NiedersachsenDigitalisierungsstrategie 2030 beschlossen

[19.10.2023] Verstärkte KI-Nutzung, Schaffung hybrider Cloud-Infrastrukturen, mehr Automatisierung – dies sind wesentliche Elemente der neuen Digitalisierungsstrategie, die das niedersächsische Kabinett jetzt beschlossen hat. Geplant ist auch der Aufbau eines Cyber-Sicherheitszentrums.
Das niedersächsische Kabinett hat eine neue Digitalisierungsstrategie beschlossen.

Das niedersächsische Kabinett hat eine neue Digitalisierungsstrategie beschlossen.

(Bildquelle: uhland38/123rf.com)

Das niedersächsische Kabinett hat die Digitalisierungsstrategie 2030 beschlossen. Damit soll die digitale Transformation der niedersächsischen Landesverwaltung in den kommenden Jahren sichtbar vorangebracht werden, heißt es aus der Staatskanzlei des Landes. In zehn Themenfeldern sind insgesamt 43 Maßnahmen festgelegt. Wesentliche Teile der Strategie sind unter anderem Initiativen zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz und die Nutzung von hybriden Cloud-Infrastrukturen. Auch automatisierte Abläufe und Arbeitsprozesse in der Landesverwaltung sollen zu einer Beschleunigung und Vereinfachung von Verwaltungstätigkeiten beitragen. Die Nutzung von CO2-neutralen und energieeffizienten Rechenzentrumsstrukturen sind ein weiterer wichtiger Bestandteil der Strategie. Darüber hinaus sollen organisatorische Themen wie der Arbeitsplatz der Zukunft, die flexible Arbeitsplatzgestaltung und die Rolle des Landes als moderner Arbeitgeber weiter vorangebracht werden.

Mehr Unterstützung für Kommunen

Die geplanten Maßnahmen sollen einen umfassenden Modernisierungsprozess und die Nutzung neuer Technologien in der Landesverwaltung unterstützen. Zudem soll dem bereits deutlich spürbaren und sich weiter verschärfenden Fachkräftemangel begegnet werden.
Die in der Strategie beschriebenen Maßnahmen sollen durch den Aufbau Cyber-Sicherheitszentrums flankiert werden, das auf verschiedene Zielgruppen ausgerichtet ist. Es soll Cyber-Angriffe auf die Infrastrukturen der niedersächsischen Landesverwaltung verhindern und abwehren. Zudem sollen die Unterstützungsangebote für Kommunen bei der Digitalisierung und der Cyber-Sicherheit ausgeweitet werden. Auch die Bereitstellung von Online-Diensten, die Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen die Antragstellung erleichtern sollen – und die bereits Gegenstand des Onlinezugangsgesetzes (OZG) war – ist Bestandteil der Strategie.

Mehr ebenenübergreifende Kooperationen

Ein weiterer Schritt bei der Förderung der Digitalisierung in Niedersachsen ist die Stärkung der behörden- sowie der länderübergreifenden Zusammenarbeit. Die Standardisierungs- und Harmonisierungsbemühungen auf Bund-Länder-Ebene sollen ebenso zielgerecht unterstützt werden wie der Ausbau von Kooperationen mit anderen Ländern, IT-Dienstleistern, Kommunen und sonstigen Organisationen. „Die Aufgaben der Digitalisierung sind insgesamt zu umfangreich und zu zahlreich, als dass sie allein mit eigenen Mitteln im Land umgesetzt werden könnten. Vor diesem Hintergrund ist die Digitalisierungsstrategie 2030 von einem starken Kooperationsgedanken geprägt,“ betont Horst Baier, IT-Bevollmächtigter und CIO des Landes Niedersachsen.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik
Luftaufnahme Berlin, Blick über die Museumsinsel auf den Alexanderplatz

Bitkom: Wie digital sind Berlins Parteien?

[24.08.2026] Welche Berliner Parteien passen bei digitalpolitischen Fragen zu den eigenen Positionen? Zur Abgeordnetenhauswahl am 20. September gleicht der neue Bitkomat die Antworten der Nutzerinnen und Nutzer auf 20 Thesen mit den Angaben der im Parlament vertretenen Parteien ab. mehr...

Außenansicht des Rathauses in Bremen

Bremen: Leitplanken für Verwaltungs-KI

[21.08.2026] Der Bremer Senat hat jetzt eine KI-Strategie für die Verwaltung beschlossen. Sie soll den Einsatz der Technologie mit sieben Handlungsschwerpunkten und 39 Projekten verbindlich steuern, um Verfahren zu beschleunigen, Beschäftigte zu entlasten und die Datenhoheit zu sichern. mehr...

Dänemark ist ein Leuchtturm bei der Digitalisierung.

Schleswig-Holstein/Dänemark: Zwei Digitalregionen rücken zusammen

[20.08.2026] Schleswig-Holstein und Dänemark vertiefen ihren Austausch zur digitalen Verwaltung. In Flensburg diskutierten Fachleute aus Verwaltung, Wirtschaft und Technologie über erfolgreiche gemeinsame Projekte sowie Ansätze für die weitere Zusammenarbeit, etwa bei Verwaltungsdigitalisierung, Cyber-Sicherheit und Open Source. mehr...

3D-Rendering einer Lupe über einem aufgeschlagenen Buch mit einem Paragrafenzeichen.

Berlin: Start des Digitalchecks

[14.08.2026] Werden Gesetze von Anfang an digitaltauglich gestaltet, können Verfahren beschleunigt und Verwaltungskosten gesenkt werden. Für die dahingehende systematische Prüfung von Gesetzesvorhaben in ihrer Frühphase hat sich der Begriff „Digitalcheck“ etabliert. Einen solchen hat nun auch das Land Berlin beschlossen. mehr...

