Schleswig-HolsteinDigitalisierungscheck und Green IT
Die digitale Umsetzbarkeit von Verordnungen und Gesetzen soll in Schleswig-Holstein zur Regel, der analoge Vollzug zur Ausnahme werden. Das erklärte jetzt Digitalisierungsminister Dirk Schrödter anlässlich der Einführung eines Digitalisierungschecks in dem Bundesland. Es sei extrem aufwendig und koste viel Zeit, erst im Nachhinein Verordnungen und Gesetze digitalkompatibel zu machen. Stattdessen sollen digitale Prozesse und modernes Daten-Management gleich bei der Normsetzung mitgedacht werden, sodass neue und veränderte Verfahren direkt digital umsetzbar seien. „Das Identifizieren von Hemmnissen ist wie in den Rückspiegel schauen“, sagte der Minister. „Wir sehen, was hinter uns liegt. Wir wollen aber durch die Frontscheibe gucken. Mit der Einführung eines Digitalchecks schauen wir durch die Frontscheibe und sorgen dafür, dass Digitalisierungshürden gar nicht erst entstehen.“
Wichtig sei außerdem, Digitalisierung und Klimaschutz in Einklang zu bringen. Das Land habe deshalb auch eine Green-IT-Strategie entwickelt mit dem Ziel, Kohlendioxid-Emissionen aus der Informationstechnik zu senken. „Die Digitalisierung gibt uns Werkzeuge an die Hand, die uns den Umbau hin zur Klimaneutralität erleichtern“, sagte Schrödter. „Wichtig ist, dass wir diese Erfolge nicht mit der gleichen Technologie wieder einreißen. Wir müssen zu mehr Digitalisierung bei weniger Verbrauch kommen. Daher wollen wir Schleswig-Holsteins Position als führender Green-IT-Standort ausbauen.“ Zusätzliche zehn Millionen Euro seien für energiesparende Schritte im Digitalbereich vorgesehen. „Dabei geht es nicht alleine um Emissionsminderung“, erklärte Schrödter. „Wir wollen auch bei der Hardware mit weniger Ressourcen auskommen und dafür eine Kreislaufwirtschaft etablieren. Als Landesverwaltung müssen wir alle Möglichkeiten ausloten, wie wir die Digitalisierung klimaschonend hochfahren können.“ Wichtig sei dabei, die Unternehmen und die Menschen im Land mitzunehmen.
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