SchweizBasis für digitale Verwaltung

[18.11.2019] Die aktuelle E-Government-Strategie der Schweiz ist abgeschlossen – mit positiver Bilanz. Weitere Maßnahmen sollen sich im Rahmen der E-Government-Strategie 2020-2023 konkretisieren.

Insgesamt steht es gut um die Umsetzung der aktuellen Schweizer E-Government-Strategie, das hielt der zugehörige Steuerungsausschuss zum Abschluss der E-Government-Strategie 2016-2019 am 28. Oktober 2019 fest. Wichtige Grundlagen für die weitere Digitalisierung der Verwaltung seien nun geschaffen, so das positive Fazit. Wie die Organisation E-Government Schweiz mitteilt, haben Bund, Kantone und Gemeinden in den vergangenen drei Jahren einen Schwerpunktplan mit zehn strategischen Projekten und vier ständigen Aufgaben verfolgt. Daraus sei beispielsweise ein Bundesgesetz über elektronische Identifizierungseinheiten entstanden, das sowohl eine Grundlage für die staatlich anerkannte eID als auch den rechtlichen Rahmen für einen zentralen E-Government-Basisdienst schaffe.
Unter den Erfolgsprojekten des Schwerpunktplans findet sich auch die Gründung einer Betriebsgesellschaft für E-Government-Lösungen. Die Betriebsgesellschaft eOperations Schweiz, die Mitte 2018 ihre Tätigkeit aufgenommen hat, beschafft und vertreibt IKT-Lösungen für die öffentliche Verwaltung. Das E-Government-Portal EasyGov steht Schweizer Unternehmen seit 2017 als zentrale Anlaufstelle für die Erledigung von Behördengeschäften zur Verfügung. Dort sind laut E-Government-Schweiz die zehn am meisten gefragten Leistungen abrufbar, wie etwa Handelsregistereinträge. Auch die elektronische Umzugsmeldung ist seit 2017 über das Online-Portal eumzug.swiss möglich. Das Portal wird von eOperations Schweiz betrieben und ist bislang in 13 Kantonen verfügbar. Die schrittweise Ausweitung auf die gesamte Schweiz soll in den kommenden Jahren erfolgen.
Um Projekte künftig schneller vorantreiben zu können, möchte der Steuerungsausschuss die Verbindlichkeit in der E-Government-Zusammenarbeit zwischen den drei Staatsebenen erhöhen. Entsprechende Vorarbeiten wurden 2019 durchgeführt. Die konkreten rechtlichen Abklärungen und politischen Prozesse sollen im Rahmen der E-Government-Strategie 2020-2023 angegangen werden, die am Jahresende von Bund, Kantonen und Gemeinden verabschiedet werden soll.



Stichwörter: Politik, International, Schweiz


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik
Brustbild einer Frau in einem dunklen Raum, über deren Gesicht farbiger Programmcode projiziert wird.

BMI/BMWK: Kick-off zur Gründung des Dateninstituts

[12.04.2024] Das künftige nationale Dateninstitut soll die Verfügbarkeit und Nutzung von Daten in Deutschland verbessern, indem es Akteure vernetzt, Expertise bündelt und praxisnahe Methodenkompetenz zur Verfügung stellt. Nun fand eine Kick-off-Veranstaltung zum Gründungsprozess statt. mehr...

Schleswig-Holstein: Fortschritt sicht- und spürbar

[10.04.2024] Eine positive Zwischenbilanz zur OZG-Entwicklung in Schleswig-Holstein hat Digitalisierungsminister Dirk Schrödter gezogen. Die aktuellen Zugriffszahlen und Nutzungszahlen der OZG-Cloud seien ein Beleg für die hohe Geschwindigkeit der Verwaltungsdigitalisierung im Land. mehr...

Das Bild zeigt Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst.

Digitalpolitik: Mit Schwung in das Digitaljahr

[09.04.2024] Die Bundesregierung hat im ersten Quartal 2024 das Tempo bei der Umsetzung ihrer digitalpolitischen Ziele erhöht und 31 Vorhaben umgesetzt – ein Rekord in dieser Legislaturperiode. mehr...

Cover des Jahresberichts 2023/24 von FITKO und IT-PLR

IT-Planungsrat/FITKO: Gemeinsamer Jahresbericht veröffentlicht

[09.04.2024] Der IT-Planungsrat und die FITKO informieren über ihre Arbeit im Jahr 2023 und die Vorhaben für 2024. Kernthemen des IT-Planungsrats waren etwa die Etablierung von Arbeitsstrukturen in den Schwerpunktthemen sowie die Schaffung eines dauerhaften Digitalisierungsbudgets. Die FITKO hat die strategische Steuerung verbessert. mehr...

Das Bild zeigt Minister Manfred Pentz.

Hessen: Minister für Entbürokratisierung

[05.04.2024] Hessen geht neue Wege im Kampf gegen die Bürokratie: Mit der Schaffung des Amts eines Entbürokratisierungsministers und der Einrichtung einer Stabsstelle in der Staatskanzlei nimmt das Bundesland eine Vorreiterrolle in Deutschland ein. mehr...

