Baden-WürttembergKI-Tool hilft beim Aktensichten

Zeitraubendes Aktenstudium ist das tägliche Brot vieler Richter und Staatsanwälte - ein neues KI-Tool soll dabei entlasten.
(Bildquelle: tassev/123rf.com)
Die Arbeit von Richtern und Staatsanwälten wird maßgeblich durch das Lesen und Auswerten von Akten bestimmt – Tätigkeiten, die einen sehr großen Anteil ihrer Arbeitszeit in Anspruch nehmen. Das Ministerium der Justiz und für Migration Baden-Württemberg entwickelt nun im Projekt StruKI (die Kurzform von „Strukturieren mit KI“) eine Assistenzanwendung, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) Justizverfahrensakten zusammenfasst und strukturiert kann. StruKI soll Akteninhalte übersichtlich aufbereiten, um einen besseren und schnelleren Zugriff auf die wesentlichen Informationen zu ermöglichen. Dies soll nicht nur die Arbeit der Justizangehörigen erleichtern, sondern auch die Dauer vieler Verfahren verkürzen und letztendlich den Bürgern zugutekommen.
Mit StruKI erhielten die Justizangehörigen ein effektives Instrument, um ihre Arbeit zu optimieren und die Verfahrensführung zu beschleunigen, sagte die Ministerin der Justiz und für Migration, Marion Gentges. „Dann können sie sich noch besser auf ihre Kernkompetenzen fokussieren: den persönlichen Kontakt mit den Rechtssuchenden, die Kommunikation mit den Verfahrensbeteiligten und die fundierte juristische Entscheidungsfindung“, so die Ministerin.
Das Projekt ist Teil der Digitalisierungsinitiative für die Justiz in Baden-Württemberg und wird mit Entwicklern der Firmen IBM Deutschland, Codefy und Materna durchgeführt. Bund und Länder haben Baden-Württemberg mit der Projektdurchführung beauftragt; die Projektinitiative stammt ebenfalls aus Baden-Württemberg. Perspektivisch soll StruKI soll in allen Gerichtsbarkeiten eingesetzt werden, auch die Staatsanwaltschaften werden das Tool nutzen können.
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