ForschungKI macht Parlamentsdaten zugänglich

[12.12.2022] Eine Kooperation zwischen Forschungsinstituten in Friedrichshafen und Athen will dazu beitragen, öffentliche Daten von Parlamenten mithilfe von künstlicher Intelligenz besser nutzbar zu machen und die Entwicklung elektronischer Tools für Parlaments- und Regierungssysteme anregen.

Parlamente erzeugen und verarbeiten enorme Datenmengen, diese sind nur teilweise öffentlich zugängig. Wie lassen sich diese Datenmengen besser nutzbar machen – sowohl für die Parlamentarier als auch für die Öffentlichkeit? Und wie kann künstliche Intelligenz Parlamenten dabei helfen, erzeugte Datenmengen besser zu verarbeiten und auf diese Weise Prozesse zu optimieren?
Antworten auf diese Fragen will eine internationale Kooperation zweier auf Verwaltungs- und Rechtsinformatik spezialisierter Forschungseinheiten finden. Die eine sitzt in Friedrichshafen: The Open Government Institute (TOGI) der Zeppelin Universität, das sich auf die Öffnung von Verwaltungsdaten und den Einsatz smarter Technologien spezialisiert hat; die andere in Griechenland: das Hellenic Optical Character Recognition-Team (OCR), ein dezentrales Forschungsnetzwerk, das sich auf die automatische Erkennung und Analyse von Schriftsätzen aus Verwaltungen und Parlamenten spezialisiert hat.
Während zweier Workshops – im griechischen Parlament und im argentinischen Abgeordnetenhaus – konnte sich das Potenzial der Kooperation bereits zeigen, teilt TOGI mit. Dabei wurden empirische Erkenntnisse gewonnen, wie sich Werkzeuge und Dienste, die auf künstlicher Intelligenz (KI) basieren im parlamentarischen Umfeld nutzen lassen.
Mit der Zusammenarbeit soll gemeinsam auf aktuelle Herausforderungen der Rechts- und Verwaltungsinformatik eingegangen werden, so TOGI. Die Kooperation soll offenen parlamentarischen Daten eine größere Sichtbarkeit geben, tiefere Analysen eröffnen und die Entwicklung elektronischer Tools für Parlaments- und Regierungssysteme anregen. Die Analyse solcher Datensätze biete zudem wichtige Erkenntnisse für die Beurteilung disruptiver Technologien und die Bündelung von Informationsbedürfnissen. Mithilfe dieser Analyse lassen sich digitale Strategien entwickeln, mit denen sich Parlamente auf künftige institutionelle Herausforderungen vorbereiten können, teilt TOGI weiter mit. Erste Ergebnisse seien bereits auf verschiedenen Fachkonferenzen vorgestellt worden.



Stichwörter: Panorama, KI


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