LASuV SachsenDigitale Karten für Schwertransport-Routen

[22.10.2025] Das sächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) modernisiert seine Verfahren für Großraum- und Schwertransporte. Digitale Karten ersetzen die bisherigen Negativlisten. Dies erleichtert die Routenplanung, entlastet die Verwaltung und verbessert den Schutz der Infrastruktur.
Schmale Asphaltstraße, die unter einer engen, gemauerten Rundbogen-Brücke hindurchführt.

Großraum- und Schwerlasttransporte müssen gut geplant werden, damit sie nicht unversehens vor Hindernissen enden.

(Bildquelle: rdonar/123rf.com)

Das sächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) stellt seine Verwaltungspraxis bei Stellungnahmen zu flächendeckenden Dauererlaubnissen für Großraum- und Schwerlasttransporte um: Bisher wurden sogenannte Negativlisten verwendet, um bei der Genehmigung von Routen für solche Transporte ungeeignete Streckenabschnitte und Hindernisse – etwa niedrige Brücken, enge Kurven, Baustellen oder Straßen mit unzureichender Tragfähigkeit – auszuschließen. Stattdessen kommen nun digitale Karten zum Einsatz, die auf der LASuV-Website abrufbar sind. Diese verbessern laut LASuV die Planbarkeit für die Antragsteller, reduzieren aber auch den administrativen Aufwand bei der Behörde und tragen zum Schutz der Infrastruktur vor Überlastung bei. Insgesamt wird die Koordination innerhalb der Genehmigungsprozesse gestärkt. Neben den neuen Karten stellt das LASuV auch ergänzende Informationen zu aktuellen Baustellen sowie zu den zuständigen Straßenmeistereien online bereit.

Befahrbarkeit genau einschätzen

Als Straßenbaulastträger ist das LASuV eine anzuhörende Stelle im Genehmigungsverfahren für Großraum- und Schwertransporte. Es prüft, ob durch die beantragten Transporte Schäden an der Straßeninfrastruktur entstehen könnten. Im Fokus stehen Brücken und Stützwände, deren Tragfähigkeit nicht immer eindeutig erkennbar ist. Darüber hinaus wird bewertet, ob der zur Verfügung stehende Straßenraum für eine schadensfreie Passage ausreicht. Die neuen digitalen Karten bieten eine transparente Darstellung aktueller Einschränkungen bei Brücken mit begrenzter Tragfähigkeit, die Darstellung der sogenannten Achslastkollektive erlaubt eine präzise Einschätzung der Befahrbarkeit. Angesichts des baulichen Zustands vieler Bauwerke steigt die Zahl der Streckenabschnitte, für die aus Sicherheitsgründen besondere Fahrauflagen gelten.



Stichwörter: Panorama, Sachsen, Verkehrswesen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Panorama

Kommune21 im Gespräch: Herausforderung Registermodernisierung

[08.10.2026] Die Registermodernisierung gehört zu den zentralen Vorhaben der Verwaltungsdigitalisierung. Im Live-Webinar „Kommune21 im Gespräch“ am 22. Oktober 2026 zeigen Fachleute des Landes Baden-Württemberg, von Komm.ONE und aus einem kommunalen Pilotprojekt, wo die Umsetzung derzeit steht, welche Erfahrungen bereits vorliegen und was Kommunen jetzt tun sollten. mehr...

In Deutschland kann man sich bald per Smartphone digital ausweisen.

Rheinland-Pfalz: Ehrenamtskarte per App beantragen

[07.10.2026] Rheinland-Pfalz hat eine App gestartet, mit der Ehrenamtliche die Ehrenamtskarte vollständig digital beantragen und Vergünstigungen finden können. Das Land übernimmt eine in Nordrhein-Westfalen entwickelte Lösung. Organisationen und Kommunen bearbeiten Anträge digital. mehr...

Ki-Bild eines hellblauen Vorhängeschlosses auf dunkelblauem Grund

Bundesdruckerei/ZenDiS: Geschützter Zugriff auf openDesk

[02.10.2026] Das Technologieunternehmen des Bundes Bundesdruckerei-Gruppe will mit dem Zentrum für Digitale Souveränität openDesk für sicherheitssensible Einsätze weiterentwickeln. Ein erster Anwendungsfall verbindet die Suite mit einer VS-NfD-Lösung des IT-Sicherheitsspezialisten genua. mehr...

bericht

eGovernment-Wettbewerb: BMI gewinnt mit LISSA

[30.09.2026] Mit LISSA entwickelt das ITZBund eine standardisierte und automatisierte Lieferkette für sichere Software. Beim eGovernment-Wettbewerb 2026 erreichte LISSA den ersten Platz in der Kategorie „Souveränität, Sicherheit und Stabilität digitaler Infrastrukturen“. mehr...

bericht

eGovernment-Wettbewerb: BW-Empfangsclient auf dem zweiten Platz

[24.09.2026] Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg hat mit dem BW-Empfangsclient einen zweiten Platz beim eGovernment-Wettbewerb 2026 erreicht. Die Infrastrukturkomponente soll Behörden einen einfachen Zugang zu digitalen Verwaltungsleistungen ermöglichen – auch wenn ihre Fachverfahren noch nicht durchgängig digital angebunden sind. mehr...

