BundeswehrSicher in das Quantenzeitalter

[02.02.2024] Die BWI hat das Glasfasernetz der Bundeswehr grundlegend modernisiert. Das 13.000 Kilometer lange Netz ist nun nicht nur leistungsfähiger, sondern auch gegen künftige Quantencomputer gewappnet.
Das Bild zeigt symbolisch eine Karte von Deutschland über die ein Sicherheitsnetz gespannt ist.

Das Weitverkehrsnetz der Bundeswehr ist jetzt quantenresistent verschlüsselt.

(Bildquelle: BWI GmbH/Oliver Kunkel)

Das IT-Systemhaus der Bundeswehr (BWI) hat in den vergangenen drei Jahren das Weitverkehrsnetz der Bundeswehr grundlegend erneuert. Das Kernnetz ist nun mit modernster, quantensicherer Verschlüsselungstechnik gesichert. Dieser Schritt ist laut BWI entscheidend, da bereits Anfang der 2030er Jahre die ersten Quantencomputer erwartet werden, die herkömmliche Verschlüsselungsverfahren brechen könnten.

Das rund 13.000 Kilometer lange bundesweite Glasfasernetz verbindet etwa 800 Liegenschaften der Bundeswehr. Standardmäßig wird die neue Verschlüsselungstechnologie Post-Quantum-Cryptography (PQC) eingesetzt, die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) für Übertragungen bis zur Schutzklasse Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch (VS-NfD) zugelassen ist. 

Zusätzlich zur Sicherheit wurde die Infrastruktur mit einem Monitoring-System ausgestattet, das Störungen wie Faserbrüche automatisch erkennt, lokalisiert und meldet. Diese Neuerung soll nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern auch eine effizientere Störungsbehebung ermöglichen. Das Backbone des Bundeswehrnetzes ist nun in der Lage, Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 Gigabit pro Sekunde zu unterstützen. Damit ist die BWI in der Lage, die Bandbreite für die Liegenschaften der Bundeswehr bedarfsgerecht anzupassen, ohne die physikalische Netzinfrastruktur verändern zu müssen.





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