Porträt von Finanzminister Heiko Geue

Mecklenburg-Vorpommern: Zwei Strategien für digitale Verwaltung

[10.08.2026] Mecklenburg-Vorpommern ordnet die Verwaltungsdigitalisierung mit zwei Strategien neu: Eine bündelt 43 Maßnahmen für die Landesverwaltung bis 2030. Die andere legt in zwölf Grundsätzen fest, wie Land und Kommunen digitale Vorhaben gemeinsam planen, priorisieren und umsetzen. mehr...

Gruppenbild vor Holzvertäfelung

Baden-Württemberg: Maßnahmen zum Bürokratieabbau

[05.08.2026] Die Modernisierung des Staatswesens zählt in Baden-Württemberg zu den zentralen Vorhaben der laufenden Legislaturperiode. Nun hat die Landesregierung wichtige Strukturentscheidungen zum Bürokratieabbau getroffen und das Effizienzgesetz auf den Weg gebracht. mehr...

Balkengrafik

Brandenburg: Immer mehr Fokusdienste angebunden

[04.08.2026] Brandenburg informiert über den Roll-out der 15 von Bund und Ländern priorisierten Fokusleistungen. Fünf sind bereits vollständig umgesetzt, bei mehreren weiteren wurden in den vergangenen Monaten zusätzliche Stellen angebunden. mehr...

Mehrere Flaggen mit dem bayrischen blau-weißen Rautenmuster vor blauem Hintergrund.

Bayern: Weiß-blaue Erfolgsbilanz

[28.07.2026] Bayerns Digitalminister Fabian Mehring zog im Landtag eine ausgesprochen wohlwollende Bilanz der eigenen Digitalpolitik. Den Freistaat sieht er bei der Digitalisierung von Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft auf Kurs und bei der Verwaltungsdigitalisierung bereits als Taktgeber Deutschlands. mehr...

Landesdienstflagge Mecklenburg-Vorpommern, nahaufnahme des in Falten liegenden Fahnenstoffes

Mecklenburg-Vorpommern: Beitritt zum Zweckverband eGo-MV

[28.07.2026] Mecklenburg-Vorpommern tritt dem kommunalen Zweckverband eGo-MV bei. Land und Kommunen wollen damit ihre Zusammenarbeit bei IT-Infrastrukturen, Standards und gemeinsamen Digitalisierungsprojekten verbindlicher organisieren. mehr...

Deutschland/Frankreich: Kooperation bei KI-Sicherheit und digitaler Souveränität

[27.07.2026] Deutschland und Frankreich bauen ihre Zusammenarbeit bei KI-Sicherheit und digitaler Souveränität aus. Die Vereinbarungen sollen gemeinsame Bewertungen leistungsfähiger KI-Modelle ermöglichen und Europas Rolle bei der sicheren Nutzung von Künstlicher Intelligenz stärken. mehr...

Hände und Torso einer mutmaßlich weiblichen Person, die mit nachdenklicher Pose ein Smartphone hält.

BMDS: One-Stop-Shop für die Sozialverwaltung

[21.07.2026] Die Sozialplattform soll zum zentralen digitalen Zugang für Sozialleistungen ausgebaut werden. Vorgesehen sind durchgängig digitale Verfahren, Registerabrufe über NOOTS sowie perspektivisch die Anbindung von Deutschland-App und EUDI-Wallet. mehr...

Papierkorb mit zusammengeknülten Papieren, im Hintergrund unscharf ein Fax-Gerät

Sachsen/Thüringen: Die Verwaltung soll schneller werden

[16.07.2026] Sachsen und Thüringen wollen Verwaltungsverfahren vereinfachen und beschleunigen und haben dazu neue Gesetzespakete auf den Weg gebracht. Thüringen konzentriert sich vor allem auf das Baurecht, während Sachsen einen breiten Umbau des Landesrechts plant. mehr...

Läufer, der die Ziellinie eines Rennens auf einer schwarzen Laufbahn überquert, mit Bewqegungsunschärfe.

Bitkom: Digitalvorhaben kommen voran

[13.07.2026] Die Bundesregierung hält in der Digitalpolitik das Tempo: Erstmals sind doppelt so viele Digitalvorhaben begonnen wie noch nicht begonnen. Das geht aus dem neuesten Monitor Digitalpolitik des Bitkom hervor. Der Verband mahnt, begonnene Projekte nun zügig abzuschließen. mehr...

Karsten Wildberger steht vor einer violett-roten Wand zwischen zwei nicht näher benannten Männern, alle im Anzug

BMDS/Hertie School: Forschungsprojekt zur Staatsmodernisierung

[09.07.2026] Das BMDS fördert ein dreijähriges Forschungsprojekt zur Staatsmodernisierung an der Hertie School. Die Plattform soll die Modernisierungsagenden von Bund und Ländern wissenschaftlich begleiten und deren Wirkung unabhängig evaluieren. mehr...

bericht

Baden-Württemberg: Komm.ONE fordert neue Dynamik

[06.07.2026] Die Verwaltungsdigitalisierung in Baden-Württemberg soll deutlich an Tempo gewinnen. Im Mittelpunkt stehen eine engere Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen, verlässliche Finanzierungsmodelle sowie eine stärkere Rolle des kommunalen IT-Dienstleisters bei der Umsetzung zentraler Digitalisierungsprojekte. Auch eine langfristige Annäherung an die Landes-IT BITBW schließen die Verantwortlichen nicht aus. mehr...