Schleswig-HolsteinSchnell ein Unternehmen gründen

[10.07.2026] Eine von acht Pilotregionen beim bundesweiten BMDS-Projekt „Schneller Gründen“ ist Nordfriesland. Der dort entwickelte Startuphafen bündelt Informationen und Verwaltungsangebote zur Unternehmensgründung – und soll bald weiteren Städten und Kreisen im Land zur Verfügung stehen.
Mehrere Menschen stehen vor einem Aufsteller mit der Aufschrift „Startuphafen SH“.

Nach dem Startschuss des Projekts startuphafen.sh im Frühjahr 2025 kamen die Verantwortlichen nun in Husum zusammen, um die Fortschritte vorzustellen.

(Bildquelle: Staatskanzlei SH)

Ein Unternehmen zu gründen oder zu übernehmen ist in Deutschland immer noch mit hohem bürokratischem Aufwand verbunden. In Schleswig-Holstein besteht mit dem startuphafen.sh eine innovative Lösung, die eine schnelle digitale Unternehmensgründung Realität werden lässt. Eine Plattform führt Informations-, Beratungs- und Verwaltungsangebote zusammen und bündelt alle Anlaufstellen zur Unternehmensgründung in einem Portal. Startschuss des gemeinsamen Projekts vom Amt Eiderstedt, dem IT-Unternehmen PCT digital aus Kiel und der IHK Flensburg war im Frühjahr 2025, unterstützt wurde es über das Landesprogramm Offene Innovation mit rund 350.000 Euro.

Neue Funktionen und Zielgruppen

Nun kamen die Projektbeteiligten erneut in Husum zusammen, um Fortschritte und Weiterentwicklungen vorzustellen. Dazu zählen unter anderem ein KI Chatbot, der beim Formulieren und Ausfüllen unterstützt, eine Gewerbeum- und -abmeldung, die Anbindung an die Bundesnotarkammer und die Handwerkskammern sowie die Möglichkeit, dass neben Einzelunternehmen auch Kapitalgesellschaften das Angebot der Plattform nutzen können.

Signal an die Bundespolitik

„In Schleswig-Holstein haben wir uns auf den Weg begeben, echte digitale Souveränität durch den Einsatz von Open-Source-Lösungen zu erreichen“, sagte Digitalisierungsminister Dirk Schrödter, der auch beim ersten Launch-Event vor etwas über einem Jahr die Keynote gehalten hatte. In Schleswig-Holstein entwickle die heimische Digitalwirtschaft gemeinsam mit Verwaltung und öffentlichen Einrichtungen innovative, nachnutzbare Open-Source-Lösungen – darunter auch den startuphafen.sh. „Ich bin beeindruckt, wie sich das Projekt etabliert und weiterentwickelt hat sowie eine bundesweite Erfolgsgeschichte schreibt. Wir senden über die Landesgrenzen hinaus ein echtes Signal für innovative Open-Source-Lösungen made in Schleswig-Holstein“, so Schrödter.

Vom Pilotprojekt zum landesweiten Angebot

Das Projekt wurde zunächst in Nordfriesland entwickelt – einer von acht Pilotregionen beim bundesweiten Projekt Schneller Gründen des Bundesdigitalministeriums. Mit Nutzung landesweiter Infrastrukturem, aber auch mit dem Roll-out über die Kreise und Städte in Schleswig-Holstein wird die digitale Gründung weiter erleichtert. Mit der Erweiterung des Startuphafens seien echte digitale Mehrwerte für Gründerinnen und Gründer und Nachfolgeinteressierte geschaffen worden, so das Fazit der Staatskanzlei Schleswig-Holstein.





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