plusserverVerstärkung für Open-Source-Allianz
Eine Allianz von Open-Source-Herstellern, bestehend aus Nextcloud, Open-Xchange und Univention, will die öffentliche Verwaltung bei der datenschutzkonformen Digitalisierung unterstützen. Dazu haben die Partner zu Beginn des Jahres die Sovereign Productivity Suite (SPS) als alternative Software-Suite für den öffentlichen Sektor angekündigt (wir berichteten). Nun hat plusserver – nach eigenen Angaben ein führender Anbieter von Cloud-Lösungen aus Deutschland und auch Gründungsmitglied von Gaia-X – angekündigt, die Allianz bei der Entwicklung eines SaaS-Angebots und dem Go-To-Market künftig als Infrastruktur-Partner zu unterstützen. Die Initiative hat das Ziel, die Abhängigkeit der öffentlichen Hand von einigen wenigen Anbietern zu reduzieren und eine Alternative anzubieten, die open-source-basiert und offen konzipiert ist und gleichzeitig die hohen Ansprüche an den Datenschutz in Deutschland erfüllt. Ähnlich wie Gaia-X hätten sich die Partner der Allianz das Ziel gesetzt, in Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand und mit ihrer Unterstützung die Weiterentwicklung, Integration und User-Experience einer offenen Software-Lösung kontinuierlich voranzutreiben. Schließlich solle eine vollwertige europäische Alternative zu den Lösungen amerikanischer Software-Konzerne entstehen. Dabei spielten Technologie- und Datensouveränität eine wichtige Rolle – Aspekte, die vor allem für Behörden entscheidend seien, so plusserver. Rechtsunsicherheiten auflösen Eine Marktanalyse des Bundesinnenministeriums stellte fest, dass die überwiegende Mehrheit aller Behörden in Deutschland bisher Office-Produkte von einem einzelnen Unternehmen aus den USA nutzt – aus Mangel an Alternativen, wie plusserver konstatiert. Dies führe nicht nur zu einer Abhängigkeit, sondern gehe auch einher mit großen Datenschutzbedenken. Die anhaltende Rechtsunsicherheit bei der Nutzung von Diensten der außereuropäischen Anbieter solle durch die Bestrebungen der Partner aufgelöst werden. Durch den Betrieb als On-Premises-Lösung in den Rechenzentren der Behörden oder als SaaS-Lösung in einem DSGVO-konformen Rechenzentrum wie dem von plusserver behielten öffentliche Einrichtungen die Kontrolle über die Datenströme und sicherten so ihre digitale Souveränität. Fit für Gaia-X Um den digital souveränen Umgang mit Daten und Prozessen in der Verwaltung zu gewährleisten, wollen die Unternehmen der SPS-Allianz auch dafür sorgen, dass ihre Lösung auch Gaia-X-kompatibel sein wird. Daher bestehe SPS nicht nur aus bewährten Open-Source-Bausteinen, sondern soll auch SCD-fähig (Self-Contained Deployment) sein. Damit sei es möglich, die Sovereign Productivity Suite bald auch als komfortables SaaS-Angebot in der plusserver Cloud zu beziehen. Dies sei besonders für kleinere Einrichtungen der öffentlichen Hand attraktiv, die so ohne große eigene Aufwände eine Open-Source-Produktivitäts- und Kollaborationslösung bereitstellen könnten, erläutert Univention-CEO Peter Ganten. Die Kompatibilität mit Gaia-X solle es Behörden und anderen Institutionen des öffentlichen Sektors in der Zukunft ermöglichen, zusammenzuarbeiten und Informationen auszutauschen, ohne dass dabei Daten ein bestimmtes Rechenzentrum verlassen müssen. Die rechtlich unklare Datenspeicherung auf Online-Kollaborationsplattformen ausländischer Hyperscaler entfalle. So werde die öffentliche Verwaltung nicht nur unabhängiger von einzelnen Anbietern, sondern auch souveräner im Umgang mit Daten der Bürger.
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Open Source: Abhängigkeit wird zum Betriebsrisiko
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Rechenzentrumsstrategie: RZ-Ausbau ist auf Kurs
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OSBA: Open-Source-Quote für IT-Ausgaben
[18.09.2026] Mindestens 20 Prozent der Software-Ausgaben des Bundes sollen nach dem Willen der Open Source Business Alliance künftig in Open-Source-Lösungen fließen. Der Verband schlägt vor, den IT-Zustimmungsvorbehalt des Bundesdigitalministeriums für eine entsprechende Steuerung der Beschaffung einzusetzen. mehr...
IT-Planungsrat: Projekt Infrastructure as Code
[16.09.2026] Der IT-Planungsrat hat ein Projekt zu Infrastructure as Code abgeschlossen. Die Ergebnisse zeigen: Automatisierte Cloud-Infrastrukturen erfordern neben technischen Lösungen auch neue Prozesse, Rollen und Kompetenzen in der Verwaltung. mehr...
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[21.07.2026] Im Programm Dienstekonsolidierung – als Teil der 2015 beschlossenen IT-Konsolidierung des Bundes – wurden für grundlegende Verwaltungsaufgaben ressortübergreifend einheitliche IT-Lösungen entwickelt. Nun ging die Verantwortung für die Weiterführung von 16 Maßnahmen des Programms an das Bundesverwaltungsamt über. mehr...
Registermodernisierung: Once Only erreicht die Praxis
[02.07.2026] Erste Verwaltungsverfahren aus den Bereichen Bauantrag und Gewerbeanmeldung greifen im Echtbetrieb auf das NOOTS zu. In Bayern und Nordrhein-Westfalen fließen somit Informationen, die bereits in öffentlichen Registern vorliegen, direkt in Verwaltungsprozesse ein. mehr...
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[02.07.2026] Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mit Sitz in Nürnberg betreibt seine fast 100 IT-Fachverfahren ab sofort im hochmodernen Rechenzentrum des ITZBund in Bonn. Gestartet wurde das IT-Großprojekt bereits 2017. mehr...
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[29.06.2026] Mit WorkSPACE für indigo ermöglicht das Unternehmen Materna Virtual Solution jetzt ein hochsicheres und ultramobiles Arbeiten. Mitarbeitende von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben seien somit in der Lage, schnell und einfach VS-NfD-eingestufte Informationen mobil auf ihrem iPad oder iPhone zu verarbeiten. mehr...
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[29.05.2026] Die NOOTS-Umsetzung vollzieht den nächsten Schritt: Der IT-Planungsrat stellt 35 Millionen Euro für 16 Pilotvorhaben der Länder bereit. Sie sollen Register und Online-Dienste an das System anbinden und Erkenntnisse für die Umsetzung des Once-Only-Prinzips liefern. mehr...











