Fraunhofer FOKUSDatenbestände kontrolliert teilen
Um Daten sicher und vertrauensvoll zu verwalten und austauschen zu können, bedarf es spezialisierter Plattformen. Dies gilt insbesondere für öffentliche Einrichtungen und die Wirtschaft. Im Januar 2023 startete deshalb das von der EU geförderte Horizon-Europe-Projekt PISTIS – kurz für „Promoting and Incentivising Federated, Trusted, Fair Sharing and Trading of Interoperable Data Assets“. Dabei entwickeln die 31 europäischen Projektpartner aus elf Ländern eine Referenzplattform als Infrastruktur für die gemeinsame Nutzung, den föderierten Austausch und Handel sowie die Monetarisierung von interoperablen Datensets. So will PISTIS Anreize für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen schaffen, ihre Datenbestände miteinander zu teilen. Geleitet und koordiniert wird das bis Juni 2026 laufende Projekt vom Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS. Nun berichtet Fraunhofer FOKUS vom Kick-off-Meeting von PISTIS. Dazu trafen sich 60 Vertreterinnen und Vertreter der Partner für zwei Tage bei dem Forschungsinstitut in Berlin.
Keine Insellösung
Ziel von PISTIS ist es, datenbezogene Dienste als modulare Umgebung zur Verfügung zu stellen und so einen sicheren Datentransfer zu ermöglichen. Beteiligte Organisationen sollen die PISTIS-Umgebung als Ergänzung zu ihren eigenen Diensten gemeinsam mit anderen Akteuren nutzen können. Dabei sollen sich nach Angaben von Fraunhofer FOKUS ausschließlich die zugehörigen Metadaten in globalen Datenkatalogen finden, um Nutzern die Suche nach gewünschten Daten zu ermöglichen. So entstehe ein Ökosystem aus bestehenden und neuen Datenräumen, das Datensilos beseitigt.
Fraunhofer FOKUS konzipiert und entwickelt die PISTIS-Datenräume sowie Datenverwaltungsdienste. Im Besonderen werde die Entwicklung des Datenkatalogs verantwortet, so das Institut. Dieser basiere auf der Software PIVEAU, die bei Fraunhofer FOKUS für die Aufbereitung, Integration, Veröffentlichung und Katalogisierung von Daten entwickelt wurde. Dank der offenen Schnittstellen und standardisierten Komponenten soll PISTIS auch zu anderen Dateninfrastrukturen kompatibel sein sowie der Gaia-X-Spezifikation entsprechen.
Tests in Praxisprojekten
PISTIS soll unter realen Bedingungen in drei groß angelegten virtuellen Demonstrationshubs in Form von digitalen Demo-Services getestet werden: Im Demonstrationshub Mobilität und Stadtplanung in Athen werden Akteure aus Luftfahrt, öffentlichem Nahverkehr und öffentlicher Verwaltung ihre Daten gemeinsam nutzen – zur Verbesserung der Abläufe bei der Flugzeugabfertigung, beim Umstieg der Passagiere oder beim Pendelverkehr zwischen Stadt und Flughafen. In Spanien sollen Akteure aus dem Energiesektor an der Lösung von Engpässen in Verteilnetzen arbeiten. Und im Demonstrationshub Automobilität in Deutschland und Österreich sollen datengestützte Lösungen und Dienste zu einem umweltfreundlichen und effizienten Verkehr beitragen – von städtischen Emissionsmodellen bis hin zum betrieblichen Mobilitätsmanagement.
Thüringen/Estland: Von den Besten lernen
[10.04.2026] Estland setzt mit seiner digitalen Transformation globale Maßstäbe. Die Botschafterin des baltischen Staates machte nun ihren Antrittsbesuch beim Thüringer Ministerpräsidenten und der Landes-CIO. Thüringen und Estland wollen die digitale Verwaltung enger verzahnen. mehr...
Zoll/ITZBund: Anwendung zur Zentralen Zollabwicklung
[10.04.2026] Zoll und ITZBund haben eine neue Version des Zollsystems ATLAS in Betrieb genommen. Mit ATLAS-CCI startet eine zentrale Zollabwicklung für Einfuhren, die grenzüberschreitende Verfahren ermöglicht. Unternehmen können sich nun auf die zertifizierungspflichtige Nutzung vorbereiten. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Digital zum Mittelabruf
[08.04.2026] Das Land Nordrhein-Westfalen hat ein umfangreiches Infrastruktur- und Investitionsprogramm für Kommunen auf den Weg gebracht. Der Antragsweg für die Kommunen sollte dabei möglichst glatt verlaufen: Über ein Portal können sie über ein rein digitales Verfahren auf die Mittel zugreifen. mehr...
