Mobile SicherheitBSI gibt iPhone und iPad für NATO RESTRICTED frei

[02.04.2026] iPhone und iPad dürfen künftig auch für die Klassifizierungsstufe NATO RESTRICTED eingesetzt werden. Grundlage der BSI-Freigabe ist das Plattformkonzept indigo. Materna Virtual Solution sieht darin Impulse für den Ausbau mobiler Arbeitsplätze in Behörden.
Close-up der Hände eines Mannes im Business-Anzug, der ein Tablet hält und bedient.

Ultramobiles Arbeiten wird sicherer.

(Bildquelle: akkamulator/123rf.com)

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat iPhone und iPad für die Verarbeitung von Informationen der Klassifizierungsstufe NATO RESTRICTED freigegeben. Wie das Unternehmen Materna Virtual Solution mitteilt, basiert die Bewertung auf dem nativen Plattformkonzept indigo. Die Freigabe gilt für die Betriebssystemversionen iOS 26 sowie iPadOS 26. Mit der Entscheidung erhalten die mobilen Endgeräte nach Angaben von Materna auch auf internationaler Ebene eine neue Relevanz. Die Freigabe zeige, dass die Geräte unter klar definierten Rahmenbedingungen für Einsatzszenarien mit sensiblen Daten geeignet seien. Daniel Zimmermann, Geschäftsführer von Materna Virtual Solution, wird in der Mitteilung mit den Worten zitiert: „Sicherheit funktioniert nur, wenn Hardware, Anwendungen und das Bewusstsein für deren sichere Nutzung Hand in Hand gehen.“

Consumergeräte als Digitalisierungsbooster

Nach Einschätzung von Materna könnte die Freigabe dazu führen, dass mehr mobile Arbeitsplätze in Behörden entstehen beziehungsweise schneller eingeführt werden. Wenn sicherheitskritische Organisationen Consumergeräte zuließen, könne dies die Digitalisierung mobiler Einsatzszenarien vorantreiben. Dies gelte insbesondere für Bereiche, in denen sichere Kommunikation sowie der Zugriff und die Verarbeitung von Dokumenten eine zentrale Rolle spielten.

Materna Virtual Solution betont aber auch, dass die BSI-Freigabe nicht als umfassende Sicherheitsgarantie zu verstehen sei. Die Basisfunktionen des Plattformkonzepts deckten nur einen Teil der Anforderungen ab. Eine sichere Kommunikation auf dem entsprechenden Niveau werde erst im Zusammenspiel mit weiteren Maßnahmen erreicht. Dazu zählten unter anderem ein zugelassenes Mobile Device Management, freigegebene Anwendungen sowie die Einhaltung definierter Vorgaben durch die Anwender. Die Plattform sei damit ein Baustein innerhalb einer umfassenden Sicherheitsarchitektur.

Anwendungsebene im Vordergrund

Mit der Entscheidung rücke zudem die Anwendungsebene stärker in den Fokus, so Materna. Für Behörden und Organisationen werde es darauf ankommen, ein Ökosystem aus sicheren und zugleich nutzerfreundlichen Anwendungen bereitzustellen. Diese müssten auch unter hohen Sicherheitsanforderungen den mobilen Zugriff auf Kommunikation, Dokumente und Daten ermöglichen.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: IT-Sicherheit
Nahaufnahme weibliche Hände an einer Tastatur
bericht

Berlin: Cyber-Angriff auf das Landesnetz

[19.08.2026] Nach einem IT-Vorfall wurden zwei Berliner Senatsverwaltungen vom Landesnetz getrennt und sind offenbar weitgehend arbeitsunfähig. Wohngeld-Auszahlungen könnten sich verzögern, Online-Anträge auf Briefwahl sind wegen der laufenden Sicherheitsanalysen derzeit nicht möglich. mehr...

Mitarbeiter in Warnweste bedient ein Tablet in einer industriellen Produktionsumgebun.

Materna Virtual Solution: Kooperation mit Wire

[14.08.2026] Materna Virtual Solution und Wire wollen ihre Lösungen für mobiles Arbeiten miteinander verbinden. Im Mittelpunkt stehen die Container-App SecurePIM und die Kommunikationsplattform Wire. Die gemeinsame Lösung soll je nach Anforderung Sicherheitsniveaus bis Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch (VS-NfD) unterstützen. mehr...

Bundeskabinett am großen, ovalen Tagungstisch

BMDS: Bundesverwaltung stellt Cyber-Schutz neu auf

[23.07.2026] Mit dem neuen Programm CyberGovSecure will der Bund den Schutz seiner Verwaltung zentraler steuern und dringende Sicherheitsmaßnahmen schneller umsetzen. Strategische Vorgaben soll ein neuer Lenkungskreis unter Führung des Digitalministeriums festlegen. mehr...

Berlin: Engere Zusammenarbeit mit dem BSI

[14.07.2026] Berlin und das BSI wollen bei der Abwehr von Cyber-Angriffen enger zusammenarbeiten. Die Vereinbarung setzt einen Punkt der Cyber-Sicherheitsstrategie für Deutschland um. Ähnliche Kooperationen bestehen bereits mit mehreren Ländern. mehr...

