ging um Dateninfrastruktur, KI, Cyber-Sicherheit und digitale Souveränität. mehr...
Mecklenburg-Vorpommern: Staatsmodernisierung als Demokratieprojekt
[12.03.2026] Auf Grundlage der Ende vergangenen Jahres von Bund und Ländern vereinbarten Föderalen Modernisierungsagenda hat das Land Mecklenburg-Vorpommern jetzt 237 Maßnahmen zur Staatsmodernisierung beschlossen. Ziel sei es, damit auch die Zustimmung zur Demokratie insgesamt zu stärken, so Finanz- und Digitalisierungsminister Heiko Geue. mehr...
Niedersachsen: Neuer Landes-CIO
[11.03.2026] Um die Digitalisierung im Land schneller voranzubringen, hat Niedersachsen bereits im letzten Herbst die Bündelung von Kompetenzen im Innenministerium beschlossen. Nun hat die damals geschaffene Abteilung 4 eine neue Leitung – und das Land damit auch einen neuen Chief Information Officer. mehr...
Bundesratsinitiative: Entlastungspaket für die Sozialverwaltung
[06.03.2026] Die Sozialverwaltungen stehen vor wachsenden Anforderungen – bei gleichzeitig begrenzten personellen Ressourcen. Um Verfahren zu vereinfachen und Abläufe stärker zu digitalisieren, bringt Hamburg gemeinsam mit weiteren Ländern ein Entlastungspaket mit 24 Maßnahmen in den Bundesrat ein. mehr...
Sachsen: Zweites Bürokratieentlastungspaket beschlossen
[05.03.2026] Die sächsische Staatsregierung hat ein zweites Bürokratieentlastungspaket beschlossen. Mit mehr als 30 konkreten Maßnahmen sollen Berichtspflichten reduziert und Planungs- sowie Genehmigungsverfahren beschleunigt werden. Zugleich sollen die Bedingungen für Investitionen verbessert werden. mehr...
NExT/DigitalService: Nachhaltige Verwaltungsmodernisierung
[04.03.2026] Eine gemeinsame Veröffentlichung von NExT und dem DigitalService des Bundes zeigt Wege zu einer wirksamen Verwaltungsdigitalisierung. Dabei wird deutlich: Nachhaltige Effekte und eine echte Digitalrendite entstehen vor allem durch die gezielte Modernisierung der Verwaltungsstrukturen. mehr...













