Sachsen-AnhaltDigitaler Fortschritt für den Acker

[12.08.2025] In Groß Germersleben in Sachsen-Anhalt ging eine neue digitale Wetterstation in Betrieb. Sie ist Teil eines erweiterten Messnetzes, das Landwirten präzisere Daten für Planung, Pflanzenschutz, Bewässerung und Ernte liefert.
Landwirtin steht auf einem erntereifen Getreidefeld und schaut auf ihr Handy, im Hintergrund ein Mähdrescher.

Landwirtinnen und Landwirte brauchen verlässliche Wetterdaten. In Sachsen-Anhalt bringt ein Wetterstationsnetz digitalen Fortschritt auf die Felder.

(Bildquelle: nicexray/123rf.com)

Wie wird das Wetter? Für Landwirtinnen und Landwirte ist diese Frage weit mehr als ein harmloses Smalltalk-Thema – sie ist ein entscheidender Faktor für ihre tägliche Arbeit und die wirtschaftliche Existenz. In Sachsen-Anhalt hilft ein neues digitales Wetterstationsnetz bei der effizienten und nachhaltigen Planung von Pflanzenschutz, Bewässerung Ernte und Betriebslogistik, berichtet das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten. In Groß Germersleben (Landkreis Börde) hat Landwirtschaftsstaatssekretär Gert Zender gemeinsam mit Vertretern der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG) eine der neuen Wetterstationen offiziell vorgestellt. „Digitale Wetterdaten sind kein Selbstzweck, sie sind der Schlüssel für eine moderne Landwirtschaft. Sie helfen unseren Landwirtinnen und Landwirten ganz konkret dabei, bessere Entscheidungen zu treffen. Weniger Pflanzenschutzmittel, mehr Planungssicherheit – das ist Digitalisierung, die ankommt“, so Zender.

Wetterinformationen so wichtig wie Maschinenkraftstoff

Groß Germersleben ist eine von insgesamt acht digitalen Messstellen, die das bestehende Netz aus derzeit 44 Stationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und drei Stationen des Amtes für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF Süd) ergänzen. Ziel ist es, aktuelle und belastbare Wetterdaten flächendeckend zur Verfügung zu stellen – sowohl für die Agrarverwaltung als auch für landwirtschaftliche Betriebe. Diese Daten sind die Grundlage für moderne Prognosemodelle, etwa zur Vorhersage von Schädlingsbefall oder Pflanzenkrankheiten. „Flächendeckende digitale Wetterdaten sind für uns genauso wichtig wie der Diesel für unsere Maschinen“, beschreibt Landwirt Sven Borchert die Vorteile der neuen Station, die auf einer seiner Flächen steht. „Ich rufe die Werte jeden Morgen als Erstes ab – ohne standortgenaue Wetterdaten könnten wir viele Entscheidungen gar nicht fundiert treffen. Wann wir säen, wie wir düngen, ob wir Pflanzenschutz anwenden – all das hängt vom Wetter ab. Je genauer die Daten, desto besser können wir arbeiten.“

Daten bundesweit nutzbar

Die Wetterdaten aus Sachsen-Anhalt werden direkt an das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück (DLR R-N-H) übermittelt, mit dem das Land im Rahmen der GeoBox-Infrastruktur eng zusammenarbeitet. Dort werden sie qualitätsgesichert aufbereitet, in das Informationssystem „Integrierte Pflanzenproduktion (ISIP)“ eingespeist und für Prognosemodelle des amtlichen Pflanzenschutzdienstes genutzt. Gemeinsam mit der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG) werden die Daten zudem im Partnernetz des Deutschen Wetterdienstes bereitgestellt und so auch bundesweit für agrarmeteorologische Beratungen nutzbar gemacht.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Panorama
 Verschiedene Mobilitätsicons von Bus über Auto bis Bahn liegen auf einer Baden-Württemberg-Karte.

Baden-Württemberg: Digitales Verkehrsmodell

[06.01.2026] Ein landesweites Verkehrsmodell bildet den Auto-, Bus-, Bahn-, Rad- und Fußverkehr sowie den Güterverkehr in Baden-Württemberg nun digital ab. Mit dem Modell steht dem Land künftig ein zentrales, leistungsfähiges Planungswerkzeug zur Verfügung. mehr...

Sachsen-Anhalt: Erneut Digitalisierungsideen gesucht

[06.01.2026] Das Land Sachsen-Anhalt sucht im Rahmen des Innovationswettbewerbs erneut innovative Digitalisierungsideen für die öffentliche Verwaltung. Noch bis zum 13. Februar können Ideen eingereicht werden. mehr...

Drei Frauen sitzen vor einem Plakat mit der Aufschrift "Arbeit neu gestalten"

Work4Germany: Fellowship für einen zukunftsfähigen Staat

[15.12.2025] Digitalisierung bedeutet nicht nur die Einführung neuer Technologien – sie verändert auch die Zusammenarbeit. Mit seinem Fellowship Programm Work4Germany möchte der DigitalService neue Arbeitsweisen in der Bundesverwaltung verankern. Die Bewerbungsfrist für den nächsten Durchgang startet jetzt. mehr...

Größere Menge von blauen, runden Aufklebern mit der Aufschrift "Servicestandard hilft", die auf einer weißen Tischplatte liegen.

Standardisierung: Standardverordnung Onlinezugang praktisch umsetzen

[12.12.2025] Im Juni hat der IT-Planungsrat die Standardverordnung Onlinezugang beschlossen, die im Oktober in Kraft getreten ist. Damit werden verbindliche Qualitätsanforderungen formuliert, welche die Verwaltung mit ihren digitalen Angeboten einhalten muss. DIN SPEC 66336 und der Servicestandard helfen, diese Vorgaben umzusetzen. mehr...