Bürokratieabbau: Einfacher zum neuen Ausweis

[03.04.2024] Die Digitalisierung der Verwaltung soll Bürgerinnen und Bürgern nutzen und deren Alltag erleichtern. Das Pass- und Ausweiswesen kommt diesem Ziel nun einen Schritt näher. Die Bundesregierung hat Änderungen der Pass- und der Ausweisverwaltungsvorschrift beschlossen – Grundlage für eine weitere Entbürokratisierung und Digitalisierung. mehr...

Das Bild zeigt Thomas Strobl, den Innen- und Digitalisierungsminister des Landes Baden-Württemberg.

Baden-Württemberg: Helfer für die digitale Transformation

[02.04.2024] Das Innenministerium Baden-Württemberg und die Kommunalen Landesverbände haben das Förderprogramm für E-Government-Koordinatorinnen und -Koordinatoren bis Juni 2025 verlängert. Diese spielen eine zentrale Rolle bei der Digitalisierung der Verwaltung in den Kommunen. mehr...

Montage: ein aufgeklappter Laptop, er Monitor enthält Karteischubladen, eine davon ist ausgezogen und ragt aus dem Bildschirm heraus.

Databund/Vitako: Wie gelingt die Registermodernisierung?

[02.04.2024] Die IT-Dienstleister-Verbände Vitako und Databund haben ein gemeinsames Positionspapier vorgelegt, in dem sie sich zum Vorhaben der Registermodernisierung äußern. Aus Sicht der Verbände fehlt ein klares Zielbild ebenso wie die Möglichkeit, Erfahrungen für Kurskorrekturen zu nutzen. mehr...

Das Bild zeigt Bitkom-Geschäftsleiterin Susanne Dehmel.

Bitkom: DDG bringt Herausforderungen

[28.03.2024] Der Digitalverband Bitkom weist darauf hin, dass das Digitale-Dienste-Gesetz insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen schwierig umzusetzen ist. mehr...

NKR: One-Stop-Shop für Soziales

[28.03.2024] Um im Bereich der Sozialleistungen den Aufwand für Behörden und Leistungsberechtigte deutlich zu reduzieren, ist mehr Mut zur Digitalisierung nötig, so der Nationale Normenkontrollrat. Gefordert sei etwa ein One-Stop-Shop für alle Sozialleistungen. mehr...

Symbolbild: ein unsortierter Haufen weißer Paragrafenzeichen, dazwischen ein hellblaues.

OZG 2.0: Zentralisierung als Hemmnis oder Chance?

[26.03.2024] Wie wird das Scheitern des OZG-Änderungsgesetzes im Bundesrat eingeordnet? Während Schleswig-Holstein die Novelle aufgrund der entstandenen Belastungen für Länder und Kommunen klar ablehnt, sprachen Thüringen und der Bitkom von der Bedeutung der dort verankerten zentralen Lösungen und Standards für die Verwaltungsdigitalisierung. mehr...

Das Bild zeigt Code-Zeilen auf einem Bildschirm.

Digitale Souveränität: Lippenbekenntnisse zu Open Source

[26.03.2024] Die Bundesregierung hat neue Rahmenverträge mit großen IT-Unternehmen geschlossen, die proprietäre Software entwickeln. Der versprochene Vorrang für Open Source scheint passé, befürchtet Rico Barth, Vorstandsmitglied der Open Source Business Alliance. mehr...

Porträt von Staatskanzleichef Dirk Schrödter vor weißem Hintergrund.

Schleswig-Holstein: Digitalcheck auf Landesebene

[25.03.2024] Gesetzliche Regelungen beschreiben oft immer noch analog gedachte Prozesse und bremsen so die Digitalisierung in Deutschland aus. In Schleswig-Holstein soll ein Digitalcheck künftig dafür sorgen, dass neue Gesetze, Verordnungen und Förderrichtlinien von Beginn an digital umsetzbar sind. mehr...

Das Bild zeigt den Bundesadler, der im im Plenarsaal des Deutschen Bundestags hängt.

Deutscher Bundestag: Diskussion über KI

[25.03.2024] Am 21. Februar 2024 trafen sich Experten des Arbeitskreises „Einsatz neuer Technologien und KI“ mit Bundestagsabgeordneten, um über die Digitalisierung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Parlament zu diskutieren. mehr...

Montage: Finger tippen auf einer Laptop-Tastatur, digitales Hub mit verschiedenen Icons, die Daten in der Cloud symbolisieren.

Fraunhofer FOKUS: Tools für datenbasierte Politik

[25.03.2024] Politische Entscheidungen auf Basis einer soliden Datengrundlage zu treffen ist eines der Ziele der voranschreitenden Digitalisierung. Im Rahmen des europäischen Projekts DECIDO entwickelten Projektpartner aus ganz Europa eine Plattform für eine solche evidenzbasierte Politikgestaltung. Mit dabei war auch das Fraunhofer-Institut FOKUS. mehr...