Schleswig-HolsteinDigitalstrategie verabschiedet

Digitalisierungsminister Dirk Schrödter hat die neue Digitalstrategie für Schleswig-Holstein in Kiel vorgestellt.
(Bildquelle: Staatskanzlei SH)
Am Jahresanfang hatte die Landesregierung Schleswig-Holsteins die Leitlinien für eine künftige Digitalstrategie vorgestellt (wir berichteten) – nun hat das Landeskabinett die vollendete Digitalstrategie beschlossen. Mit der ressortübergreifenden Digitalstrategie gebe die Landesregierung der digitalen Transformation eine klare Richtung. Erstmals sei in einem alle Ressorts umfassenden Prozess ein konkreter Zielekanon für das Land sowie eine strategische Steuerung erarbeitet worden, heißt es aus der Staatskanzlei.
Digitalisierungsminister Dirk Schrödter hat die Strategie in Kiel vorgestellt. Die digitale Transformation betreffe sämtliche Lebens- und Arbeitsbereiche und fordere damit auch alle Politikfelder auf, konsequent digital zu handeln, sagte der Minister. „Mit der Digitalstrategie haben wir konkrete Ziele in unseren Themenfeldern benannt. Die Strategie versetzt das Land in die Lage, den Herausforderungen leistungsfähig, bürgerorientiert über alle Politikfelder hinweg zu begegnen und aktiv zu gestalten. Alle Maßnahmen in den Ressorts werden sich zukünftig an den gemeinsam entwickelten Zielen ausrichten.“
Agil bleiben
Insgesamt umfasst die Digitalstrategie zwölf Leitlinien und elf Themenfelder mit mehr als 50 Zielen. Zu den zentralen Themen zählen unter anderem die digitale Souveränität des Landes, ein konsequentes Handeln nach den Grundgedanken von Open Government, das den Aufbau eines digitalen Ökosystems und damit den Digitalstandort Schleswig-Holstein unterstützen soll, ein erfolgreiches Innovations- und Wissensmanagement sowie eine umfassende Verwaltungsmodernisierung.
Die digitale Transformation versteht das Land als einen dauerhaften Prozess. Mit der Digitalstrategie verbunden ist eine ressortübergreifende und sich ständig überprüfende Vorgehensweise. Diese soll sicherstellen, dass die Landesregierung auch auf neue Anforderungen reagieren kann. Auf der Steuerungsebene sollen dazu übergreifende Arbeitsstrukturen etabliert werden, um die Zusammenarbeit zu gestalten.
Digitalisierungsprogramm als wichtiger Baustein
Wichtiger Baustein bei der Umsetzung der Strategie ist darüber hinaus das parallel aufgelegte Digitalisierungsprogramm 3.0, bei dem die Digitalisierung in 43 konkreten Maßnahmen und einem Budget von 10 Millionen Euro forciert umgesetzt wird. Insgesamt sind rund 400 Millionen Euro im Landeshaushalt für die Digitalisierung vorgesehen. Finanzmittel in dieser Höhe hält Schrödter für wichtig und notwendig: „Wir stehen bundesweit gut da, aber wollen auch europaweit eine digitale Vorreiterregion sein. Dafür treiben wir die digitale Transformation mit wichtigen Faktoren wie Datensouveränität und Offenen Innovationen voran. Die Digitalstrategie Schleswig-Holstein ist auf dem Weg dorthin unser gemeinsamer Kompass.“
Politik: Neuer Digitalausschuss im Bundesrat
[23.04.2026] Im Bundesrat wurden Digitalisierungsthemen bisher überwiegend in anderen Fachausschüssen – etwa für Verkehr oder Inneres – „mitbehandelt“. Dies wird nun anders: Gestern tagten die Digitalminister von Bund und Ländern erstmals in einem eigenen Ausschuss der Länderkammer. mehr...
Mecklenburg-Vorpommern: Schub für die Registermodernisierung
[17.04.2026] Mecklenburg-Vorpommern hat bis zu 150 Millionen Euro für Registermodernisierung und Maßnahmen für mehr IT-Sicherheit freigegeben. Land und Kommunen betonen die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit bei der Verwaltungsdigitalisierung. mehr...
BMDS/Niedersachsen: Fokusleistungen in die Fläche
[15.04.2026] Mit einem neuen Ansatz will das BMDS digitale Verwaltungsleistungen in die Fläche bringen. Kernstück ist die Beauftragung eines Generalunternehmers, der die Ende-zu-Ende-Verantwortung für den Roll-out in den Kommunen übernimmt. Nach Bayern und Hessen hat nun Niedersachsen eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. mehr...
