BMDSUmsetzungsstand der Modernisierungsagenden

[16.06.2026] In Berlin diskutierten 200 Expertinnen und Experten aus Bund und Ländern über die Fortschritte der Modernisierungsagenden. Dabei wurde deutlich: Die Umsetzung hängt vor allem an der engen Zusammenarbeit aller staatlichen Ebenen.
Karsten Wildberger am Rednerpult in klassizistischer Kulisse.

„Staatsmodernisierung erfordert einen Schulterschluss aller staatlichen Ebenen in unserem Land“, betonte Karsten Wildberger.

(Bildquelle: Jens Oellermann/BMDS)

Unter dem Motto „Staatsmodernisierung mit Wirkung“ versammelten das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) und die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften rund 200 hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Bundes- und Landespolitik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in Berlin. Im Zentrum des Austauschs standen die Fortschritte der Föderalen Modernisierungsagenda von Bund und Ländern, mit der der Staat agiler, schlanker und digitaler werden soll. Positiv hervorgehoben wurde von allen Seiten die neue Form der ebenenübergreifenden Zusammenarbeit, Einigkeit herrschte auch über die zentrale Bedeutung der Föderalen Modernisierungsagenda für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands.

Schulterschluss aller staatlichen Ebenen

„Wir haben keine Zeit mehr, zu warten. Die Menschen erwarten zu Recht, dass der Staat schlanker, schneller und digitaler wird“, sagte der Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, Karsten Wildberger. Der Bund erfülle seinen Teil der Verpflichtung, aber es sei auch gut und wichtig, dass es Pioniere in den Ländern gebe, die nun handelten. „Diese Akteure haben meine volle Unterstützung“, so der Minister.

Die Notwendigkeit einer engen Kooperation aller Ebenen wurde auch von weiteren Teilnehmenden unterstrichen. So sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Staatsmodernisierung braucht einen echten Mentalitätswechsel auf allen staatlichen Ebenen. Ein schneller, handlungsfähiger Staat gelingt nur, wenn Bund, Länder und Kommunen gemeinsam an einem Strang ziehen.“ Auch sein Amtskollege aus Baden-Württemberg, Cem Özdemir, begrüßte ausdrücklich die Modernisierungsbestrebungen auf Bundesebene und sicherte zu, mit aller Kraft die gemeinsamen Anstrengungen von Bund, Ländern und Kommunen unterstützen zu wollen.

Fortschritte bei Bund und Ländern

Die Bundesregierung hat im vergangenen Herbst die Modernisierungsagenda Bund verabschiedet (wir berichteten). Seit November 2025 hat sie Entlastungen von über 8 Milliarden Euro jährlich beschlossen. Neben strukturellen Verbesserungen, wie der Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren im Wohnungsbau und bei der Energieinfrastruktur, stehen insbesondere bürgernahe Verbesserungen im Fokus. Dies umfasst insbesondere die Bündelung von Verwaltungsleistungen, wie die digitale Fahrzeugzulassung, sowie den Abbau von Meldepflichten. Zudem soll der Sozialstaat digitaler werden. Die Veranstaltung fand im Vorlauf der anstehenden Ministerpräsidentenkonferenz am 25. Juni statt, bei der auch der Fortschrittsbericht zur Föderalen Modernisierungsagenda (wir berichteten) vorgestellt werden soll.



Stichwörter: Politik,


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik
Drei steif lächelnde Menschen stehen nebeneinander vor einer blauen Wand und halten Doklumentenmappen in ihren Händen.

Bayern: Rückenwind für den Digitalstaat

[12.06.2026] Ein Rechtsgutachten der Universität Passau sieht keine grundsätzlichen Hürden für durchgängig digitale Verwaltungskommunikation. Gegen Ende-zu-Ende-Digitalisierung der Verwaltung bestehen demnach weder grundsätzliche verfassungsrechtliche noch ethische Bedenken. mehr...

Thüringen: Wichtige Online-Dienste für alle Kommunen

[12.06.2026] Thüringen und der Bund wollen fünf Verwaltungsleistungen bis Ende März 2027 landesweit digital verfügbar machen. govdigital und KIV Thüringen sollen die Online-Dienste in den Thüringer Kommunen bis zur vollständigen Betriebsfähigkeit integrieren. mehr...

Handshake-Pose von Pakoste und Wildberger vor blauem Hintergrund

Deutschland/Estland: Partnerschaft für digitale Verwaltung

[11.06.2026] Deutschland und Estland wollen bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung enger zusammenarbeiten. Eine neue Absichtserklärung umfasst Künstliche Intelligenz, digitale Souveränität, EUDI-Wallet, Beschaffung und Cyber-Sicherheit. mehr...