ÖFIT: Wege zur wirksamen Verwaltung
[24.03.2026] Personalmangel und Bürokratielasten führen zum Eindruck einer überforderten Verwaltung. Eine aktuelle Studie des ÖFIT zeigt, wie innerhalb des Verwaltungssystems die Hebel für eine erfolgreiche Staatsmodernisierung umgelegt werden können – durch strikte Outcome-orientierte Handlungsleitung und pragmatische Ansätze. mehr...
BMDS: Kriterien für gute Servicequalität
[17.03.2026] Im Februar haben Menschen aus ganz Deutschland in mehreren Bürgerwerkstätten erarbeitet, was für sie einen guten Verwaltungsservice ausmacht. Die Ergebnisse will das BMDS nun weiter validieren, um ein Audit-Tool für die Servicequalität von Bundesleistungen zu entwickeln. mehr...
Hessen: Quick-Check Bauantrag gestartet
[16.03.2026] Das Land Hessen hat ein einfaches digitales Angebot geschaffen, mit dem Bürgerinnen und Bürger schnell prüfen können, ob für ihr Bauvorhaben ein Bauantrag erforderlich ist. Das spart Zeit, schafft Klarheit und entlastet auch die Behörden. mehr...
OSBA: Innovative Open-Source-Lösungen gesucht
[10.03.2026] Zum zweiten Mal findet der bundesweite Wettbewerb für erfolgreiche Open-Source-Lösungen aus der öffentlichen Verwaltung statt. Behörden und öffentliche Stellen aller föderalen Ebenen können sich bis Ende Juni bewerben, die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Smart Country Convention. mehr...
Hessen: BAföG digital beantragen
[09.03.2026] In Hessen kann BAföG nicht nur digital beantragt werden, auch der Förderbescheid wird künftig online zugestellt. Das Bundesland ist somit das erste mit einem kompletten BAföG-Digitalpaket. mehr...
BMV: iKfz-App für Unternehmen nutzbar
[06.03.2026] Der digitale Fahrzeugschein lässt sich jetzt auch per QR-Code in die iKfz-App übertragen. Das bietet insbesondere Unternehmen, Handwerksbetrieben, Dienstleistern und Fuhrparkbetreibern neue Möglichkeiten. mehr...
Nationaler Normenkontrollrat: 81 Vorschläge für weniger Bürokratie
[02.03.2026] Mit inzwischen zwölf Zielen und zahlreichen konkreten Vorschlägen erweitert der NKR sein Maßnahmenpaket zum Bürokratieabbau. Im Fokus stehen ein effizienterer Verwaltungsvollzug und Entlastungen für KMU – etwa durch schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren oder ein vereinfachtes Vergaberecht. mehr...
DigitalService: Work4Germany geht in die nächste Runde
[27.02.2026] Für den Herbstdurchgang des Fellowship-Programms Work4Germany beginnt am 2. März die Bewerbungsphase. Der DigitalService des Bundes bringt Fachleute als Fellows in die Bundesverwaltung, wo sie Referate in Projekt-, Produkt- sowie Team- und Organisationsentwicklung unterstützen. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Der Beihilfebescheid kommt per App
[26.02.2026] Die rund 645.000 Beihilfeberechtigten in Nordrhein-Westfalen können ihre Bescheide ab sofort in digitaler Form erhalten. Möglich wird das durch eine neue Funktion der bereits etablierten BeihilfeNRW-App. Davon profitieren die Antragstellenden wie auch die Beschäftigten der Beihilfestellen. mehr...
Baden-Württemberg/Bayern: Software-Landschaft für die Gesundheitsämter
[17.02.2026] Baden-Württemberg und Bayern vereinbaren die Zusammenarbeit zur Entwicklung einer gemeinsamen digitalen Grundlage für den Öffentlichen Gesundheitsdienst. Ziel ist eine einheitliche, bürgerfreundliche Fachanwendungslandschaft. Die Kooperation steht weiteren Ländern und Kommunen offen. mehr...
Deutschland-Index Digitale Verwaltung 2025: Brandenburg holt auf
[16.02.2026] Der Index Digitale Verwaltung des ÖFIT zeigt: Brandenburg ist im Jahr 2025 der Aufsteiger schlechthin. Punkten kann die Verwaltung insbesondere mit der sehr guten Benutzbarkeit ihres Angebots. Schwachpunkte bleiben die Basiskomponenten und das Angebot an Online-Verwaltungsleistungen. mehr...
Low Code/No Code: Digitalisierung von innen
[13.02.2026] Es ist eine Mammutaufgabe, die Verwaltung einer großen Organisation zu digitalisieren. Das gilt auch für die Bundeswehr, die zudem vor zahlreichen weiteren Herausforderungen steht. Die Digitalisierung in Teilen in die Hände kleinerer Einheiten oder Teams zu geben, kann zu erheblichen Effizienzgewinnen führen. mehr...













