Nordrhein-WestfalenKI-Zentrum für Hochschulen

[07.07.2026] Nordrhein-Westfalen bündelt seine bisherigen Hochschulprojekte zu KI unter einem Dach. Das neue KI.nrw soll generative KI datenschutzkonform nutzbar machen und Kompetenzen in Lehre, Forschung und Verwaltung stärken.
Umrisse des Landes Nordrhein-Westfalen mit Landesfarben (Grün, Weiß, Rot) und Wappen

An den Hochschulen in NRW soll der Umgang mit der Schlüsseltechnologie KI selbstverständlicher und besser werden.

(Bildquelle: grebeshkovmaxim/123rf.com)

Der Einsatz Künstlicher Intelligenz in Forschung, Studium und Lehre sowie in der Hochschulverwaltung ist nicht mehr wegzudenken. In Nordrhein-Westfalen werden die bisher bestehenden geförderten Projekte KI:edu.nrw, KI:connect.nrw und Open Source-KI.nrw zum neuen, gemeinsamen KI:Expertisezentrum.nrw zusammengeführt. Laut Wissenschaftsministerium sollen entstehende Synergien genutzt werden, um die KI-Aktivitäten der Hochschulen in Nordrhein-Westfalen strategisch auszurichten und die digitale Souveränität der Hochschulen auszubauen. Grundlage für diesen Schritt ist ein Strategiepapier der Kooperationsgemeinschaft Digitale Hochschule NRW (DH.NRW). Das KI:Expertisezentrum.nrw ist das bislang größte unter dem Dach der DH.NRW geförderte Projekt. Das KI.nrw soll Studierenden sowie Mitarbeitenden in Forschung und Verwaltung in Nordrhein-Westfalen den datenschutzkonformen Zugang zu generativer KI erleichtern und den Aufbau von KI-Kompetenz unterstützen. Anfang Juli nahm das neue KI:Expertisezentrum.nrw seine Arbeit auf. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft fördert das Projekt mit rund 15,4 Millionen Euro bis Ende 2030.

Auch Uni-Verwaltungen im Fokus

Das KI:Expertisezentrum.nrw richtet den Blick neben Studium und Lehre auch auf die Hochschulverwaltung und insbesondere darauf, wie diese durch KI unterstützt werden kann. Es gibt drei konkrete Handlungsfelder im Projekt:

  • Kompetenz: Lehrende, Studierende und Verwaltungsmitarbeitende sollen durch Schulungen, Beratung und Vernetzung KI-Kompetenzen aufbauen. Zudem werden Rechtsfragen zentral für die nordrhein-westfälischen Hochschulen geklärt. Damit führt das Projekt die Arbeit von KI.nrw fort.
  • Inferenz: Hochschulen sollen auf zentral gehostete Open-Source- beziehungsweise Open-Weight-KI-Modelle zugreifen können. Dafür wird im Rahmen der DH.NRW eine gemeinsame Hardware-Infrastruktur betrieben, damit Technologie und Daten in Hochschulhand bleiben. Grundlage sind Vorarbeiten aus Open Source-KI.nrw.
  • Apps: Eine landesweite Plattform soll Hochschulen den Zugang zu kommerziellen und nicht-kommerziellen KI-Modellen ermöglichen. Der im Projekt KI:connect.nrw entwickelte Dienst wird bereits von vielen Hochschulen genutzt. Das neue Projekt legt zudem einen Schwerpunkt auf faktentreue KI-Antworten und koordiniert Spezialanwendungen für Verwaltung, Studium und Lehre.

Die Ruhr-Universität Bochum übernimmt die Konsortialführung des KI:Expertisezentrums.nrw. Weitere Beteiligte sind die RWTH Aachen, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die Universität zu Köln, die FernUniversität Hagen, die Technische Hochschule Köln und die Fachhochschule Dortmund.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Hochschul-IT

GISA: Forschungsfinanzen im Griff

[08.05.2026] Der IT-Dienstleister GISA zeigt, wie Forschungseinrichtungen ihr Drittmittelmanagement durchgängiger digital abbilden können. Die Lösung Flexso Research Management Package soll Datensilos reduzieren, Freigaben nachvollziehbarer machen und Finanzabteilungen bei Verwendungsnachweisen unterstützen. mehr...

Technische Universität Braunschweig - Altbau © Braunschweig Stadtmarketing GmbH/Gerald Grote

TU Braunschweig: Mehr Power für die Campus-IT

[28.04.2026] Die Technische Universität Braunschweig hat ihr Rechenzentrum mit der Lösung Dell PowerFlex von Dell Technologies modernisiert. Dadurch konnten Latenzen reduziert, die Ausfallsicherheit erhöht und der administrative Aufwand deutlich gesenkt werden. mehr...

Hauptgebäude der Humboldt-Universität in Berlin von der Straße Unter den Linden aus gesehen.

