Tech4GermanyAbschlussrunde beim Fellowship-Programm
Tech4Germany ist ein dreimonatiges Fellowship-Programm unter der Schirmherrschaft von Bundesminister und Bundeskanzleramts-Chef Helge Braun (wir berichteten). In den vergangenen zwölf Wochen arbeiteten 32 Fellows aus den Bereichen Programmierung, Design und Produkt-Management gemeinsam mit Vertretern aus verschiedenen Behörden und Ministerien an aktuellen Digitalisierungsvorhaben der Bundesverwaltung. Den Höhepunkt des Fellowship markierte laut ITZBund die Abschlussveranstaltung am 19. Oktober 2020. Dem Charakter des Fellowship-Programms folgend wurde die Veranstaltung in diesem Jahr erstmals als rein digitales Event durchgeführt. Unter anderem stellten die acht Projekt-Teams ihre Ergebnisse in einer so genannten Pitch-Arena vor. Bei allen Projekten lag ein besonderes Augenmerk auf Usability und User Experience. Im Anschluss an die Pitch-Arena standen die Projekt-Teams in Sessions für Fragen zur Verfügung. Den Abschluss bildete eine Panel-Diskussion zum Thema „Nutzerzentriertes Arbeiten in der Verwaltung“.
Chatbots im Fokus
In diesem Jahr arbeiteten mehrere der Teams an Chatbot-Lösungen. Das Gemeinschaftsprojekt des Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) und des ITZBund etwa hat sich mit nutzerfreundlichen Möglichkeiten zur digitalen Interaktion von Bürgern mit der Bundesverwaltung befasst. Das Projekt hat mit verschiedenen Ansätzen, darunter auch Chatbots, experimentiert. Die Ergebnisse aus dem Fellowship sollen unter anderem in die Entwicklung des Basisdienstes Chatbot einfließen, erklärte Ann Kristin Falkenhain, die Maßnahmenverantwortliche für Chatbots im BMI. Ein interdisziplinäres Team von vier Fellows setzte sich mit Anwendungsfällen des Bundesministeriums für Justiz (BfJ) sowie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) auseinander. Am Ende des Fellowship konnten eine prototypische Chatbot-Lösung für das Familienportal des BMFSFJ sowie eine Checkliste an die Projektpartner übergeben werden. Der prototypische Chatbot sei Teil des Umsetzungsprozesses eines Familienassistenten des BMFSFJ. Er greife persönliche Fragestellungen aus den Bereichen Mutterschutz, Elternzeit und Elterngeld auf und lotse anhand des Kontextes zu anderen interessanten Themen. Zudem sei eine potenzielle Schnittstelle zu Messenger-Diensten betrachtet worden, um die Integration von beliebten und täglich verwendeten Informationskanälen frühzeitig zu beleuchten. Die Checkliste gibt Interessierten erste Anhaltspunkte, wann und bei welchem Prozess der Einsatz von Chatbots sinnvoll erscheint, berichtet das ITZBund.
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