Bund/BMDSDer Digitalhaushalt steht

Ein Meilenstein im Aufbau des BMDS ist erreicht, sagt Bundesdigitalminister Karsten Wildberger.
(Bildquelle: Woithe/BMDS)
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat in seiner Bereinigungssitzung den Haushalt 2026 für das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) beschlossen. Erstmals verfügt das BMDS über einen eigenen, vollständigen Einzelplan. Dies ist laut BMDS ein historischer Schritt und Ausdruck der wachsenden Bedeutung der Digitalisierung in Deutschland. „Wir gehen die Modernisierung und Digitalisierung entschlossen an, investieren in den Ausbau der Netze, führen KI in der Verwaltung ein und stellen sicher, dass jeder Deutsche eine digitale Brieftasche, die ‚Wallet‘, bekommt. Unser Haus war vom ersten Tag an arbeitsfähig, jetzt mit dem eigenen Haushalt 2026 erreichen wir einen Meilenstein auf dem Weg zur vollständigen Eigenständigkeit des ersten Digitalministeriums in der Bundesrepublik“, sagte Bundesminister Wildberger.
Im Fokus: Digitalpolitik, IT-Infrastruktur und Staatsmodernisierung
Mit einem Gesamtvolumen von rund 4,47 Milliarden Euro – davon aktuell 1,36 Milliarden Euro im Kernhaushalt und 3,11 Milliarden Euro im Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität – bündelt der Haushalt 2026 erstmals Aufgaben und Mittel aus sechs anderen Einzelplänen zu einem konsistenten Ganzen, dem „Einzelplan 24“ des BMDS. Schwerpunkte des BMDS liegen auf der Digitalisierung von Verwaltung, dem Ausbau digitaler Infrastruktur wie Breitband und Mobilfunk sowie Innovationen in der Digitalpolitik. Der Einzelplan umfasst drei Programmkapitel: Digitalpolitik, IT-Infrastruktur des Bundes sowie Staatsmodernisierung und Bürokratierückbau. Investiert wird in den Einsatz Künstlicher Intelligenz, innovative Netztechnologien sowie den Ausbau von Plattformökosystemen für Behördenverfahren. Besonderes Augenmerk liegt auch auf der Stärkung der digitalen Souveränität, unter anderem durch zusätzliche Mittel für das ZenDiS.
Der BMDS-Haushalt in der Übersicht
Der „Einzelplan 24“ umfasst für das Jahr 2026 insgesamt 1.359,6 Millionen Euro. Davon entfallen 222,4 Millionen Euro auf das Kapitel 2401 für Digitalpolitik, digitale Innovationen und Konnektivität. Für die IT-Infrastruktur des Bundes im Kapitel 2402 sind 956,2 Millionen Euro vorgesehen. Das Kapitel 2403 zur Staatsmodernisierung und zum Bürokratierückbau umfasst 62,9 Millionen Euro. Im Kapitel 2410 für sonstige Bewilligungen stehen 10,5 Millionen Euro bereit, im Kapitel 2411 für zentral veranschlagte Verwaltungseinnahmen und -ausgaben 18,7 Millionen Euro. Für das Bundesministerium selbst (Kapitel 2412) sind 88,9 Millionen Euro eingeplant.
Der auf das Bundesministerium entfallende Teil des Sondervermögens „Infrastruktur und Klimaneutralität“ umfasst im Jahr 2026 insgesamt 3.112,2 Millionen Euro. Für das EU-Identitätsökosystem beziehungsweise die EUDI-Wallet stehen 162,0 Millionen Euro bereit. Das Bürgerkonto und die zugehörige Infrastruktur sind mit 256,0 Millionen Euro hinterlegt. Für die Modernisierung der Registerlandschaft sind 194,0 Millionen Euro vorgesehen, für Transformation und Dienstleistungen im Bereich IKT 45,0 Millionen Euro. Im Bereich der digitalen Infrastruktur entfallen 200,0 Millionen Euro auf den Mobilfunkausbau und 2.255,2 Millionen Euro auf den Breitbandausbau.
Zukunft des ITZBund
Parallel zum Haushalt haben BMDS und das Bundesfinanzministerium (BMF) eine Vereinbarung zur Zukunft des ITZBund getroffen. Unter Beteiligung des ITZBund starten beide Häuser ein gemeinsames Projekt mit dem Ziel, die Aufteilung der Aufgaben bis Ende 2026 abzuschließen. Das BMDS übernimmt ab sofort die fachliche Zuständigkeit über zentrale Aufgaben des ITZBund für die IT des Bundes. Beispielsweise übernimmt das BMDS ab sofort den Vorsitz im Verwaltungsrat des ITZBund. BMF und BMDS wollen während der Übergangszeit eng zusammenarbeiten und eine uneingeschränkte Aufgabenerledigung des ITZBund sicherstellen. Die Mittel für das ITZBund sollen zu einem späteren Zeitpunkt in den Einzelplan des BMDS übergehen.
Niedersachsen: Neue Strukturen bringen Digitalisierung voran
[04.09.2026] Ein Jahr nach der Neuordnung seiner Digitalpolitik zieht Niedersachsen eine positive Bilanz: Zuständigkeiten wurden neu geordnet, Strukturen geschaffen, wichtige Fortschritte sind sichtbar. Nun sollen Verwaltungsdigitalisierung, KI und Cyber-Sicherheit weiter vorankommen. mehr...
Digitalpolitik: Kabinettsklausur in Neuhardenberg
[31.08.2026] Bei ihrer Kabinettsklausur in Neuhardenberg beriet die Bundesregierung unter anderem über industrielle KI, digitale Souveränität und Bürokratieabbau. Mit weniger Berichtspflichten sowie schnelleren Genehmigungen und Unternehmensgründungen will sie die Wirtschaft entlasten. mehr...
