IT-PlanungsratVorsitzjahr 2026 unter Bundesführung

[12.01.2026] Zum Jahresbeginn hat der Bund den Vorsitz im IT-Planungsrat übernommen. Zentrale Themen sind der Deutschland-Stack und die Registermodernisierung, auch die FITKO als Umsetzungsorganisation des IT-Planungsrates soll ein schärferes Profil erhalten.
Porträt Luise Hölscher

Luise Hölscher, Staatssekretärin im BMDS, sieht 2026 als Schlüsseljahr der Möglichkeiten, um den Föderalstaat in der Zukunft handlungsfähiger zu machen.

(Bildquelle: Bundesministerium der Finanzen)

Mit dem turnusgemäßen Wechsel übernimmt der Bund im Jahr 2026 den Vorsitz im IT-Planungsrat. Das Vorsitzjahr fällt in eine Phase zentraler Weichenstellungen für die föderale Digitalisierung und Staatsmodernisierung. „2026 ist ein Schlüsseljahr der Möglichkeiten, um unseren Föderalstaat in der Zukunft handlungsfähiger zu machen“, sagte Luise Hölscher, Staatssekretärin im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS). „Technologie allein verändert keinen Staat. Digitalisierung stellt Werkzeuge bereit. Staatsmodernisierung sorgt dafür, dass wir sie wirksam, verantwortungsvoll und zum Nutzen von Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen einsetzen.“

Digitalisierung und Staatsmodernisierung aus einem Guss

Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass die föderale Zusammenarbeit wirkt, so der IT-Planungsrat. Mit der Föderalen Digitalstrategie, der Deutschland-Architektur, einem strategischen Portfoliomanagement sowie der Stärkung der Umsetzungsorganisation für den IT-Planungsrat, der Föderalen IT-Kooperation (FITKO) seien entscheidende Grundlagen geschaffen worden. Diese Elemente sollen nun näher zusammengeführt werden. Angestrebt wird eine föderale Governance samt Portfoliosteuerung des IT-Planungsrats, die Entscheidungen ermöglicht und Verbindlichkeit schafft. Eine gemeinsame strategische Sitzung von Bund und Ländern soll diesen Kurs entwickeln.

Technologisches Rückgrat

Als zentralen Schwerpunkt des Vorsitzjahres 2026 benennt der IT-Planungsrat den Deutschland-Stack (D-Stack). Als technologisches Rückgrat der Verwaltung sollen bestehende Bausteine fokussiert und gezielt weiterentwickelt werden – als Grundlage für ein userfreundliches digitales Front End der Verwaltung für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen. „Es geht nicht um möglichst viel Technologie, sondern um Lösungen, die im Alltag funktionieren“, so Staatssekretärin Hölscher. „Digitale Services müssen konkret entlasten, verständlich sein und tatsächlich genutzt werden können.“

Registermodernisierung auf allen Ebenen

Ein weiteres zentrales Thema soll die Registermodernisierung sein. Diese soll nicht nur auf Bundesebene weiter vorangebracht, sondern auch in den Ländern und Kommunen wirksam verankert werden. Außerdem soll eine weitere Profilschärfung der FITKO erfolgen. „Um unser Potenzial auszuschöpfen, muss die FITKO in die Lage versetzt werden, wirkungsorientiert zu arbeiten. Gemeinsam müssen wir die föderale IT-Zusammenarbeit zukunftsfest aufstellen, um Deutschland in einer komplizierten Zeit einfacher zu machen,“ so FITKO-Präsident André Göbel. Zum Ende des Vorsitzjahres 2026 soll eine klare Perspektive stehen: eine gemeinsame Plattform für staatliche Leistungen, eindeutige Zuständigkeiten im föderalen System und eine Verwaltung, die moderner und handlungsfähiger ist.



Stichwörter: Politik, FITKO, IT-Planungsrat


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