Delos CloudDeutsch-französische Cloud-Allianz

Europäische Cloud-Anbieter verpflichten sich zur gegenseitigen Unterstützung im Krisenfall über die Landesgrenzen hinweg.
(Bildquelle: 123rf.com)
Um Europas digitale Souveränität in Krisensituationen zu stärken, hat das Unternehmen Delos Cloud zwei neue Partnerschaften geschlossen. Künftig arbeitet das Unternehmen dafür mit Bleu und Microsoft zusammen. „In der heutigen geopolitischen Lage ist die Sicherung der digitalen Souveränität in Deutschland und Europa von entscheidender Bedeutung. Die Zusammenarbeit mit Bleu und Microsoft bekräftigt unser Ziel, widerstandsfähige und skalierbare Cloud-Dienste bereitzustellen. Gemeinsam wollen wir sicherstellen, dass Europas Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit auch in Krisenszenarien nicht nachlässt“, sagt Nikolaus Hagl, Geschäftsführer von Delos Cloud.
Wie Delos Cloud berichtet, bildet die Vereinbarung mit Bleu eine deutsch-französische Allianz. Beide Unternehmen verpflichten sich darin zur gegenseitigen Unterstützung über die Landesgrenzen hinweg. Dies soll bei umfassenden Krisen helfen, etwa bei militärischen Konflikten oder Cyberangriffen. Geplant sind gemeinsame Verfahren zur schnellen Erkennung und Abwehr digitaler Angriffe sowie zur Analyse und Behebung von Schäden. So wollen die Partner die Widerstandsfähigkeit und die digitale Souveränität in Deutschland, Frankreich und Europa stärken.
„Dieses gegenseitige Unterstützungsabkommen zeigt unseren gemeinsamen Willen, die Resilienz Kritischer Infrastrukturen in Europa zu sichern. Unsere technischen und operativen Teams werden zusammenarbeiten und konkrete Wege entwickeln, um sich gegenseitig und die staatlichen Stellen in Krisenszenarien zu unterstützen“, sagt Jean Coumaros, Geschäftsführer von Bleu.
In einer weiteren Vereinbarung mit Microsoft wurde festgelegt, wie die Cloud-Dienste europäischer Kunden gesichert werden, sollten Sanktionen eines Drittstaats die Aktivitäten von Microsoft in Europa einschränken. Delos Cloud erhält dafür die rechtlichen und technischen Möglichkeiten, Cloud-Software von Microsoft zu nutzen, um betroffene Nutzerinnen und Nutzer weiterhin zu bedienen. Diese können ihre digitalen Arbeitslasten auf die national betriebene Plattform von Delos Cloud übertragen.
BSI: Klare Souveränitätskriterien für Cloud-Dienste
[29.04.2026] Das BSI hat einen Kriterienkatalog zur Bewertung der Souveränität von Cloud-Diensten vorgelegt. Das C3A-Framework soll Cloud-Kunden wie auch -Anbietern Orientierung geben und eine selbstbestimmte Nutzung erleichtern. Auch Audits für Cloud-Anbieter sind geplant. mehr...
OSBA/Deutschland-Stack: Transparente Standards für Cloud-Dienste
[13.04.2026] Die Open Source Business Alliance bewertet die Integration des Sovereign Cloud Stack in den Deutschland-Stack als wichtigen Schritt für offene Cloud-Standards. Der IT-Planungsrat verankert damit erstmals Open-Source-basierte Referenzarchitekturen für Cloud- und Managed Services in der Verwaltung. mehr...
Bitkom: Wunsch nach digitaler Unabhängigkeit ist da
[13.04.2026] Menschen in Deutschland wünschen sich, dass Europa bei digitalen Technologien unabhängiger wird. Gleichzeitig werden europäische Anwendungen und Technologien nur in wenigen Bereichen genutzt. Der Bitkom fordert daher bessere Rahmenbedingungen für Innovation. mehr...
OSBA: Cyber Resilience Act und Open Source
[09.04.2026] Open Source ist Grundlage der meisten Softwareprodukte und daher zentral für die IT-Sicherheit. Dies muss auch in der Umsetzung des Cyber Resilience Act berücksichtigt werden, fordert die OSBA. Open Source braucht eine passende Regulierung mit Unterstützung der Wirtschaft und klaren Verfahren. mehr...
