Nordrhein-WestfalenLagebild zur digitalen Gesellschaft

[30.07.2019] Auf Basis des D21-Digital-Index 2018/2019 ist eine Sonderauswertung für Nordrhein-Westfalen erstellt worden. Der ermittelte Indexwert von 55 Punkten liegt mit dem bundesdeutschen Wert gleichauf.

Ein detailliertes Lagebild der digitalen Gesellschaft in Nordrhein-Westfalen haben jetzt die Landesregierung und die Landesanstalt für Medien NRW veröffentlicht. Wie die Initiative D21 berichtet, geht die Untersuchung auf den D21-Digital-Index 2018/2019 (wir berichteten) zurück. Das nordrhein-westfälische Lagebild messe den Digitalisierungsgrad in der Bevölkerung, stelle Vergleiche mit bundesdeutschen Werten an und zeige, wie die Menschen in Nordrhein-Westfalen den technologischen Fortschritt in ihrem Privat- und Berufsleben adaptieren. Thematische Schwerpunkte sind die Bereiche Smart Home, E-Health sowie Veränderungen der Arbeitswelt durch die Digitalisierung.
Der Index gebe den Digitalisierungsgrad auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten wieder und fasse die Subindizes Zugang, Nutzungsverhalten, Kompetenz und Offenheit in einer Kennzahl zusammen. Demnach weist die nordrhein-westfälische Bevölkerung einen mittleren Wert von 55 Punkten auf und liegt somit gleichauf mit dem bundesdeutschen Wert.
Auch beim Index für Nordrhein-Westfalen wird die Bevölkerung in verschiedene Nutzergruppen und -typen mit spezifischen Merkmalen eingeteilt. Die größte Gruppe in NRW ist laut Initiative D21, ebenso wie in Gesamtdeutschland, die der Digital Mithaltenden (43 Prozent). Die Digital Abseitsstehenden machen 21 Prozent aus, die Gruppe der Digitalen Vorreiter zählt 36 Prozent. Die Internet-Nutzung sei in Nordrhein-Westfalen nach dem Start mit 38 Prozent im Jahr 2001 über 65 Prozent vor zehn Jahren auf mittlerweile 84 Prozent gestiegen. Hier liege NRW im Mittelfeld der Bundesländer. Ein Zuwachs sei insbesondere auf die Altersgruppen über 50 und die bessere Nutzung über das Mobilfunknetz zurückzuführen.
Soziale Medien werden in NRW grundsätzlich mehr von jüngeren und besser gebildeten Menschen genutzt. Eine Sonderfrage adressiert die Erwartungen der nordrhein-westfälischen Bürger an Medienkompetenzangebote. Das Ergebnis zeige, dass trotz unterschiedlich ausgeprägter Faktoren wie Digitalkompetenz und Nutzungsbreite übergreifend der Wunsch nach mehr Unterstützung besteht.
Für die NRW-Sonderauswertung wurden laut Initiative D21 1.033 Vor-Ort-Interviews in dem Bundesland durchgeführt. Der Digitalindex unterstütze die Umsetzung der im April verabschiedeten Digitalstrategie der Landesregierung.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik
Business-Porträt des desginierten Digitalministers Karsten Wildberger.

Politik: Karsten Wildberger wird Digitalminister

[29.04.2025] Die Union setzt mit Karsten Wildberger als Digitalminister auf einen erfahrenen Manager. Verbände fordern nun rasch Klarheit über Kompetenzen und Ressourcen des neuen Ressorts. mehr...

Wehende Flagge mit dem Landeswappen von Sachsen.

Sachsen: Ziele des Koalitionsvertrags begrüßt

[16.04.2025] Sachsen unterstützt die im neuen Koalitionsvertrag umrissenen digitalpolitischen Vorhaben – darunter antragslose Verwaltungsleistungen, die DeutschlandID und zentrale IT-Kompetenzen des Bundes. Auch eine Grundgesetzänderung hält das Land für notwendig. mehr...

Screenshot des Titelblatts des Jahresberichts der FITKO und des IT-Planungsrats für 2024.

IT-Planungsrat / FITKO: Gemeinsamer Jahresbericht für 2024

[14.04.2025] Im gemeinsamen Jahresbericht für 2024 berichten der IT-Planungsrat und die Föderale IT-Kooperation (FITKO) über ihre Tätigkeiten und Erfolge. Erstmals kommen auch die Gremien, Arbeits- und Projektgruppen zu Wort. mehr...

Blick vom Spreeufer auf das Reichstagsgebäude.

Koalitionsvertrag: Digitalministerium soll kommen

[10.04.2025] Union und SPD haben sich auf einen Koalitionsvertrag verständigt. Kommunen und Verbände begrüßen das geplante Digitalministerium, sehen Fortschritte beim Bürokratieabbau und fordern eine zügige Umsetzung zentraler Vorhaben. mehr...

