BSI/ANSSIGemeinsame Kriterien zur Cloud-Souveränität

BSI und ANSSI wollen gemeinsam einheitliche Kriterien für sichere und souveräne Cloud-Dienste eintwickeln.
(Bildquelle: iunewind/123rf.com)
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und sein französisches Pendant, die Agence Nationale de la Sécurité des Systèmes d’Information (ANSSI), haben sich im Vorfeld des deutsch-französischen Digitalgipfels auf eine enge Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Cloud-Sicherheitskriterien – auf Grundlage des im Oktober verabschiedeten EU Cloud Sovereignty Framework – verständigt. Zudem soll eine Methodik erarbeitet werden, mit der überprüft werden kann, inwieweit diese Kriterien erfüllt werden, einschließlich der Festlegung von Ausschlusskriterien. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung der beiden nationalen Cybersicherheitsbehörden hervor. Organisationen im öffentlichen wie auch im privaten Sektor sollen eine klare Orientierung und Empfehlungen erhalten, wie sie Cloud-Dienste mit den erforderlichen Souveränitätsanforderungen auswählen können.
Das Cloud Sovereignty Framework der Europäischen Komission wie auch die neue Vereinbarung von BSI und ANSSI adressieren das Problem uneinheitlicher Sicherheitsanforderungen innerhalb der EU: Die Mitgliedsstaaten haben bisher jeweils eigene Vorgaben und teilweise auch eigene Zertifizierungen für Cloudsicherheit. Dies soll sich nun ändern.
In Zeiten zunehmender geopolitischer Spannungen werde es immer wichtiger, dass die EU und ihre Mitgliedsstaaten Souveränität erlangten. „Um dies zu erreichen, müssen wir einen unterbrechungsfreien Betrieb von Diensten sicherstellen und eine wirksame Kontrolle über unsere sensiblen Daten in Cloud-Umgebungen behalten“, so BSI-Präsidentin Claudia Plattner. ANSSI-Generaldirektor Vincent Strubel betonte, man wolle „gemeinsam die Risiken angehen, die für die Cybersicherheit aus extraterritorialen Gesetzen oder Abhängigkeiten entstehen, und den Weg für eine gemeinsame Antwort auf diese Risiken ebnen“.
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