Sachsen-AnhaltPositive Zwischenbilanz zur Digitalstrategie

Digitalministerin Lydia Hüskens bilanziert: „Unser Land hat den digitalen Aufholprozess erfolgreich gemeistert und setzt heute zunehmend eigene Akzente, die im Alltag der Menschen spürbar sind.“
(Bildquelle: MID Sachsen-Anhalt)
Sachsen-Anhalt hat bei der Umsetzung seiner Digitalstrategie deutliche Fortschritte erzielt. Laut einer Pressemeldung des Ministerium für Infrastruktur und Digitales sind rund 80 Prozent der definierten Ziele bereits erreicht oder aktiv in Bearbeitung. „Digitalisierung ist ein zentraler Standortfaktor für die Zukunft unseres Landes“, kommentierte Digitalministerin Lydia Hüskens, und ergänzt: „Unser Land hat den digitalen Aufholprozess erfolgreich gemeistert und setzt heute zunehmend eigene Akzente, die im Alltag der Menschen spürbar sind.“ Von den insgesamt 154 definierten Zielen und Maßnahmen seien 33 Prozent erfolgreich abgeschlossen, weitere 47 Prozent befänden sich derzeit in der Umsetzung.
„Mit unserer Strategie ‚Sachsen-Anhalt Digital 2030‘ (wir berichteten) verfolgen wir ganz bewusst einen ressortübergreifenden Ansatz“, erläuterte Hüskens. „Alle Ressorts der Landesregierung haben ihre eigenen Fachstrategien und Maßnahmen entwickelt, die auf gemeinsame Ziele einzahlen und die digitale Transformation in ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen voranbringen.“
Nach den Worten der Ministerin zählt der Ausbau digitaler Verwaltungsleistungen zu den sichtbarsten Erfolgen. So schaffe beispielsweise das Online-Beteiligungsportal, das bereits von fast 150 Mandanten in mehr als 2.000 Beteiligungsverfahren von rund 3.000 Menschen genutzt wird, neue Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung. Gleichzeitig wurden zahlreiche Leistungen im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes digitalisiert und für Bürgerinnen und Bürger einfacher zugänglich gemacht; darunter unter anderem die Beantragung von Wohngeld, Elterngeld, des Bedarfszuschusses für die Ausbildung und eines Organspendeausweises sowie die Wohnsitzanmeldung.
Infrastruktur konsequent ausgebaut
Auch die digitale Infrastruktur wurde konsequent ausgebaut, heißt es in der Pressemeldung des Digitalministeriums weiter. Der Glasfaserausbau habe deutlich an Dynamik gewonnen. Die Mobilfunkversorgung mit den Standards 4G und 5G liege inzwischen über dem Bundesdurchschnitt und verbessere die Voraussetzungen für digitales Arbeiten, Lernen und Wirtschaften in allen Landesteilen. Rund 70 Prozent aller Haushalte in Sachsen-Anhalt haben die Möglichkeit sich an einen Glasfaseranschluss anbinden zu lassen. 95 Prozent der Fläche verfügen über 5G.
Im Bildungsbereich konnten mehr als 30.000 Schülerinnen und Schüler sowie rund 18.000 Lehrkräfte mit digitalen Endgeräten ausgestattet werden. Ergänzend wurden Fortbildungsangebote ausgebaut und mit der „Lernwelt Sachsen-Anhalt“ eine zentrale digitale Plattform für modernes Lehren und Lernen etabliert.
Innovative Projekte zeigen darüber hinaus das Potenzial digitaler Technologien für die Zukunftsentwicklung des Landes. Hierzu zählen nach Angaben des Digitalministeriums Smart-City-Initiativen in Magdeburg und Halle (Saale) sowie Pilotprojekte zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Landwirtschaft (Smart Farming) und im Flächenmanagement.
Keine Aufgabe mit Enddatum
Zu den weiteren Meilensteinen zählen die Umsetzung des Föderalen Informationsmanagements (FIM), die vollständige Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs (ERV) sowie der Aufbau eines kommunalen Energiemanagements durch die Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt (LENA), das digitale Werkzeuge und praxisnahe Fortbildungsangebote verbindet.
„Digitalisierung ist keine Aufgabe mit einem Enddatum. Das ist ein fortlaufender Modernisierungsprozess, der alle Lebensbereiche berührt. Deshalb werden wir unsere Arbeit konsequent fortsetzen und neue technologische Entwicklungen aktiv aufgreifen. Ziel bleibt, digitale Innovationen für die Menschen im Land einfach nutzbar zu machen“, sagte Lydia Hüskens abschließend. Daher werde auch eine Fortführung der erfolgreichen Förderung von Digitalisierungsprojekten über die Richtlinie „Sachsen-Anhalt digital“ angestrebt. Bisher wurden nach Angaben des Digitalministeriums rund 8,4 Millionen Euro für 95 Projekte bewilligt.
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