Blick über gut besetzte Zuschauerreihen zum Podium.

IT-Planungsrat: Fachkongress „Digitalisierung – einfach machen“

[08.04.2025] Der 13. Fachkongress des IT-Planungsrats wurde in diesem Jahr von Niedersachsen ausgerichtet. Mehr als 700 Teilnehmende aus der Verwaltung waren vor Ort in Hannover. Auch das BMI war in diversen Sessions mit dabei. mehr...

Kabinettsklausur in einem hellen Saal mit Barockornamenten, der damalige Bundesjustizminister Marco Buschmann redet.

Bund: Bericht zum Bürokratieabbau

[08.04.2025] Die Bundesregierung hat ihren Bericht zum Bürokratieabbau 2022/2023 vorgelegt. Er enthält auch eine Bilanz zu den Meseberger Beschlüssen und der Bürokratieentlastungsverordnung für Unternehmen und Bürger. mehr...

Louisa Solonar-Unterasinger schaut mit verschränkten Armen lächelnd in die Kamera.

Hessen: CIO und CISO neu besetzt

[07.04.2025] Louisa Solonar-Unterasinger übernimmt in Hessen das Amt der CIO, Ralf Stettner kehrt als CISO ins Innenministerium zurück. Die Landesregierung besetzt damit zwei zentrale Positionen für IT-Steuerung und Informationssicherheit neu. mehr...

OSBA: Luft nach oben bei Open Source

[02.04.2025] Die Open Source Business Alliance sieht im Entwurf der Koalitionsarbeitsgruppe zur Digitalpolitik Nachbesserungsbedarf. Besonders beim Thema Open Source fehle es an klaren Zielvorgaben, auch Angaben zu einem zentralisierten Digitalbudget fehlten bisher. mehr...

Die rheinland-pfälzische Digitalministerin Dörte Schall.

Digitalministerkonferenz der Länder: Digitale Agenda verabschiedet

[01.04.2025] Die Digitalministerkonferenz der Länder hat eine gemeinsame Agenda zur digitalen Zukunft beschlossen. Im Fokus stehen klare Zuständigkeiten in der Verwaltung, der Einsatz von KI, digitale Unabhängigkeit und der Breitbandausbau. mehr...

Sachsen: Doppelhaushalt setzt Fokus auf Digitalisierung

[01.04.2025] 
Die Sächsische Staatskanzlei setzt bei der Verwendung der Mittel, die ihr im Doppelhaushalt 2025/2026 zugebilligt wurden, einen Schwerpunkt auf Digitalisierung und Verwaltungsoptimierung. mehr...

Baden-Württemberg: Entwicklung einer Datenstrategie

[01.04.2025] Für eine gelungene Digitalisierung sind Daten eine unentbehrliche Grundlage. Nun erarbeitet die Landesregierung Baden-Württemberg eine landesweite Datenstrategie. Auf dem Beteiligungsportal können die Eckpunkte der Datenstrategie eingesehen und aktiv an der Ausarbeitung mitgewirkt werden. mehr...

NEGZ: Impulse für die Digitalverfahrensgesetzgebung

[31.03.2025] Unterschiedliche Regelungen auf Bundes- und Landesebene sowie Überschneidungen zwischen verschiedenen Gesetzen stehen einer kohärenten Digitalverfahrensgesetzgebung entgegen. Das NEGZ hat nun ein Impulspapier zur Schaffung rechtssicherer Grundlagen für die Verwaltungsdigitalisierung vorgelegt. mehr...

Gruppenfoto Frühjahrssitzung IT-Planungsrat

IT-Planungsrat: Föderale Digitalstrategie, Teil 2

[27.03.2025] Der IT-Planungsrat hat jetzt den zweiten Teil der Föderalen Digitalstrategie verabschiedet. Die beschlossenen strategische Leitplanken definieren konkrete fachliche Zielstellungen sowie Rahmenbedingungen für die künftigen Umsetzungsvorhaben. Darüber hinaus wurde die langfristige Finanzierung der Deutschen Verwaltungscloud (DVC) gesichert. mehr...

Hessen: Zentrum für digitale Resilienz geplant

[25.03.2025] Deutschland will seine digitalen Infrastrukturen besser vor Krisen und Katastrophen schützen. Bundesinnenministerin Nancy Faeser und Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus unterzeichneten einen Letter of Intent zur Gründung eines nationalen Zentrums für digitale Resilienz. mehr...

Bitkom: Sondervermögen soll Verwaltung digitalisieren

[25.03.2025] Der Digitalverband Bitkom fordert, 100 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen für einen „Digitalpakt Deutschland“ zu nutzen, darunter 10 Milliarden Euro für die Verwaltungsdigitalisierung. Das Geld könnte in moderne Register, föderale Vernetzung und eine sichere Cloudinfrastruktur fließen. mehr...