EU-System DIWASS: Deutschland bindet Abfallverfahren an

[24.09.2026] Die Länderarbeitsgemeinschaft „Gemeinsame Abfall DV-Systeme“ bindet die deutschen Verfahren für grenzüberschreitende Abfalltransporte an das europäische Digital Waste Shipment System an. Technologiepartner bei der Umsetzung ist die Firma cit. mehr...

Mehrere Auszeichnungen des eGovernment-Preises in Form gläserner Rechtecke, mittig die Auszeichnung des 3. Preises.

eGovernment-Wettbewerb: Auszeichnung für Digitales Jobcenter

[23.09.2026] Digitale Verwaltungsangebote kämpfen mitunter mit geringen Nutzungszahlen. Dass gezielte Verbesserungen Abhilfe schaffen, zeigt ein gemeinsames Projekt von Bundesarbeitsministerium und Bundesagentur für Arbeit. Anträge des Jobcenters wurden untersucht und überarbeitet – und steigerten die Nutzungsquote. mehr...

Berlin: Zentrale Plattform für Baustellenkoordinierung

[23.09.2026] Berlin will die Koordinierung von Baustellen in einer zentralen digitalen Plattform bündeln. Planung, Antragstellung, Genehmigung, Koordinierung und Kontrolle sollen künftig auf einer gemeinsamen Datenbasis zusammenlaufen. mehr...

Normenkontrollrat: Seit 20 Jahren für bessere Rechtsetzung

[16.09.2026] Der Nationale Normenkontrollrat besteht seit 20 Jahren. Das ursprünglich zur Kontrolle von Bürokratiekosten eingesetzte Gremium beschäftigt sich heute auch mit Verwaltungsdigitalisierung und Staatsmodernisierung. Zum Jubiläum fordert der Rat eine frühere Beteiligung an Gesetzgebungsverfahren und stärkere Praxistests. mehr...

Graues Büro mit leichtenden Leitsystem-Displays

digitalSIGNAGE: Digitale Bürgerkommunikation für Rathaus & Co.

[28.08.2026] Digitale Informations- und Anzeigesysteme können das Personal in Kommunen entlasten: Sie erleichtern die Orientierung, organisieren den Besucheraufruf und informieren. Der ISO/IEC 27001 zertifizierte Anbieter digitalSIGNAGE deckt dafür ein breites Produktspektrum ab. mehr...

Berliner Rathaus, daneben der Fernsehturm

Berlin: Wer macht was?

[11.08.2026] Der im Juni beschlossene Zuständigkeitskatalog soll die Aufgabenverteilung innerhalb der Berliner Verwaltung klar regeln und das notorische „Behörden-Ping-Pong“ beenden. Nun ist das Kernstück der Berliner Verwaltungsreform auch online einsehbar. mehr...

Hände auf Laptop-Tastatur, darüber schwebt ein Briefumschlag-Icon

Saarland: Digitaler Rückkanal für BAföG-Anträge

[07.08.2026] Im Saarland kann schon seit längerem staatliche Unterstützung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) digital beantragt werden. Dabei kommt das bundesweite BAföG-Portal zum Einsatz. Nun können Antragstellende ihre BAföG-Bescheide auch digital empfangen. mehr...

Säulengrafik aus dem Bitkom-DESI 2026

Bitkom-DESI-Index: Platz 17 im EU-Digitalranking

[06.08.2026] Im Bitkom-DESI-Index 2026, der Fortschritte der Digitalisierung in den EU-Ländern misst, belegt Deutschland Platz 17 im Gesamtranking, vorne liegen Dänemark, Finnland und die Niederlande. Unter den fünf bevölkerungsreichsten Flächenstaaten liegt die Bundesrepublik dagegen auf Rang 2. mehr...

Nahaufnahme einer Person (Torso) mit grünem Pullover, die an einem Holztisch sitzt und mit dem Smartphone hantiert.

Thüringen: Projekt „Amsel“ auf der Zielgeraden

[29.07.2026] Thüringens Finanzämter haben mehr als 50.000 Vorschläge für eine Einkommensteuerfestsetzung ohne vorherige Steuererklärung verschickt. Rund ein Drittel der Angeschriebenen hat dem Verfahren bislang zugestimmt. mehr...

Nüchternes Büro mit einigen herumstehenden Personen im Hintergrud, vorne auf dem Tisch laptop mit E-Learning-Log-In-Screen

Studie: Digitale Weiterbildung im Public Sector

[27.07.2026] Digitale Selbstlernangebote werden im öffentlichen Dienst bislang kaum systematisch genutzt. Eine Studie für den IT-Planungsrat sieht die größten Hürden nicht bei Zertifikaten, sondern bei fehlenden Kompetenzmodellen, Prozessen und technischen Strukturen. mehr...