Thüringen/Estland: Von den Besten lernen
[10.04.2026] Estland setzt mit seiner digitalen Transformation globale Maßstäbe. Die Botschafterin des baltischen Staates machte nun ihren Antrittsbesuch beim Thüringer Ministerpräsidenten und der Landes-CIO. Thüringen und Estland wollen die digitale Verwaltung enger verzahnen. mehr...
Sachsen: Zukunftspaket für Wirtschaft und Arbeit
[08.04.2026] Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter hat das Zukunftspaket I für Wirtschaft und Arbeit vorgestellt. Zu den vorgesehenen Maßnahmen gehören unter anderem ein umfassendes Normenscreening und die Schaffung strafferer Strukturen in der Verwaltung. Auch die 24-Stunden-Gründung soll vorangetrieben werden. mehr...
IT-Planungsrat/FITKO: Jahresbericht veröffentlicht
[02.04.2026] Der IT-Planungsrat und die Föderale IT-Kooperation (FITKO) haben ihren gemeinsamen Jahresbericht 2025/2026 veröffentlicht. Er zeigt auf, wie die Verwaltungsdigitalisierung 2025 in konkrete Vorhaben übersetzt wurde. mehr...
Unternehmensgründung: Konzept für automatisierte Verfahren
[27.03.2026] Nordrhein-Westfalen, Berlin und Bayern haben ein Konzept für vollautomatisierte Verwaltungsverfahren im Bereich Unternehmensgründung vorgelegt. Das Konzept stammt aus dem Projekt „Gründen in 24 Stunden“. mehr...
Schleswig-Holstein: Digitalisierungsbeschleunigungsgesetz im Landtag
[25.03.2026] Mit dem Digitalisierungsbeschleunigungsgesetz will Schleswig-Holstein den gesetzlichen Rahmen für eine umfassende, konsequente Verwaltungsdigitalisierung schaffen. Der Entwurf dazu wurde nun in den Landtag eingebracht. mehr...
NKR: Realitätscheck zur Modernisierungsagenda
[25.03.2026] Sechs Monate nach Verabschiedung der Modernisierungsagenda Bund zieht der Nationale Normenkontrollrat (NKR) eine Zwischenbilanz. Aus Sicht des Expertengremiums fehlt es vor allem an klarer Steuerung, Transparenz über den Umsetzungsstand und einer stärkeren Zusammenarbeit über Ressortgrenzen hinweg. mehr...
BMI/NKR: Modernisierung der Erwerbsmigration
[24.03.2026] Deutschland braucht internationale Fachkräfte – und ein Einwanderungsverfahren, das transparent, schnell und verlässlich funktioniert. Der Bund plant eine Work-and-Stay-Agentur als zentrale digitale Plattform für die Fachkräfteeinwanderung. Der Normenkontrollrat mahnt weitergehende Reformen an. mehr...
Berlin: Klement geht, Hundt kommt
[23.03.2026] Martina Klement, bisher CDO in Berlin, wechselt überraschend als neue Wirtschaftsministerin nach Brandenburg. Ihr Nachfolger wird der Dresdner Unternehmer und ausgewiesene Digitalexperte Matthias Hundt. mehr...
Bund: Rechenzentrumsstrategie beschlossen
[20.03.2026] Die Bundesregierung hat die Rechenzentrumsstrategie beschlossen. Innerhalb eines Jahres sollen 28 Maßnahmen in drei zentralen Handlungsfeldern gestartet und soweit wie möglich abgeschlossen werden. mehr...
IT-Planungsrat: Deutschland-Stack kommt
[19.03.2026] Der IT-Planungsrat hat sich auf seiner aktuellen Sitzung auf den Aufbau des Deutschland-Stacks als verbindlichen Plattformkern unter Federführung des Bundes, ein gemeinsames Portfolio mit klaren Prioritäten und eine neue föderale Steuerung verständigt. mehr...
Schleswig-Holstein: Digitalstrategie 2026 vorgestellt
[18.03.2026] Schleswig-Holstein hat seine neue Digitalstrategie beschlossen. Erstmalig waren zentrale Partner aus Kommunen und Zivilgesellschaft systematisch in den Strategieprozess eingebunden, um einen breiten gesellschaftlichen Ansatz zu ermöglichen. mehr...
Baden-Württemberg: Gemeinsam schneller digital
[17.03.2026] In Baden-Württemberg haben Land und Kommunen eine neue – die inzwischen dritte – E-Government-Vereinbarung unterzeichnet. Das Land will den Roll-out von Verwaltungsleistungen in den Kommunen mit weiteren zehn Millionen Euro finanzieren. mehr...














