Nordrhein-WestfalenFührend beim Einsatz von BIM

BIM-basierte Bauantragsprüfung hat sich in Nordrhein-Westfalen in der Praxis bewährt.
(Bildquelle: peshkova/123rf.com)
Auf der Methode Building Information Modeling (BIM) basierende Bauantragsverfahren können Genehmigungsprozesse spürbar beschleunigen, vereinfachen und qualitativ verbessern. Das zeigt eine Machbarkeitsstudie der Ruhr-Universität Bochum, für die in den vergangenen zwei Jahren insgesamt neun Bauvorhaben in acht nordrhein-westfälischen Kommunen unter realen Bedingungen untersucht wurden. Beteiligt waren die Städte Bochum, Dortmund, Herne, Essen, Düsseldorf, Köln, Münster sowie der Kreis Herford.
Wie das nordrhein-westfälische Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung (MHKBD) mitteilt, wurde die Studie vom Land mit insgesamt rund 400.000 Euro gefördert. Nordrhein-Westfalen nehme beim Thema BIM bundesweit eine federführende Rolle ein, erklärte Professor Markus König von der Ruhr-Universität Bochum bei der Vorstellung der Studienergebnisse im Ausschuss für Bauen, Wohnen und Digitalisierung: „Bereits Ende Februar 2021 wurde mit der ersten BIM-basierten Baugenehmigung in Deutschland durch die Stadt Dortmund ein bundesweit beachteter Meilenstein erreicht. Auch die von der Stadt Bochum entwickelte Modellierungsrichtlinie zur Landesbauordnung Nordrhein-Westfalen war die erste öffentlich verfügbare Richtlinie dieser Art in Deutschland. Hinzu kommt die groß angelegte Evaluierung in neun Bauvorhaben in acht Städten und einem Kreis, die in dieser Form bundesweit bislang einmalig ist.“
Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung Nordrhein-Westfalen, ergänzte, das Land bereite seine Bauordnung zunehmend so auf, dass sie auch von Computern verstanden und verarbeitet werden könne. Dies sei ein entscheidender Schritt, um Verfahren in der Zukunft automatisieren zu können.
„Die Ergebnisse des Projekts zeigen, dass eine BIM-basierte Bauantragsprüfung in Nordrhein-Westfalen möglich ist und sich der Ansatz im Praxistest bewährt hat“, so Scharrenbach. „Es handelt sich nicht um ein fernes Zukunftsthema, sondern um einen praktikablen Ansatz, um vorhandene digitale Informationen besser zu nutzen und behördliche Verfahren schrittweise weiterzuentwickeln.“
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