Cybersecurity ReportBedrohung auf Rekordniveau

[14.03.2024] Der aktuelle Cybersecurity Report von Trend Micro zeigt, dass Angriffe auf IT-Systeme immer raffinierter werden. Deutschland gehört zu den am stärksten betroffenen Ländern, insbesondere im Bereich Ransomware. Im Fokus der Angreifer stehen staatliche Einrichtungen und Kritische Infrastrukturen.
Das Bild zeigt einen Bildschrim mit geöffnetem Security-Programm.

Unternehmen und Behörden müssen ihre IT-Sicherheitskonzepte an die veränderte Bedrohungslage anpassen.

(Bildquelle: Tima Miroshnichenko/Pexels)

2023 war ein Rekordjahr für Cyber-Bedrohungen. Der Cybersecurity-Spezialist Trend Micro stellte in seinem jährlichen Sicherheitsbericht fest, dass seine Systeme mehr als 161 Milliarden schädliche Aktivitäten erkannt und blockiert haben. Seit 2019 habe sich die Zahl der Bedrohungen fast verdreifacht, was die wachsende Bedrohung durch Cyber-Kriminalität unterstreiche, heißt es in einer Pressemitteilung. Besonders alarmierend sei die Entwicklung in Deutschland, das weltweit zu den am stärksten von Malware und Ransomware betroffenen Ländern zählt.

Cloud-Umgebungen im Auge behalten

„Cyber-Kriminelle greifen immer gezielter an und entwickeln ihre Ransomware-Taktiken weiter“, erklärt Richard Werner, IT-Sicherheitsexperte bei Trend Micro. Er betont, dass Unternehmen ihre Cloud-Umgebungen besonders im Auge behalten sollten, da diese zu den Hauptzielen der Angriffe gehören. Regierungseinrichtungen und Kritische Infrastrukturen wie das Gesundheitswesen und die Energieversorgung standen 2023 besonders im Fokus der Angreifer. Der Trend Micro Report zeigt, dass der Finanzsektor weltweit am häufigsten von Ransomware-Angriffen betroffen war, gefolgt von Regierungseinrichtungen und dem Technologiesektor. In Deutschland waren das Gesundheitswesen und das produzierende Gewerbe besonders betroffen.

Cyber-Kriminelle setzen auf Qualität statt Quantität

Während die Gesamtzahl der geblockten Bedrohungen gestiegen ist, verzeichnen die Experten einen Rückgang bei der Erkennung von E-Mails und Websites. Stattdessen steigt die Zahl der blockierten schädlichen Dateien, was darauf hindeutet, dass Cyber-Kriminelle zunehmend auf Qualität statt Quantität setzen und sich auf bestimmte Opfergruppen konzentrieren. Sicherheitsexperte Richard Werner mahnt, dass Unternehmen und Behörden ihre Sicherheitskonzepte an die veränderte Bedrohungslage anpassen müssen. „Eine rasche und ganzheitliche Angriffserkennung über alle Vektoren der IT-Umgebung hinweg ist unabdingbar“, sagt er und weist auf die Bedeutung eines kontinuierlichen Cyber-Risiko-Managements hin, wie es die kommende NIS2-Richtlinie vorschreibt.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Innere Sicherheit IT-Sicherheit
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: Ernennung von Moritz Hennemann zum Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit

BfDI: Behörden lösungsorientiert beraten

[09.10.2026] Der neue Bundesdatenschutzbeauftragte Moritz Hennemann hat die Schwerpunkte für seine Amtszeit vorgestellt. Er will beaufsichtigte Behörden frühzeitig beraten, die digitale Souveränität Deutschlands und der EU stärken und neue Technologien frühzeitig datenschutzrechtlich einordnen. mehr...

bericht

Studie: Framework für digitale Resilienz

[01.10.2026] Cybersicherheit allein reicht nicht aus, um Staat und Verwaltung auch in Krisen handlungsfähig zu halten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des The Open Government Institute. Die Forscher entwickeln deshalb das Konzept der „digitalen öffentlichen Resilienz“ und schlagen unter anderem die Einrichtung eines Chief Resilience Officers vor. mehr...

AWS: NATO-weite Zulassung für Restricted-Daten

[24.09.2026] Amazon Web Services hat als erster Cloud-Anbieter eine Zulassung für die Verarbeitung von Informationen der Einstufung NATO RESTRICTED erhalten. Damit können die NATO, Partner aus der Verteidigungsindustrie und die Mitgliedstaaten zugelassene AWS-Dienste in AWS-Regionen innerhalb der Bündnisstaaten für entsprechende Anwendungen nutzen. mehr...

ATHENE-Studie: Lücken beim Sicherheitsmonitoring

[17.09.2026] Knapp neun von zehn aktiven IP-Adressen der Bundesverwaltung fehlen laut einer ATHENE-Studie im Monitoring des BSI. Die Forschenden fanden zudem zahlreiche veraltete und kritische Schwachstellen. mehr...

Cyber-Kriminalität: Die Gefährdungslage verschärft sich aktuell dramatisch.

