Rheinland-PfalzMobilfunkpakt wirkt

[12.02.2024] Flächendeckender leistungsfähiger Mobilfunk – um dieses Ziel zu erreichen, haben Rheinland-Pfalz und die vier großen Netzbetreiber 2022 den Mobilfunkpakt geschlossen. Eine Zwischenbilanz zeigt nun, dass der Ausbau gut vorankommt. Über 560 neue Mobilfunkmasten wurden errichtet, zahlreiche Standorte für 4G und 5G umgebaut.
Das Bild zeigt einen Mobilfunkmast.

Mobilfunkmast: In Rheinland-Pfalz sollen bis Ende des Jahres 850 neue Standorte erschlossen werden.

(Bildquelle: Vodafone)

Im November 2022 haben das Land Rheinland-Pfalz und die derzeit vier Betreiber von Mobilfunknetzen in Deutschland – Deutsche Telekom, Vodafone, o2 Telefónica sowie 1&1 Mobilfunk – einen Mobilfunkpakt geschlossen. Die Vereinbarung enthält gemeinsame Ziele, konkrete Ausbauzusagen der Unternehmen und politische Maßnahmen, um den flächendeckenden Ausbau mit leistungsfähigem Mobilfunk voranzutreiben. Nun haben der rheinland-pfälzische Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer und die vier Betreiberfirmen eine positive Zwischenbilanz zur Umsetzung gezogen.

Ausbauzusagen wurden gehalten

Wie das Digitalministerium bekannt gibt, wurden in Rheinland-Pfalz seit 2022 566 neue Mobilfunkmasten errichtet, hinzu kommen über 1.200 Standorte, die auf den neuesten Mobilfunkstandard 5G aufgerüstet wurden. Der Mobilfunkpakt hatte zum Ziel, bis Ende 2024 850 Standorte neu zu errichten und 2.700 bestehende Standorte auf den Standard 4G sowie 3.000 Standorte auf den Standard 5G aufzurüsten. Damit haben die vier Mobilfunknetzbetreiber schon jetzt bereits knapp 67 Prozent ihrer Ausbauzusagen bei den neuen Anlagen erreicht. Bei den 4G-Erweiterungen sind mit 57,04 Prozent bereits mehr als die Hälfte der zugesagten Maßnahmen umgesetzt, darüber hinaus wurden 40,3 Prozent der Erweiterungen auf den neuesten Standard 5G realisiert. Für das laufende Jahr 2024 wird mit weiteren deutlichen Zuwächsen gerechnet.

Land setzt Vereinfachungen um

Auch das Land habe seine Zusagen aus dem Mobilfunkpakt erfüllt und bereits Ende 2022 die Landesbauordnung angepasst, um den Bau von Mobilfunkanlagen zu erleichtern. Weitere Vereinfachungen sind vorgesehen. Die Clearingstelle Mobilfunk, die seit 2020 in einer Vielzahl von Problemfällen vermittelnd unterstützen konnte, will ihr Angebot in diesem Jahr durch eine Mobilfunk-Toolbox erweitern, die verschiedene Angebote für Mobilfunkbetreiber und Kommunen bündelt. Im Rahmen des Runden Tischs Mobilfunk kündigte Digitalminister Schweitzer zudem die erste landesweite Mobilfunkmesswoche an. Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, im Mai 2024 mithilfe der Funkloch-App der Bundesnetzagentur die Netzverfügbarkeit ihrer Mobilfunkanbieter zu erfassen. Die anonymisierten Daten sollen das Monitoring der Bundesnetzagentur erweitern und zudem durch Messfahrten ergänzt werden.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Breitband
Michael Jungwirth, Minister Olaf Lies und Stefan Rüter unterzeichnen die Ausbau-Offensive für Niedersachsen.

Glasfaser: Ausbaupartnerschaft für Niedersachsen

[23.02.2024] Einen Kooperationsvertrag für den zügigen Auf- und Ausbau der Gigabit-Versorgung im Land hat Niedersachsen mit Vodafone und dem Joint-Venture OXG Glasfaser geschlossen. Die Maßnahmen berücksichtigen von der Kabel-Glasfaser über die FTTH-Glasfaser für das Festnetz bis hin zu 5G+ im Mobilfunk alle verfügbaren Gigabit-Technologien. mehr...

EU-Flaggen wehen vor einem mpodernen Gebäude.

Gigabit Infrastructure Act: Verschenkte Chancen

[19.02.2024] In Brüssel wurde eine Einigung zum Gigabit Infrastructure Act erzielt, der den EU-weiten Ausbau von Gigabitnetzen beschleunigen soll. Der BREKO zeigt sich nur teilweise zufrieden: Die Doppelausbau-Problematik werde zwar nicht verschärft, der Glasfaserausbau in Deutschland aber nicht wesentlich erleichtert. mehr...

Das Bild zeigt symbolisch den Glasfaserausbau auf einer Deutschlandkarte. Integriert sind Elemente, die den Sicherheitsaspekt betonen.

