NiedersachsenDigitales Verkehrsmanagement
Niedersachsen macht bei der digitalen Verkehrssteuerung einen Schritt nach vorn. Das berichtet jetzt das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung. Mit der Navigationstechnologie NUNAV lässt sich demnach der Verkehr auf den Straßen im Land vom PC aus managen. Entwickelt wurde die Lösung vom Technologieunternehmen Graphmasters. Mithilfe der NUNAV-App können die Verkehrsmanager die „Verkehrslage in Echtzeit“ und neuer Qualität verfolgen, am PC die besten Routen entwickeln und diese den Autofahrern per App zur Verfügung stellen. Damit werde die vorhandene Verkehrsinfrastruktur optimal ausgelastet und die Sicherheit auf den Straßen erhöht. Selbst starker Anfahrtsverkehr ließe sich so steuern. Chaos auf Straßen oder Parkplätzen könne vermieden werden. Dadurch leiden die Fahrer weniger unter Staus und Stress, die Umwelt weniger unter Feinstaub und Abgasen, erklärt Verkehrsminister Bernd Althusmann. Niedersachsen sei das erste Bundesland, das „die Verkehrsteilnehmenden mittels einer Navigationssoftware direkt, individuell und in Echtzeit zum Ziel bringen kann“, so Althusmann.
Gemeinsame Entwicklung mit dem Land
Das System ist vom Land gemeinsam mit Graphmasters entwickelt worden, berichtet Graphmasters-COO Sebastian Heise. Bereits vorliegende, etwa über Messschleifen gewonnene Verkehrsdaten fließen ein und werden mit Echtzeit-Verkehrsdaten, so genannten Floating Car Data (FCD), verschmolzen. Mit der datensicheren NUNAV-Navigations-App habe das Land ein Werkzeug, mit dem der Verkehr nun individuell gesteuert werden könne. Während andere Navigationssysteme alle Fahrzeuge zunächst über dieselbe Alternativroute schicken, könne mit NUNAV jedes Fahrzeug bei Bedarf eine eigene Route bekommen. Die App ist mit der Homepage der Verkehrsmanagementzentrale gekoppelt. Diese lieferte bisher schon Verkehrsinformationen und geht nun zusätzlich in einer umfassend modernisierten Fassung online – erstmals mit Echtzeitdaten zur Verkehrslage mit einer Pre-Routing-Funktion.
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