BrandenburgInput zum Digitalprogramm

[01.02.2022] In Brandenburg befindet sich der Entwurf zum neuen Digitalprogramm 2025, der im Dezember 2021 vorgestellt wurde, derzeit im Konsultationsverfahren. In diesem Rahmen hat sich nun auch Brandenburgs Digitalbeauftragter Grimm mit verschiedenen, auch kommunalen Verbänden ausgetauscht.

Ende Dezember 2021 hat die Landesregierung Brandenburgs die Entwurfsfassung ihres neuen Digitalprogramms 2025 „#dp25“ vorgestellt (wir berichteten). Das Programm soll die Zukunftsstrategie Digitales Brandenburg von 2018 fortsetzen. Nun haben – auf Einladung des Digitalstaatssekretärs Benjamin Grimm – Vertreter von 17 Verbänden im Rahmen einer Anhörung ihre Expertise zum Entwurf des Digitalprogramms eingebracht. An der Videokonferenz beteiligten sich Experten von Gewerkschaften, Kammern, kommunalen Spitzenverbänden sowie verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen. Bei der Anhörung habe man eine Vielzahl wichtiger Hinweise und Anregungen zum Digitalprogramm erhalten, erklärte Grimm. Nun sei es „unsere Hausaufgabe, diese zu prüfen und das Programm auf dieser Grundlage weiter zu verbessern“, so der Digitalbeauftragte.
Grimm hatte die rund dreistündige Videokonferenz mit einer kurzen Vorstellung des #dp25-Entwurfs eröffnet. Dabei hob er die Schul-Cloud und den geplanten Umbau des Carl-Thiem-Klinikums in Cottbus zum digitalen Leitkrankenhaus als zentrale Schlüsselprojekte hervor. Die Vertreter der Verbände machten in der Anhörung deutlich, dass für den digitalen Fortschritt in Brandenburg eine zeitgemäße digitale Infrastruktur gefragt sei. Diskutiert wurde zudem, dass Digitalisierung für verschiedenste Gesellschaftsgruppen zugänglich sein müsse und digitale Kompetenzen aufgebaut werden müssten. Zudem sollten im Digitalprogramm die Maßnahmenbündel zur Digitalisierung der Wirtschaft und der Verwaltung weiter ausgearbeitet und mit messbaren Zielen angereichert werden.
Viele Verbände hatten gelobt, dass das Digitalprogramm 2025 eine deutliche Fortentwicklung zur Zukunftsstrategie darstelle, berichtet die Staatskanzlei. So habe der Bitkom den ressort- und themenübergreifenden Ansatz hervorgehoben, den das Land verfolge. Damit sei eine schnelle Umsetzung möglich. Es sei entscheidend, dass die Beteiligung der verschiedenen Ressorts effektiv durch die Staatskanzlei koordiniert werde. Das Programm könne auch zukünftig flexibel auf technologische Entwicklungen reagieren, so der Bitkom. Digitalstaatssekretär Grimm betonte, dass der Blick von außen dabei helfe, mögliche Defizite zu identifizieren und weitere Vorhaben sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Das Angebot vieler Verbände, den Prozess weiterhin zu unterstützen, nehme er gerne an. Nur so könne die Digitalisierung in Brandenburg gemeinsam gestaltet werden, so Grimm.
Noch bis zum 15. Februar können Verbände im Rahmen des Konsultationsverfahrens ihre schriftliche Stellungnahme per Mail an digitales@stk.brandenburg.de senden. Im Februar und März 2022 sollen zudem zwei Online-Dialogveranstaltungen stattfinden. Die verabschiedung des Digitalprogramms #dp25 durch das Digitalkabinett ist das Frühjahr 2022 geplant.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik
Gruppenbild vor Holzvertäfelung

Baden-Württemberg: Maßnahmen zum Bürokratieabbau

[05.08.2026] Die Modernisierung des Staatswesens zählt in Baden-Württemberg zu den zentralen Vorhaben der laufenden Legislaturperiode. Nun hat die Landesregierung wichtige Strukturentscheidungen zum Bürokratieabbau getroffen und das Effizienzgesetz auf den Weg gebracht. mehr...

Balkengrafik

Brandenburg: Immer mehr Fokusdienste angebunden

[04.08.2026] Brandenburg informiert über den Roll-out der 15 von Bund und Ländern priorisierten Fokusleistungen. Fünf sind bereits vollständig umgesetzt, bei mehreren weiteren wurden in den vergangenen Monaten zusätzliche Stellen angebunden. mehr...

Mehrere Flaggen mit dem bayrischen blau-weißen Rautenmuster vor blauem Hintergrund.

Bayern: Weiß-blaue Erfolgsbilanz

[28.07.2026] Bayerns Digitalminister Fabian Mehring zog im Landtag eine ausgesprochen wohlwollende Bilanz der eigenen Digitalpolitik. Den Freistaat sieht er bei der Digitalisierung von Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft auf Kurs und bei der Verwaltungsdigitalisierung bereits als Taktgeber Deutschlands. mehr...

Landesdienstflagge Mecklenburg-Vorpommern, nahaufnahme des in Falten liegenden Fahnenstoffes

Mecklenburg-Vorpommern: Beitritt zum Zweckverband eGo-MV

[28.07.2026] Mecklenburg-Vorpommern tritt dem kommunalen Zweckverband eGo-MV bei. Land und Kommunen wollen damit ihre Zusammenarbeit bei IT-Infrastrukturen, Standards und gemeinsamen Digitalisierungsprojekten verbindlicher organisieren. mehr...

