BMDSOpen-Source-KI-Module für die Verwaltung

Eine quelloffene KI-Assistenz kann in Zukunft Planungs- und Genehmigungsprozesse unterstützen und Beschäftigte der Verwaltung entlasten.
(Bildquelle: zaywinhtal/123rf.com)
Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) veröffentlicht erstmals Open-Source-KI-Module zur Unterstützung komplexer Planungs- und Genehmigungsverfahren in der öffentlichen Verwaltung. Die im Rahmen des Projekts SPARK entwickelten Anwendungen sollen Verwaltungsprozesse beschleunigen und Beschäftigte wirksam entlasten. Sie stehen – ganz im Sinne des Prinzips „Public Money – Public Code“ – ab sofort kostenfrei für Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zur Nachnutzung bereit. Der Veröffentlichung voraus ging eine achtmonatige, vom BMDS beauftragte Entwicklungsphase. Finanziert wurde das Projekt aus dem Klima- und Transformationsfonds des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE). Alle Module werden auf openCode bereitgestellt. Im Februar 2026 wurde der Lösungsansatz beim World Government Summit in Dubai mit dem Preis in der Kategorie „Best Use of AI in Government Services“ ausgezeichnet.
Operative Assistenz für die Verwaltung
Die jetzt veröffentlichten Module assistieren bei der Extraktion relevanter Informationen aus Antragsunterlagen, bei der formalen Vollständigkeits- und Plausibilitätsprüfung und bieten unterstützende Funktionen für Verfahrensübersichten, Nachreichungen und Kommentierungen. Die Basis bildet eine mit KI-Agenten unterstützte Rechtsdogmatik, welche an Gesetzesdatenbanken angeschlossen ist und eine automatisierte Normendekonstruktion und juristische Bewertungsmechanismen beinhaltet. Die KI-unterstützten Module bereiten die Informationen lediglich auf – Entscheidungen treffen die Sachbearbeitenden in den Genehmigungsbehörden.
Unterstützung im täglichen Vollzug
Weitere Module zur materiellen Prüfung, rechtlichen Bewertung und Beschlusserstellung sollen im weiteren Jahresverlauf folgen. Zudem plant das BMDS einen zweitägigen Hackathon, um die KI-Module noch nachhaltiger und effektiver zu machen. Details dazu sollen in Kürze folgen. „Durch die Open-Source-Bereitstellung können führende kreative und innovative Köpfe die KI-Module weiterentwickeln. Dies ist ein weiterer wichtiger Baustein, um Deutschland mit eigenen Anwendungen sicher und souverän aufzustellen für die Zukunft“, sagt Bundesdigitalminister Karsten Wildberger.
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