Rheinland-PfalzAbsichtserklärung zum Glasfaserausbau

[27.03.2024] Bis zum Ende des Jahres 2030 will das Unternehmen Deutsche GigaNetz 215.000 Haushalte in Rheinland-Pfalz eigenwirtschaftlich mit Glasfaser versorgen. Eine entsprechende Absichtserklärung haben nun Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer und Unternehmensvertreter unterzeichnet.
Drei Männer in dunklen Anzügen präsentieren jeweils eine Dokumentenmappe.

Der eigenwirtschaftliche Glasfaserausbau in Rheinland-Pfalz soll weitergehen.

Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer (Mitte) mit Vertretern der Deutschen GigaNetz.

(Bildquelle: MASTD)

Das Unternehmen Deutsche GigaNetz und das rheinland-pfälzische Digitalisierungsministerium wollen den flächendeckenden Ausbau von Glasfaserinfrastrukturen für Rheinland-Pfalz gemeinsam voranbringen. Eine entsprechende Absichtserklärung sei jetzt unterzeichnet worden, meldet das Ministerium. Gleichzeitig tritt das Unternehmen dem Netzbündnis und der Gigabit-Charta für Rheinland-Pfalz bei.

Der Glasfaserausbau im Land zeige eine deutliche Dynamik, sagte Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer. So konnten Mitte 2023 knapp 93 Prozent der Haushalte auf Bandbreiten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde zugreifen, mehr als 65 Prozent der Haushalte verfügen bereits über Bandbreiten von mindestens einem Gigabit pro Sekunde. Den Anteil der reinen Glasfaseranschlüsse (FTTH) konnte Rheinland-Pfalz auf 17,4 Prozent steigern. „Das sind bereits gute Zahlen, aber wir wollen und wir werden noch besser werden“, betonte der Minister. Das verdeutliche auch die neue Absichtserklärung. Zudem bekräftigte der Minister, dass der eigenwirtschaftliche Ausbau stets Vorrang vor geförderten Maßnahmen habe. Der Letter of Intent führe den Gedanken des Netzbündnisses und der Gigabit-Charta für Rheinland-Pfalz fort.

Enger Dialog mit den Kommunen

Bis zum Ende des Jahres 2030 plant die Deutsche GigaNetz den eigenwirtschaftlichen Ausbau von 215.000 Haushalten in Rheinland-Pfalz. Kurzfristig sollen rund 12.000 Glasfaseranschlüsse bis ins Gebäude realisiert werden. Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer betonte in diesem Zusammenhang die große Bedeutung eines engen und konstruktiven Dialogs zwischen den Kommunen und den ausbauenden Unternehmen: „Für die Akzeptanz von Glasfaseranschlüssen spielt eine wichtige Rolle, wie der Ausbau vor Ort organisiert wird. Wichtig ist hierbei eine zentrale Person, an die sich Bürgerinnen und Bürger mit ihren Fragen zum Ausbau wenden können. Das sichert die Deutsche GigaNetz unter anderem zu“, so Minister Schweitzer.

Darüber hinaus sieht die Absichtserklärung einen regelmäßigen Datenaustausch der Deutschen GigaNetz mit dem Land vor. Dieser ermöglicht es, einen genauen Überblick über die Versorgung und Ausbauleistung des Unternehmens zu gewinnen. Das Land sichert seinerseits zu, sich weiter für die Digitalisierung von Antrags- und Genehmigungsverfahren im Breitbandausbau einzusetzen und für die Anwendung moderner und mindertiefer Verlegeverfahren zu werben.





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