Deutschland/Frankreich: Kooperation bei KI-Sicherheit und digitaler Souveränität

[27.07.2026] Deutschland und Frankreich bauen ihre Zusammenarbeit bei KI-Sicherheit und digitaler Souveränität aus. Die Vereinbarungen sollen gemeinsame Bewertungen leistungsfähiger KI-Modelle ermöglichen und Europas Rolle bei der sicheren Nutzung von Künstlicher Intelligenz stärken. mehr...

Hände und Torso einer mutmaßlich weiblichen Person, die mit nachdenklicher Pose ein Smartphone hält.

BMDS: One-Stop-Shop für die Sozialverwaltung

[21.07.2026] Die Sozialplattform soll zum zentralen digitalen Zugang für Sozialleistungen ausgebaut werden. Vorgesehen sind durchgängig digitale Verfahren, Registerabrufe über NOOTS sowie perspektivisch die Anbindung von Deutschland-App und EUDI-Wallet. mehr...

Papierkorb mit zusammengeknülten Papieren, im Hintergrund unscharf ein Fax-Gerät

Sachsen/Thüringen: Die Verwaltung soll schneller werden

[16.07.2026] Sachsen und Thüringen wollen Verwaltungsverfahren vereinfachen und beschleunigen und haben dazu neue Gesetzespakete auf den Weg gebracht. Thüringen konzentriert sich vor allem auf das Baurecht, während Sachsen einen breiten Umbau des Landesrechts plant. mehr...

Läufer, der die Ziellinie eines Rennens auf einer schwarzen Laufbahn überquert, mit Bewqegungsunschärfe.

Bitkom: Digitalvorhaben kommen voran

[13.07.2026] Die Bundesregierung hält in der Digitalpolitik das Tempo: Erstmals sind doppelt so viele Digitalvorhaben begonnen wie noch nicht begonnen. Das geht aus dem neuesten Monitor Digitalpolitik des Bitkom hervor. Der Verband mahnt, begonnene Projekte nun zügig abzuschließen. mehr...

Karsten Wildberger steht vor einer violett-roten Wand zwischen zwei nicht näher benannten Männern, alle im Anzug

BMDS/Hertie School: Forschungsprojekt zur Staatsmodernisierung

[09.07.2026] Das BMDS fördert ein dreijähriges Forschungsprojekt zur Staatsmodernisierung an der Hertie School. Die Plattform soll die Modernisierungsagenden von Bund und Ländern wissenschaftlich begleiten und deren Wirkung unabhängig evaluieren. mehr...

bericht

Baden-Württemberg: Komm.ONE fordert neue Dynamik

[06.07.2026] Die Verwaltungsdigitalisierung in Baden-Württemberg soll deutlich an Tempo gewinnen. Im Mittelpunkt stehen eine engere Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen, verlässliche Finanzierungsmodelle sowie eine stärkere Rolle des kommunalen IT-Dienstleisters bei der Umsetzung zentraler Digitalisierungsprojekte. Auch eine langfristige Annäherung an die Landes-IT BITBW schließen die Verantwortlichen nicht aus. mehr...

Tagungssaal mit runder Tischanordnung, gut besetzt

Ministerpräsidentenkonferenz: Im Schulterschluss zum schlanken Staat

[01.07.2026] Die jüngste Ministerpräsidentenkonferenz hat den ersten Fortschrittsbericht zur Föderalen Modernisierungsagenda beschlossen. In wichtigen Bereichen kam die Umsetzung voran – Bundesdigitalminister Wildberger wie auch der NKR mahnten aber Tempo und weitere strukturelle Entscheidungen an. mehr...

Gruppenfoto: alle IT-PLR-Mitglieder stehen in einem Innneraum nebeneinander und sehen wohlwollend und zufrieden aus

IT-Planungsrat: Der D-Stack gewinnt an Kontur

[22.06.2026] Für die Umsetzung des Deutschland-Stacks wurden einige entscheidende Weichenstellungen vorgenommen. Bei der letzten Sitzung des IT-Planungsrats haben sich Bund und Länder auf wesentliche Elemente des im Aufbau befindlichen standardisierten, interoperablen digitalen Ökosystems geeinigt. mehr...

BMDS/Mecklenburg-Vorpommern: Verwaltungsdigitalisierung gemeinsam beschleunigen

[22.06.2026] Der Bund und Mecklenburg-Vorpommern haben eine Verwaltungsvereinbarung zur vertieften Zusammenarbeit unterzeichnet. Damit sollen Maßstäbe für digitale Verwaltung, Bürokratierückbau, bessere Rechtsetzung und mehr Serviceorientierung gesetzt werden. mehr...

Vier Männer vor Bildschirmen_5G-Campusnetze_SH

Schleswig-Holstein: Wirkmächtiges Instrument

[19.06.2026] Eine positive Bilanz zum Digitalisierungsbooster SH hat Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Dirk Schrödter gezogen. Zentrale Maßnahmen sind eine LoRaWAN-Infrastruktur, die 5G-Campusnetze und das Landesprogramm Offene Innovation. mehr...

Porträt von Lydia Hüskens, mit verschränkten Armen im dunklen Blazer vor einer braunen Wand stehend

Sachsen-Anhalt: Positive Zwischenbilanz zur Digitalstrategie

[17.06.2026] Eine positive Zwischenbilanz der Strategie „Sachsen-Anhalt Digital 2030“ hat Digitalministerin Lydia Hüskens gezogen. Rund 80 Prozent der definierten Ziele sind bereits erreicht oder aktiv in Bearbeitung. Der Ausbau digitaler Verwaltungsleistungen zählt zu den sichtbarsten Erfolgen. mehr...