ThüringenDigitalkabinett beschließt KI-Strategie

[27.02.2026] Das Thüringer Digitalkabinett hat die KI-Strategie für die Landesverwaltung beschlossen, mit der Prozesse und Antragsverfahren für die Bürger beschleunigt werden sollen. Weitere Beschlüsse betreffen eine engere Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die ThüringenApp.

Digitalminister Steffen Schütz und Staatssekretärin Milen Starke bei der Vorstellung des Maßnahmenpakets.

(Bildquelle: TMDI)

Am Dienstag, den 24. Februar 2026, hat die Thüringer Landesregierung das erste große Maßnahmenpaket als Ergebnis der vor zwei Monaten veröffentlichten Digitalstrategie Smart State vorgestellt. Als Kernmaßnahme beschloss das Kabinett die KI-Strategie für die Thüringer Verwaltung. Damit erhält der Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Landesverwaltung einen strategischen Fahrplan und eine rechtskonforme, praxisnahe Handhabung. Digitalminister Steffen Schütz betonte, dass bei dem Einsatz von KI Datenschutz und Sicherheit im Fokus stehen sollten.

Auf dem Weg zur serviceorientierten Verwaltung

Die KI-Strategie sieht laut Digitalministerium außerdem den Aufbau von technischen Kompetenzen beim Verwaltungspersonal und die Förderung von KI-Initiativen in der Wirtschaft vor. „KI ist nicht bloß ein Modewort, sondern eine Ermöglichungs-Technologie, die eine serviceorientierte Verwaltung für die Bürger und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft unterstützt“, so Schütz. Verwaltungsintern testet Thüringen bereits die – ursprünglich von der Landesverwaltung Baden-Württemberg entwickelte – KI-Assistenz F13. Diese soll bis zu 80 Prozent Arbeitszeitersparnis bringen. Seit Mitte 2025 stellt Baden-Württemberg Bund, Ländern und Kommunen F13 als Open-Source-Lösung zur Verfügung (wir berichteten).

ThüringenApp bis Jahresende

Daneben beschloss das Digitalkabinett auch eine Kooperation für mehr Cyber-Sicherheit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Durch einheitliche Standards und eine verbesserte Abwehr vor Cyber-Angriffen soll die IT-Sicherheit der Thüringer Behörden weiter gestärkt werden. Bis spätestens Ende 2026 sollen Bürger dann die ThüringenApp für digitale Verwaltungsleistungen einfach auf dem Handy nutzen können. „Die Beschlüsse des Digitalkabinetts sind praxisnah, beschleunigen die Verwaltungsprozesse und bringen so einen direkten Vorteil für die Menschen in Thüringen“, ergänzt Digitalstaatssekretärin und Landes-CIO Milen Starke. Bei den im Digitalkabinett beschlossenen Maßnahmen wurden auch die Empfehlungen des Thüringer Digitalbeirats als unabhängiges Expertengremium berücksichtigt.





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