ZenDiS: Konsultation zur digitalen Souveränität
[30.03.2026] Dass die Abhängigkeit der öffentlichen Verwaltung von außereuropäischen Technologieanbietern verringert werden muss, ist unstrittig. Gleichzeitig bleibt der Begriff der digitalen Souveränität oft unscharf. Das ZenDiS will dafür nun messbare Kriterien entwickeln – auf Basis eines möglichst breiten Konsens. mehr...
Schleswig-Holstein: Call for Concepts beim Landesprogramm Offene Innovation
[29.01.2026] Es ist erklärtes Ziel Schleswig-Holsteins, mit Open Source die digitale Souveränität zu sichern und den Digitalstandort zu stärken. Dazu trägt auch das Landesprogramm Offene Innovation bei, mit dem praxisrelevante Open-Source-Projekte in Verwaltung und Zivilgesellschaft gefördert werden. Nun startet die dritte Runde. mehr...
openDesk: Arbeitsfähig im Krisenfall
[27.01.2026] In einem Pilotprojekt erproben die Deutsche Rentenversicherung Bund und weitere Sozialversicherer die souveräne Office- und Kollaborationssuite openDesk des ZenDiS – speziell für die Kommunikation im Krisenfall. mehr...
OSBA: Europäische IT gegen digitale Erpressung
[22.01.2026] Digitale Dienste von US-Anbietern können umstandslos blockiert werden, wie der Fall des Internationalen Strafgerichtshofs zeigt. Weitere Fälle könnten folgen. Open-Source-Lösungen bieten eine sichere, europäische Alternative. Die OSBA berät Organisationen beim Umstieg. mehr...
Next:Public: Studie belegt deutliche Souveränitätslücken
[16.12.2025] Die öffentliche Verwaltung aller Ebenen ist stark von außereuropäischen IT-Anbietern abhängig. Eine neue Studie unterfüttert diesen Befund erstmals mit konkreten Zahlen. Vor allem bei Standardsoftware zeigt sich ein struktureller Lock-in. Die Umstellung von On-Premise-Systemen auf Cloud-Dienste könnte ein möglicher Ausweg sein. mehr...
Berlin: Weichenstellung für Verwaltungs-IT
[15.12.2025] Der Berliner Senat hat zwei Beschlüsse zur Weiterentwicklung der Verwaltungs-IT gefasst. Eine Open-Source-Strategie soll digitale Souveränität und offene IT-Strukturen stärken. Zudem schafft eine Änderung des E-Government-Gesetzes eine Rechtsgrundlage für den KI-Einsatz. mehr...
Schleswig-Holstein: Open Source spart Millionen
[08.12.2025] Digitale Souveränität ist möglich und wirtschaftlich – das zeigt Schleswig-Holstein, indem es zentrale IT-Komponenten auf quelloffene Software umstellt. Schon fast 80 Prozent der Arbeitsplätze in der Landesverwaltung nutzen LibreOffice. Als limitierender Faktor erweisen sich einige Fachanwendungen. mehr...
Digitale Souveränität: Berlin plant openDesk-Einsatz
[05.12.2025] Berlin plant nach erfolgreichen Tests im CityLab die Einführung der quelloffenen Officesuite openDesk in der Verwaltung. Das ITDZ stimmt sich dazu eng mit der Senatskanzlei und dem ZenDiS ab und bereitet erste Bereitstellungen einzelner Komponenten vor. mehr...
DAAD: Neue Infrastruktur stärkt digitale Souveränität
[26.11.2025] Um eine zukunftsfähige IT-Basis für den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) zu schaffen, wurde die virtuelle Infrastruktur der Organisation auf eine hochverfügbare, Open-Source-basierte IaaS-Plattform migriert. Unterstützt wurde der DAAD dabei von dem Unternehmen GISA. mehr...
BSI/ANSSI: Gemeinsame Kriterien zur Cloud-Souveränität
[19.11.2025] BSI und ANSSI wollen EU-weite Kriterien für souveräne Cloud-Dienste entwickeln und eine Methodik zu deren Prüfung vorlegen. Die Vereinbarung soll einheitliche Sicherheitsanforderungen schaffen und öffentlichen wie privaten Stellen klare Orientierung bieten. mehr...













