Mecklenburg-VorpommernLandes-IT wird gebündelt
Seit Jahresanfang 2023 hat Mecklenburg-Vorpommern ein Zentrum für Digitalisierung (ZDMV). In der neu geschaffenen Landesbehörde soll ein übergreifendes IT-Team entstehen, das die vormals auf mehrere Ressorts verteilten Digitalisierungsressourcen zusammenfassen und dadurch die jeweiligen Fachressorts entlasten soll (wir berichteten).
Nun steht auch die Leitung des ZDMV fest: Zum 1. Mai soll Corina Croissant Erste Direktorin des neuen Landesamtes werden. Die 33-Jährige habe die Entstehung der neuen Behörde von Anfang an begleitet, sagte die Landes-CIO Ina-Maria Ulbrich. Croissant leite bereits seit Ende 2020 das Referat Zentrales IT-Management im Digitalisierungsministerium und verantworte damit das strategische IT-Management der Landesverwaltung und die IT-Standards. Sie kenne die IT-Struktur der Landesregierung, die bislang aus vielen kleineren Einheiten für IT und Digitalisierung in den einzelnen Ministerien und Landesbehörden besteht, „aus dem Effeff“, betonte Ulbrich. Die gebürtige Münchnerin Corina Croissant hat sich nach dem Studium der Gesundheitsökonomie und einem Master in Betriebswirtschaft an verschiedenen Standorten eines großen Klinikbetreibers unter anderem in Berlin und Stralsund zunehmend auf IT-Management spezialisiert, von der Einführung eines Intranets und eines Patientenportals über smartes Krankenhaus-Management bis hin zur Verantwortung für Planung und Umsetzung der Digitalisierungsstrategie in 17 Kliniken und 20 Medizinischen Versorgungszentren.
Mit dem zentralen Landesamt will sich die Verwaltung besser auf die steigenden Anforderungen an gut funktionierende Systeme, IT-Sicherheit und Datenschutz einstellen. Gleichzeitig will das Land damit dem Fachkräftemangel im IT-Bereich begegnen. Das ZDMV ist dem Ministerium für Inneres, Bau und Digitalisierung zugeordnet. Die Vorbereitungen für die Übernahme der ersten Aufgaben im Bereich Basis-IT laufen nach Angaben des Ministeriums bereits.
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