Person mit Laptop auf dem Sofa

Bitkom-Befragung: Digitalpolitik ist den Deutschen wichtig

[02.12.2025] Eine neue Bitkom-Befragung zeigt: Die meisten Menschen wollen endlich einfache Online-Behördengänge. Auch Datenschutz, digitale Teilhabe und mehr Sicherheit im Netz zählen zu den wichtigsten Anliegen. Digitalpolitik ist für viele von großer Bedeutung. mehr...

Gruppenfoto mit sechs Personen

Gesetzgebung: Praxisaustausch zum Digitalcheck

[01.12.2025] Im November fand zum zweiten Mal das Bund-Länder-Treffen zum Digitalcheck statt, auch Vertreterinnen und Vertreter der Europäischen Kommission waren dabei. Die Teilnehmenden tauschten sich über Erfahrungen und Chancen praxis- und digitaltauglicher Gesetzgebung aus. mehr...

Gruppenfoto der Mitglieder des Kompetenzteams Datenschutz des IT-Planungsrats.

IT-Planungsrat: Klausur des Kompetenzteams Datenschutz

[19.11.2025] Das Kompetenzteam Datenschutz – eines von drei Arbeitsformaten innerhalb des vom IT-Planungsrat strategisch vorangetriebenen Schwerpunkts Datennutzung – traf sich in Hamburg, um die Weichen für das Jahr 2026 zu stellen. mehr...

Karsten Wildberger am Messestand der eWA.

BMDS: Digitale Wohnsitzanmeldung als Erfolgsmodell

[18.11.2025] Rund 55 Millionen Bundesbürger haben Zugriff auf den Onlinedienst „elektronische Wohnsitzanmeldung“, um sich nach einem Umzug ohne Amtsbesuch umzumelden. Das BMDS sieht dies als Beleg, dass „Einer für Alle“ die beste Lösung für schnelle Flächendeckung ist. mehr...

Rauchende Schornsteine auf einem Hausdach vor blauem Himmel

Bayern: Kehrbuchdaten digital abrufen

[17.11.2025] Die sogenannten Kehrbuchdaten – Aufzeichnungen des Schornsteinfegers über seine Tätigkeiten in einem bestimmten Gebiet – können bayerische Kommunen künftig digital und an zentraler Stelle abrufen. mehr...

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (li.) und Bundesdigitalminister Karsten Wildberger vor einer Werbewand für die neue App.

BMV: Nie mehr den Kfz-Schein suchen

[11.11.2025] Mit der neuen i-Kfz-App erreicht die Digitalisierung von fahrer- und fahrzeugbezogenen Papieren eine weitere Etappe: Bürgerinnen und Bürger können ihren Fahrzeugschein nun digital auf dem Smartphone mitführen – rechtlich anerkannt und jederzeit abrufbar. mehr...

Wehende Brandenburg-Flagge mit dem Landeswappen, das einen Adler zeigt.

Brandenburg: Neuer Standort für die DigitalAgentur

[10.11.2025] Die DigitalAgentur Brandenburg spielt eine zentrale Rolle bei der Digitalisierung des Landes – und ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Ressorts, Landesverwaltung, Kommunen und externen Partnern. Nun hat sie ihren neuen Standort in Babelsberg bezogen. mehr...

Hände und Torso einer mutmaßlich weiblichen Person, die mit nachdenklicher Pose ein Smartphone hält.

Thüringen: App für Beratung und mehr Sicherheit

[05.11.2025] Thüringen testet in seiner Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl die App Saba, mit der psychosoziale Belastungsfaktoren bei Geflüchteten frühzeitig erkannt werden sollen. Das Modellprojekt will Schutzbedarfe systematisch erfassen und gezielte Hilfe schneller verfügbar machen. mehr...

Schlfendes Baby, im Vordergrund hält eine Hand in Smartphone

Once Only: Entlastung beim Elterngeldantrag

[30.10.2025] Noch in diesem Jahr soll bundesweit eine Lösung zur Verfügung stehen, die Elterngeldstellen den elektronischen Abruf von Einkommensteuerdaten direkt vom zuständigen Finanzamt erlaubt. Entwickelt wurde diese im Rahmen des Verbundprojekts Konsens. mehr...

Durch Hochwasser verschlammter Fußboden in einem Haus, eine Person mit Gummistiefeln macht sauber.

Nordrhein-Westfalen: Innovative Technik für den Hochwasserschutz

[27.10.2025] Durch die Erderwärmung nehmen Starkregen- und Hochwasserereignisse zu. Das Land Nordrhein-Westfalen erprobt in einem Modellvorhaben dichte Sensornetze und Künstliche Intelligenz, um die Wasserstände auch kleinerer Gewässer zu beobachten und zu prognostizieren. mehr...

Hauptsitz des ITZBund in Bonn – Blick aus der starken Froschperspektive auf die ockerfarbene Klinkerfassade und Messingschild mit Bundesadler.

ITZBund: IT-Dienstleister des Bundes mehrfach ausgezeichnet

[27.10.2025] Mehrere renommierte Auszeichnungen würdigen die Arbeit des ITZBund. Für Open-Source-Initiativen, nachhaltige Softwareentwicklung und nutzerfreundliche Weblösungen wurde der IT-Dienstleister auf gleich mehreren Fachveranstaltungen prämiert. mehr...