Baden-Württemberg: Mehr Cyber-Angriffe registriert

[10.09.2026] Die Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg (CSBW) verzeichnet für 2025 eine deutlich gestiegene Zahl von Sicherheitsvorfällen. Besonders betroffen waren Kommunen und Hochschulen. Bei Landkreisen, Städten und Gemeinden sowie kommunalen Unternehmen nahm die Zahl der erfassten Fälle um fast 50 Prozent zu. mehr...

Sachsen: Gemeinsam gegen Cyber-Angriffe

[04.09.2026] Mit der Cyberabwehr Sachsen vernetzt der Freistaat Sicherheitsbehörden und Ministerien in einem ressortübergreifenden Verbund. Ein gemeinsames Cyber-Lagebild soll den Informationsaustausch verbessern. Zudem ist die Anbindung an das Nationale Cyber-Abwehrzentrum vorgesehen. mehr...

Person mit Lapttop auf Sofa, das Bild ist überlagert mit diversen Vorhängeschloss-Icons.

Berlin: Neue Erkenntnisse nach Cyber-Angriff

[01.09.2026] Ab dem 7. August gab es einen Cyber-Angriff auf das Berliner Datennetz. Zunächst hieß es, dass dabei nur Daten erbeutet wurden, die ohnehin öffentlich zugänglich sind. Nun räumte der Senat ein, dass es „weitere Datenabflüsse“ gegeben habe. Die Hacker versuchen, das Land Berlin damit zu erpressen. mehr...

Sachsen-Anhalt: Mehr Informationssicherheit in der Verwaltung

[31.08.2026] Sachsen-Anhalts Landesbehörden können künftig über vier Rahmenverträge spezialisierte Unterstützung für ihre Informationssicherheit abrufen. Das Angebot umfasst strategische Beratung, Krisenvorsorge, Penetrationstests sowie Schulungen und Sensibilisierung. mehr...

Abbildung des gedruckten Datenschutzberichts

LfD Niedersachsen: Datenschutzbeschwerden auf Rekordniveau

[28.08.2026] Die Zahl der Datenschutzbeschwerden in Niedersachsen ist 2025 um 70 Prozent gestiegen und steigt auch 2026 weiter. Der Landesbeauftragte für den Datenschutz hat dafür eine überraschende Erklärung: KI-Chatbots machen die Beschwerdemöglichkeiten bekannter und erstellen Musterschreiben. mehr...

Nahaufnahme weibliche Hände an einer Tastatur
bericht

Berlin: Cyber-Angriff auf das Landesnetz

[19.08.2026] [mit Update] Nach einem IT-Vorfall wurden zwei Berliner Senatsverwaltungen vom Landesnetz getrennt und waren zeitweise arbeitsunfähig. Davon waren auch wichtige Leistungen wie etwa Wohngeldauszahlungen betroffen. Die IT-forensischen Untersuchungen dauern an. mehr...

Mitarbeiter in Warnweste bedient ein Tablet in einer industriellen Produktionsumgebun.

Materna Virtual Solution: Kooperation mit Wire

[14.08.2026] Materna Virtual Solution und Wire wollen ihre Lösungen für mobiles Arbeiten miteinander verbinden. Im Mittelpunkt stehen die Container-App SecurePIM und die Kommunikationsplattform Wire. Die gemeinsame Lösung soll je nach Anforderung Sicherheitsniveaus bis Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch (VS-NfD) unterstützen. mehr...

Bundeskabinett am großen, ovalen Tagungstisch

BMDS: Bundesverwaltung stellt Cyber-Schutz neu auf

[23.07.2026] Mit dem neuen Programm CyberGovSecure will der Bund den Schutz seiner Verwaltung zentraler steuern und dringende Sicherheitsmaßnahmen schneller umsetzen. Strategische Vorgaben soll ein neuer Lenkungskreis unter Führung des Digitalministeriums festlegen. mehr...

Berlin: Engere Zusammenarbeit mit dem BSI

[14.07.2026] Berlin und das BSI wollen bei der Abwehr von Cyber-Angriffen enger zusammenarbeiten. Die Vereinbarung setzt einen Punkt der Cyber-Sicherheitsstrategie für Deutschland um. Ähnliche Kooperationen bestehen bereits mit mehreren Ländern. mehr...

Symbolbild

Sachsen-Anhalt: Cyber-Sicherheitsstrategie vorgestellt

[08.07.2026] Sachsen-Anhalt kommt der Umsetzung der NIS2-Richtlinie einen Schritt näher. Die neue Cyber-Sicherheitsstrategie beschreibt, wie das Land verbindliche Vorgaben für Netz- und Informationssicherheit umsetzen und seine digitale Widerstandsfähigkeit stärken will. mehr...

Der designierte BfDI Moritz Hennemann im Porträt vor Bücherregal mit Gesetzestexten.

Datenschutz: Amt des BfDI neu besetzt

[01.07.2026] Ab Oktober übernimmt Moritz Hennemann das Amt des BfDI. Der Freiburger Rechtswissenschaftler mit Schwerpunkt Informationsrecht folgt auf Louisa Specht-Riemenschneider, die ihren Rückzug aus gesundheitlichen Gründen bereits im März angekündigt hatte. mehr...