Nordrhein-WestfalenKI für eine starke Landwirtschaft

[10.07.2026] Zunehmend smart werden nicht nur Städte und Regionen, sondern auch die Landwirtschaft. Das Land Nordrhein-Westfalen erprobt Lösungen, die durch digitale Klimadatennetzwerke zum Schutz vor extremen Wetterereignissen beitragen und einen nachhaltigen Pflanzenbau auch in Zukunft ermöglichen sollen.
Nahaufnahme von jungem Weizen auf einem Feld

KI und digitale Sensorik können zu einer resilienten und nachhaltigeren Landwirtschaft beitragen.

(Bildquelle: sosiukin/123rf.com)

Neue Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz und digitale Sensorik werden nicht nur in smarten Städten erprobt. Auch im landwirtschaftlichen Bereich gibt es Pilotprojekte. Die Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Silke Gorißen, stattete nun im Rahmen ihrer Sommertour dem Campus Klein-Altendorf in Rheinbach einen Besuch ab. Auf den dortigen landwirtschaftlichen Versuchsflächen entwickeln Forschende gemeinsam mit Praxispartnern innovative Verfahren, die Betriebe dabei unterstützen, Ressourcen zu schonen, Erträge zu sichern und besser auf die Folgen des Klimawandels reagieren zu können.

„Spätfröste, Trockenheit oder Starkregen – die Landwirtschaft muss sich immer häufiger auf extreme Wetterlagen einstellen“, so Gorißen. „In Rheinbach wird erforscht, wie Künstliche Intelligenz und moderne Sensortechnik dabei helfen können, Ernten zu schützen und Betriebe widerstandsfähiger zu machen.“ Nordrhein-Westfalen verfüge mit dem Campus Klein-Altendorf über einen herausragenden Forschungsstandort, an dem innovative Ideen gemeinsam mit der Praxis entwickelt und erprobt werden. Genau solche Partnerschaften stärken unseren Agrarstandort und machen ihn fit für die Zukunft.“

Klimadaten für Anbauflächen

Ein Beispiel ist das Projekt DigiKliMAP, das im Rahmen des EIP-Agri-Förderprogramms unterstützt wird. Gemeinsam mit dem bio innovation park Rheinland als Leadpartner, der Universität Bonn und landwirtschaftlichen Betrieben entsteht ein digitales Netzwerk aus Wetterstationen und Bodensensoren. Es liefert hochaufgelöste Klimadaten für die südliche Niederrheinische Bucht, eines der wichtigsten Obst- und Sonderkulturanbaugebiete Deutschlands. Dort gibt es ausgeprägte kleinräumige Klimaunterschiede. Das Wetternetzwerk stellt Wetterdaten für einzelne Anbauflächen bereit, warnt frühzeitig vor Frost oder starker UV-Strahlung und unterstützt mit standortbezogenen Prognosen und Krankheitsmodellen eine bedarfsgerechte Bewirtschaftung. So können Betriebe Pflanzenschutzmittel und Wasser einsparen sowie Arbeitsabläufe besser planen. Die Daten sind per App oder Browser abrufbar.

Daneben gab es in Rheinbach Einblicke in die Forschung des Exzellenzclusters PhenoRob. Dort arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen in unterschiedlichen Forschungsbereichen – von autonomen Robotern über KI-gestützte Nutzpflanzenproduktion bis hin zur sensorbasierten Phänotypisierung im Feld – an neuen Technologien für den Pflanzenbau.





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