Symbolbild

Sachsen-Anhalt: Cyber-Sicherheitsstrategie vorgestellt

[08.07.2026] Sachsen-Anhalt kommt der Umsetzung der NIS2-Richtlinie einen Schritt näher. Die neue Cyber-Sicherheitsstrategie beschreibt, wie das Land verbindliche Vorgaben für Netz- und Informationssicherheit umsetzen und seine digitale Widerstandsfähigkeit stärken will. mehr...

Der designierte BfDI Moritz Hennemann im Porträt vor Bücherregal mit Gesetzestexten.

Datenschutz: Amt des BfDI neu besetzt

[01.07.2026] Ab Oktober übernimmt Moritz Hennemann das Amt des BfDI. Der Freiburger Rechtswissenschaftler mit Schwerpunkt Informationsrecht folgt auf Louisa Specht-Riemenschneider, die ihren Rückzug aus gesundheitlichen Gründen bereits im März angekündigt hatte. mehr...

Gruppenfoto vor weißer Wand im Sommerlicht

Baden-Württemberg: Sicherheitsarchitektur im Fokus

[30.06.2026] Wie kann die Cyber-Sicherheit in Baden-Württemberg nachhaltig gestärkt werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Antrittsbesuchs von CDO Ronja Kemmer bei der Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg. mehr...

Cartoon: Ein Hacker, der an einem Computer vertrauliche Daten und persönliche Informationen stiehlt.

Brandenburg: Zugangsdaten-Klau erkennen

[26.06.2026] Entwendete Log-in-Daten gehören zu den wichtigen Einfallstoren für Cyber-Angriffe. Ist bekannt, dass dienstliche E-Mail-Adressen oder Passwörter in Datenlecks vorkommen, können Behörden Accounts sichern und Folgeschäden eingrenzen. Brandenburg führt nun ein Tool ein, das prüft, ob Zugangsdaten kompromittiert sind. mehr...

Blick vom Spreeufer auf das Reichstagsgebäude.

Bundestag: Mehr Befugnisse fürs BSI

[25.06.2026] Am Freitag wird der „Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Cyber-Sicherheit“ erstmals in den Bundestag eingebracht. Unter anderem soll das BSI zusätzliche Möglichkeiten erhalten, die Resilienz der Informationstechnik der Bundesverwaltung im Cyber-Raum zu erhöhen und die Erkenntnislage zu verbessern. mehr...

Bild in kühlen Blautönen: junger Mann in Büroumgebung, nachdenkliche Pose, überlagert mit IT-Icons

CSBW: Neues Handbuch für IT-Notfälle

[25.06.2026] Für Verwaltungen bestehen jederzeit Risiken für Sicherheitsvorfälle und Datenschutzverletzungen – mit möglichen schweren Folgen. Die Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg unterstützt Land und Kommunen mit neuen Angeboten, ein belastbares Informationssicherheits-Managementsystem aufzubauen. mehr...

Schleswig-Holstein: Engere Zusammenarbeit mit dem BSI

[17.06.2026] Schleswig-Holstein und das BSI wollen bei der Cyber-Sicherheit enger zusammenarbeiten. Die neue Vereinbarung soll die Abwehr digitaler Angriffe auf Land und Kommunen stärken und fügt sich in ein größeres Maßnahmenpaket des Landes ein. mehr...

Angeschnittenes Bild eines Mannes in weißem Arztkittel, der an einem Tisch in einem hellen Büro auf seinem Laptop tippt.

Sachsen-Anhalt/Schleswig-Holstein: Resilienz und Effizienz für den ÖGD

[10.06.2026] Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein haben eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, um die IT-Sicherheit im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) zu stärken. Die Länder entwickeln gemeinsam E-Learning-Angebote, die digitale Kompetenzen der Mitarbeitenden verbessern und Einrichtungen widerstandsfähiger gegen Cyber-Risiken machen sollen. mehr...

Symbolbild

Schleswig-Holstein: Maßnahmenpaket für Cyber-Sicherheit

[28.05.2026] Schleswig-Holstein baut die Cyber-Sicherheit für Land und Kommunen aus. Zum Schutzschirm gehören unter anderem ein erweitertes Schwachstellenmanagement, mobile IT für Krisenlagen und Vor-Ort-Supportteams. Digitale souveräne Arbeitsplätze und IT-Infrastruktur sichern Behörden weiter ab. mehr...

HPI: Konferenz zur Cyber-Sicherheit

[21.05.2026] Das Hasso-Plattner-Institut richtet im Juni erneut die Potsdamer Konferenz für Nationale CyberSicherheit aus. Im Mittelpunkt stehen hybride Bedrohungen, KI und der Schutz Kritischer Infrastrukturen in einer angespannten geopolitischen Lage. mehr...

2 Personen halten Vertrag_Koop_Meck-Pomm_BSI

Cyber-Sicherheit: BSI und Mecklenburg-Vorpommern kooperieren

[19.05.2026] Im Bereich der Cyber-Sicherheit arbeiten das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das Land Mecklenburg-Vorpommern künftig enger zusammen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde auf der Digitalministerkonferenz unterzeichnet. mehr...