Mecklenburg-VorpommernÖGD wird digital fit

Mecklenburg-Vorpommern will seinen Öffentlichen Gesundheitsdienst krisenfester aufstellen.
(Bildquelle: dragonimages/123rf.com)
In Mecklenburg-Vorpommern wurde seit Oktober 2022 eine koordinierte Landesmaßnahme zur Digitalisierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) realisiert. Nun wurde die Digitalisierungsmaßnahme, die im Rahmen des bundesweiten Pakts für den Öffentlichen Gesundheitsdienst erfolgte und durch EU-Mittel finanziert wurde, abgeschlossen. Gesundheitsministerin Stefanie Drese erklärte, dass zur Förderung der Digitalisierung und Stärkung des ÖGD in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 6,39 Millionen Euro zur Verfügung standen. Der Hauptbestandteil sei die gemeinsam vom Gesundheitsministerium mit den kommunalen Gesundheitsämtern erarbeitete Digitalisierungsstrategie (wir berichteten). „Wir haben damit die Voraussetzungen geschaffen, den ÖGD zu modernisieren und bürgerfreundlicher zu machen. Unser Ziel ist es, im ÖGD auf unterschiedliche Krisenfälle bestmöglich vorbereitet zu sein. Das geht nur mit einer modernen Ausstattung und effizienten Abläufen, welche die Beschäftigten unterstützen und Behördenanliegen für Bürgerinnen und Bürger so einfach wie möglich machen“, so die Ministerin.
Krisenfestigkeit steigern
Zur Verbesserung der Krisenfestigkeit der Gesundheitsämter wurden laut Drese zudem Fortbildungen über den gesamten Projektzeitraum hinweg finanziert sowie ein Rahmenschulungskonzept erstellt, welches künftig dabei helfen soll, die Fähigkeiten des Personals im ÖGD zu sichern. Hierzu trage auch die bedarfsweise Finanzierung von Hard- und Software sowie Schnittstellen in einzelnen Gesundheitsämtern bei. Außerdem seien „notwendige Weichenstellungen“ für die Anbindung der Gesundheitsämter und des Landesamts für Gesundheit und Soziales (LAGuS) an die Telematikinfrastruktur vorgenommen worden. Über ein Sicherheitsgateway soll in Zukunft eine sichere digitale Kommunikation gewährleistet sein – sowohl zwischen den Gesundheitsämtern und dem LAGuS, aber auch zu Ärzten und Krankenhäusern. Konkret könnten dann beispielsweise die Meldungen der Kindervoruntersuchungen durch die Ärzte an das LAGuS digital erfolgen.
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