ITSM: HU Berlin setzt auf Open Source

[17.04.2026] Die Berliner Humboldt-Universität geht einen Schritt in Richtung digitaler Souveränität: Für das hauseigene IT-Service-Management führt die Hochschule eine Open Source-Lösung ein. Bis 2027 sollen über 150 Servicemitarbeiter die Software am universitätsweiten Helpdesk nutzen. mehr...

Eine jüngere Person sitzt über einem Tablet, über dem Dokumentensymbole schweben.

d.velop: Rahmenvertrag mit NRW-Hochschulen

[23.03.2026] Über einen neuen Rahmenvertrag mit dem Unternehmen d.velop wollen die Hochschulen Nordrhein-Westfalens nicht nur eine verbindliche Grundlage für die digitale Aktenführung schaffen. Es soll auch die Interoperabilität bestehender Lösungen erhöht und somit die Zusammenarbeit der Hochschulen verbessert werden. mehr...

Studenten in einem Hörsaal

Baden-Württemberg: KI hilft blinden Studierenden

[09.03.2026] Mit der neuen KI-gestützten Plattform IncluDocs BW können Studierende mit Sehbeeinträchtigungen demnächst Vorlesungsunterlagen hochladen und in barrierefreie Dokumente umwandeln lassen. mehr...

Studenten in einem Hörsaal

Studie: IT an Universitäten ist nicht sicher

[02.12.2025] Im Rahmen einer Langzeitanalyse wurde die Cybersicherheit an deutschen Universitäten in den Blick genommen. Das Ergebnis: Die Sicherheitslage hat sich teilweise dramatisch verschlechtert. mehr...

Notebook auf gelber Tischplatte, darauf liegen Bündel von Euro-Scheinen in variierter Stückelung.

GISA-Webinar: Die Post-Award-Phase managen

[26.08.2025] Wie sich Projektbudgets, Mittelabrufe und Berichte in der Post-Award-Phase effizient digital abbilden lassen, zeigen GISA und Flexso in einem Webinar zum Research Management Package (FRMP) auf SAP-Basis – für mehr Transparenz, klare Zuständigkeiten und reibungslose Zusammenarbeit. mehr...

Webinar „Digitales Forschungs­management“: Entspannt durch die Pre-Award-Phase

[17.04.2025] Wie digitale Lösungen für mehr Transparenz und Effizienz beim Forschungsmanagement sorgen können, zeigt ein Webinar des IT-Spezialisten GISA am 8. Mai 2025. mehr...

Campusmanagement: GISA-Webinar zeigt Optimierungspotenziale

[14.03.2025] Die Digitalisierung macht auch vor dem Campusmanagement nicht halt. Wie Bewerbungs- und Zulassungsprozesse effizienter gestaltet werden können, zeigt der IT-Dienstleister GISA in einem praxisnahen Webinar. mehr...

bericht

KI: Umfassende Digitalisierung an Hochschulen

[06.03.2025] In der Lehre sind Hochschulen inzwischen digital gut aufgestellt – aber von der gesetzlich vorgeschriebenen Digitalisierung, die Administration und Studierendenverwaltung umfasst, noch weit entfernt. Die aufwendige Transformation bietet auch starke Chancen. mehr...

Nahaufnahme: Holztischplatte, ein paar männliche Hände arbeiten an einem Laptop, im Hintergrund sieht man unscharf und im Anschnitt weitere, eher junge Personen, eine schreibt etwas mit der Hand, es liegen Papiere herum.

Baden-Württemberg: Digitalisierungsschub für Hochschulen

[28.11.2024] Wie kann der digitale Wandel in Lehre, Forschung und Administration an Hochschulen verankert und umgesetzt werden? In Baden-Württemberg fördert das Land acht Initiativen zur Digitalisierung an den Hochschulen mit einem konkreten Maßnahmenpaket. mehr...

Außenansicht Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus Sachsen

Sachsen: Digitalisierung der Hochschulen kommt voran

[19.11.2024] Vor einem Jahr wurde die gemeinsame Digitalstrategie des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Landesrektorenkonferenz Sachsen für den Hochschulbereich verabschiedet. Nun zieht das Ministerium eine Zwischenbilanz, um Fortschritte in der Digitalisierung von Lehre, Forschung und Verwaltung zu bewerten. mehr...

TH OWL: Neues ERP-System von MACH

[28.10.2024] Die TH Ostwestfalen-Lippe setzt auf MACH meinERP, um ihr Finanzwesen digital zu modernisieren. Die kürzlich umgestellte Lösung soll die Barrierefreiheit und den Zugang zu Finanzdaten verbessern und so den Arbeitsaufwand in der Verwaltung senken. mehr...

Screenshot der Software PLANTA

Universität Konstanz: Standardisierte, übergreifende Projektorganisation

[11.10.2024] Die Universität Konstanz hat die Projektmanagement-Software PLANTA eingeführt, um ihre Projektorganisation zu verbessern. Mit standardisierten Prozessen und moderner Technologie wird die Planung und Steuerung von Projekten optimiert, wodurch Ressourcen effizienter verwaltet und strategische Ziele besser erreicht werden können. mehr...