Bundeshaushalt 2027: Digitaletat steigt auf 1,44 Milliarden Euro
[27.08.2026] Der Haushaltsentwurf 2027 sieht für das Bundesdigitalministerium höhere Ausgaben für die IT-Infrastruktur und mehr Mittel aus dem Sondervermögen vor. Schwerpunkte sind Breitbandausbau und Verwaltungsdigitalisierung. Bei Mobilfunk und Registermodernisierung wird dagegen gekürzt. mehr...
Bitkom: Wie digital sind Berlins Parteien?
[24.08.2026] Welche Berliner Parteien passen bei digitalpolitischen Fragen zu den eigenen Positionen? Zur Abgeordnetenhauswahl am 20. September gleicht der neue Bitkomat die Antworten der Nutzerinnen und Nutzer auf 20 Thesen mit den Angaben der im Parlament vertretenen Parteien ab. mehr...
Bremen: Leitplanken für Verwaltungs-KI
[21.08.2026] Der Bremer Senat hat jetzt eine KI-Strategie für die Verwaltung beschlossen. Sie soll den Einsatz der Technologie mit sieben Handlungsschwerpunkten und 39 Projekten verbindlich steuern, um Verfahren zu beschleunigen, Beschäftigte zu entlasten und die Datenhoheit zu sichern. mehr...
Schleswig-Holstein/Dänemark: Zwei Digitalregionen rücken zusammen
[20.08.2026] Schleswig-Holstein und Dänemark vertiefen ihren Austausch zur digitalen Verwaltung. In Flensburg diskutierten Fachleute aus Verwaltung, Wirtschaft und Technologie über erfolgreiche gemeinsame Projekte sowie Ansätze für die weitere Zusammenarbeit, etwa bei Verwaltungsdigitalisierung, Cyber-Sicherheit und Open Source. mehr...
Berlin: Start des Digitalchecks
[14.08.2026] Werden Gesetze von Anfang an digitaltauglich gestaltet, können Verfahren beschleunigt und Verwaltungskosten gesenkt werden. Für die dahingehende systematische Prüfung von Gesetzesvorhaben in ihrer Frühphase hat sich der Begriff „Digitalcheck“ etabliert. Einen solchen hat nun auch das Land Berlin beschlossen. mehr...
Mecklenburg-Vorpommern: Zwei Strategien für digitale Verwaltung
[10.08.2026] Mecklenburg-Vorpommern ordnet die Verwaltungsdigitalisierung mit zwei Strategien neu: Eine bündelt 43 Maßnahmen für die Landesverwaltung bis 2030. Die andere legt in zwölf Grundsätzen fest, wie Land und Kommunen digitale Vorhaben gemeinsam planen, priorisieren und umsetzen. mehr...
Baden-Württemberg: Maßnahmen zum Bürokratieabbau
[05.08.2026] Die Modernisierung des Staatswesens zählt in Baden-Württemberg zu den zentralen Vorhaben der laufenden Legislaturperiode. Nun hat die Landesregierung wichtige Strukturentscheidungen zum Bürokratieabbau getroffen und das Effizienzgesetz auf den Weg gebracht. mehr...
Brandenburg: Immer mehr Fokusdienste angebunden
[04.08.2026] Brandenburg informiert über den Roll-out der 15 von Bund und Ländern priorisierten Fokusleistungen. Fünf sind bereits vollständig umgesetzt, bei mehreren weiteren wurden in den vergangenen Monaten zusätzliche Stellen angebunden. mehr...
Bayern: Weiß-blaue Erfolgsbilanz
[28.07.2026] Bayerns Digitalminister Fabian Mehring zog im Landtag eine ausgesprochen wohlwollende Bilanz der eigenen Digitalpolitik. Den Freistaat sieht er bei der Digitalisierung von Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft auf Kurs und bei der Verwaltungsdigitalisierung bereits als Taktgeber Deutschlands. mehr...
Mecklenburg-Vorpommern: Beitritt zum Zweckverband eGo-MV
[28.07.2026] Mecklenburg-Vorpommern tritt dem kommunalen Zweckverband eGo-MV bei. Land und Kommunen wollen damit ihre Zusammenarbeit bei IT-Infrastrukturen, Standards und gemeinsamen Digitalisierungsprojekten verbindlicher organisieren. mehr...
Deutschland/Frankreich: Kooperation bei KI-Sicherheit und digitaler Souveränität
[27.07.2026] Deutschland und Frankreich bauen ihre Zusammenarbeit bei KI-Sicherheit und digitaler Souveränität aus. Die Vereinbarungen sollen gemeinsame Bewertungen leistungsfähiger KI-Modelle ermöglichen und Europas Rolle bei der sicheren Nutzung von Künstlicher Intelligenz stärken. mehr...
BMDS: One-Stop-Shop für die Sozialverwaltung
[21.07.2026] Die Sozialplattform soll zum zentralen digitalen Zugang für Sozialleistungen ausgebaut werden. Vorgesehen sind durchgängig digitale Verfahren, Registerabrufe über NOOTS sowie perspektivisch die Anbindung von Deutschland-App und EUDI-Wallet. mehr...
Sachsen/Thüringen: Die Verwaltung soll schneller werden
[16.07.2026] Sachsen und Thüringen wollen Verwaltungsverfahren vereinfachen und beschleunigen und haben dazu neue Gesetzespakete auf den Weg gebracht. Thüringen konzentriert sich vor allem auf das Baurecht, während Sachsen einen breiten Umbau des Landesrechts plant. mehr...