BREKO: Infrastrukturatlas – aber dezentral

[09.02.2024] Der BREKO hat ein Konzept für einen dezentralen Infrastrukturatlas erarbeitet. Dieser soll den am Glasfaser- und Mobilfunkausbau Beteiligten relevante Informationen schnell zugänglich machen und sensible Daten besser schützen. Den Vorschlag sieht der BREKO als Alternative zum zentralen Infrastrukturatlas im Gigabit-Grundbuch. mehr...

Blick von einer Autobahnbrücke, im Vordergrund eine Hand, die ein Handy mit 5G-Logo hochhält.

Vodafone/Bund: 5G-Netz an den Autobahnen

[23.01.2024] Die Autobahn-Gesellschaft des Bundes und Vodafone wollen kooperieren, um den 5G-Netzausbau an den Autobahnen zu beschleunigen. Die Standortsuche und der Ausbau entlang der Autobahnen soll erleichtert werden. Bis Ende 2026 sollen mehr als 1.100 Bauvorhaben an Autobahnen starten. mehr...

Das Bild zeigt Thomas Strobl, Minister für Inneres und Digitales, Baden-Württemberg

Baden-Württemberg: Breitbandbericht veröffentlicht

[22.01.2024] Das baden-württembergische Digitalisierungsministerium sieht das Land beim Ausbau schneller Internet-Verbindungen auf Erfolgskurs. Laut aktuellem Breitbandbericht, wurden im vergangenen Jahr rund 74.000 neue Glasfaseranschlüsse gelegt. mehr...

Das Bild zeigt die Verlegung von Glasfaserkabeln.

Gigabit Infrastructure Act: Desktruktives Verhalten verhindern

[11.01.2024] In Brüssel wird über den Gigabit Infrastructure Act zum Breitbandausbau in den EU-Mitgliedstaaten entschieden. In einem gemeinsamen Positionspapier fordern die Verbände BREKO und BDEW die EU auf, investitionsfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen. mehr...

Digitalverbände: Gigabitförderung überarbeiten

[14.12.2023] Die Digitalverbände ANGA, Bitkom, BREKO, BUGLAS und VATM fordern den Bund auf, die Gigabitförderung ab 2024 auf eine Milliarde Euro pro Jahr zu reduzieren. Das sei nicht nur angesichts der kritischen Haushaltslage angebracht, sondern auch, um den nur begrenzt zur Verfügung stehenden Baukapazitäten gerecht zu werden und eine erneute Antragsflut zu verhindern. mehr...

bericht

BREKO-Jahrestagung: Glasfaser für alle

[05.12.2023] Der Glasfaserausbau in Deutschland macht gute Fortschritte. Auf der Jahrestagung des Bundesverbands Breitbandkommunikation (BREKO) fordert die Branche weniger staatliche Förderung und weniger Bürokratie. mehr...

Telekom: Mobilfunkmast an der A1 errichtet

[27.11.2023] Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Autobahn GmbH des Bundes hat die Deutsche Telekom nun den ersten von insgesamt 400 geplanten neuen Mobilfunkmasten entlang deutscher Autobahnen errichtet. mehr...

Gigabit-Symposium: Der Ausbau muss erleichtert werden

[20.11.2023] Anlässlich des Gigabit-Symposiums 2023 in Berlin fordern die teilnehmenden Telekommunikations- und IT-Verbände eine Verbesserung der politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen für den Netzausbau. Anders ist der angestrebte flächendeckende Ausbau bis 2030 nicht zu erreichen. mehr...

Der BREKO fordert eine entschiedenere Steuerung durch das BMDV beim Glasfaserausbau.

BREKO: Kritik am Glasfaser-Doppelausbau

[25.10.2023] Mehr Steuerung durch das BMDV wünscht sich der BREKO beim Glasfaserausbau. Sowohl der strategisch betriebene Glasfaser-Doppelausbau als auch die Vergabe von Fördermitteln an Regionen, in denen ein eigenwirtschaftlicher Ausbau möglich sei, gefährdeten die Ausbauziele des Bundes. mehr...

In Hessen fällt das Fazit zum Glasfaserpakt positiv aus: Das Zwischenziel von 530.000 Glasfaseranschlüssen wurde fast erreicht.

Hessen: Ein Jahr Glasfaserpakt

[23.10.2023] Mit dem Glasfaserpakt wollte die hessische Landesregierung vor allem den eigenwirtschaftlichen Ausbau steigern und schneller eine flächendeckende Glasfaserversorgung im Land erreichen. Ein erstes Fazit fällt positiv aus: Das Zwischenziel von 530.000 Glasfaseranschlüssen wurde fast erreicht. mehr...

Um eine flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet zu erreichen

Brandenburg: Strategiepapier zum Glasfaserausbau

[20.10.2023] Um den Glasfaserausbau in Regionen voranzubringen, die bisher weder eigenwirtschaftlich noch durch geförderten Ausbau erschlossen werden konnten, hat das Land Brandenburg eine Gigabitstrategie vorgestellt. mehr...

Andreas Pfisterer

Niedersachsen: Deutsche Glasfaser und Land kooperieren

[18.09.2023] Das Niedersächsische Wirtschafts- und Digitalministerium und die Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser haben eine Kooperationsvereinbarung zum weiteren Glasfaserausbau im Land geschlossen. Demnach sollen bis 2027 rund und 950.000 Anschlüsse entstehen. mehr...