Nordrhein-WestfalenBibliotheken per Cloud vernetzt

[17.05.2021] In Nordrhein-Westfalen sollen 41 Hochschulbibliotheken bis zum Jahr 2023 auf ein cloudbasiertes IT-System umstellen, um Arbeitsabläufe zu vereinfachen und die Bibliotheken untereinander zu vernetzen. Die ersten sechs Hochschulbibliotheken im Land nahmen das neue Cloud-System nun in Betrieb.

In Nordrhein-Westfalen haben sechs Hochschulbibliotheken eine landesweite cloudbasierte Bibliothekssoftware eingeführt. Wie das Ministerium für Kultur und Wissenschaft mitteilt, ist dies nur der erste Schritt einer umfassenden Modernisierung der Bibliotheksmanagementsysteme. Bei der Cloud-Lösung handle es sich um das von der Firma Ex Libris entwickelte Produkt Alma, das unter Federführung des Hochschulbibliothekzentrums beschafft wurde. Laut eigenen Angaben stellt das Ministerium für das Modernisierungsvorhaben über den Hochschul-Zusammenschluss „Digitale Hochschule NRW“ über eine Dauer von fünf Jahren mehr als zehn Millionen Euro bereit. Ziel sei, die Bibliotheksmanagementsysteme von 41 Hochschulbibliotheken in Nordrhein-Westfalen, der Zentralen Fachbibliothek für die Lebenswissenschaften sowie des Landes-Hochschulbibliothekszentrums bis zum Jahr 2023 sukzessive zu modernisieren. Die Software soll die Bibliotheken untereinander vernetzen, Arbeitsabläufe erleichtern und eine zukünftige Basis zur Verwaltung großer E-Book-Pakete schaffen.
Das Projekt zur Modernisierung der Hochschulbibliotheken startete laut Ministerium bereits im Jahr 2017. Nach einer Konzeptphase habe im Februar 2020 die Implementierungsphase der neuen Bibliothekssoftware begonnen, an der sich zunächst die Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf, die Bibliotheken der Universitäten Bielefeld, Dortmund, Duisburg-Essen, Wuppertal und der Fachhochschule Aachen sowie das Hochschulbibliothekszentrum beteiligt haben. Trotz der Corona-bedingten Herausforderungen sei der ursprünglich vorgesehene Zeitplan eingehalten worden, so das zuständige Ministerium. Eine zweite Gruppe von Hochschulbibliotheken des Bundeslands soll im Juni 2021 mit der Einführung der neuen Cloud beginnen.





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