Niedersachsen: Im Maschinenraum der Verwaltungsdigitalisierung

[29.05.2026] Niedersachsen sieht seinen Roll-out-Ansatz für Online-Dienste durch erste Ergebnisse bestätigt. Mit Unterstützung des Bundes soll eine neu gegründete „Taskforce Digitalisierung Niedersachsen“ fünf Fokusleistungen bis Ende 2026 landesweit verfügbar machen und medienbruchfreie Prozesse vorbereiten. mehr...

Porträt Florian Hauer, mittelalter Mann im dunklen Anzug vor grauem Hintergrund
bericht

Berlin: Hauptstadt ohne CDO

[28.05.2026] Berlins oberster Verwaltungsmodernisierer, der Dresdner IT-Unternehmer Matthias Hundt, ist nach weniger als drei Monaten auf eigenen Wunsch aus seinem Amt ausgeschieden. Übergangsweise übernimmt Staatssekretär Florian Hauer seine Aufgaben. mehr...

Digitalminister Karsten Wildberger auf der re:publica26

re:publica26: Vom Ankündigen zum Liefern

[22.05.2026] Auf der Digitalkonferenz re:publica26 zieht Bundesdigitalminister Karsten Wildberger eine Jahresbilanz und spricht sich resolut für mehr digitale Souveränität und Open Source aus. mehr...

zwei Männer in Anzügen sitzen an einem Tisch mit der NRW und Bayern-Flagge, vor ihnen liegen Unterlagen


Nordrhein-Westfalen / Bayern: Steuerdaten besser schützen

[21.05.2026] Gemeinsam mit Bayern treibt Nordrhein-Westfalen eine länderübergreifende Kooperation bei der Betriebsinfrastruktur der Steuer-IT voran. Damit soll die Informationssicherheit der Finanzverwaltungen gestärkt und speziell Steuerdaten besser geschützt werden. mehr...

Nicolas Sölter

Hessen: Neuer Staatssekretär im Digitalministerium

[19.05.2026] In Hessen soll Nicolas Sölter als neuer Staatssekretär im Digitalministerium die Digitalisierung in dem Bundesland weiter vorantreiben. Ein Schwerpunkt liegt dabei unter anderem auf Zukunftstechnologien wie Künstlicher Intelligenz. mehr...

Großer Saal mit barocken Deckenelementen und rotem Teppich, darin eine U-förmige Tischanordnung und zahlreiche menschen in Anzügen und Kostümen sowie Monitore

Digitalministerkonferenz: Alle ziehen an einem Strang

[15.05.2026] Die Digitalministerkonferenz hat in Hamburg Beschlüsse zur Umsetzung der föderalen Modernisierungsagenda gefasst. Die Vereinbarungen betreffen unter anderem die DeutschlandID, die Registermodernisierung und ein länderübergreifendes Reallabor für Law-as-Code. mehr...

Montage: Ina Scharrenberger, Kristina Sinemus und Thomas Strobl mit der unterzeichneten Vereinbarung, plus die drei Ministeriumslogos

Kooperation: Gemeinsame KI-Plattform für drei Länder

[11.05.2026] Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg wollen beim Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung enger zusammenarbeiten. Eine gemeinsame Plattformarchitektur soll Standards, Schnittstellen und Pilotanwendungen bündeln. mehr...

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger mit Papiern unter dem Arm in einem dynamischen Bildsetting

Ein Jahr BMDS: Gute Ansätze – zu wenig Verbindlichkeit

[08.05.2026] Ein Jahr nach dem Start des Digitalministeriums ziehen weitere Branchenverbände Bilanz. Die Open Source Business Alliance fordert mehr Verbindlichkeit bei Open Source und digitaler Souveränität, der BREKO verlässliche Rahmenbedingungen für den Glasfaserausbau. mehr...

Porträt der Sächsischen Staatsministerin Petra Köpping, Außenaufnahme im "Grünen"

Sachsen: Bündeln, straffen, digitalisieren

[05.05.2026] Das sächsische Landeskabinett hat eine umfassende Modernisierungsagenda beschlossen. Ein großer Teil der Maßnahmen betrifft die digitale Transformation der Verwaltung und die erforderlichen Umsetzungsstrukturen. mehr...

Saarland: Zehn Minuten für die digitale Zukunft

[04.05.2026] Im Saarland wird derzeit die Digitalstrategie „Digitales Saarland 2035“ erarbeitet. Diese soll sich nah an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen im Land ausrichten. Daher läuft nun bis 20. Mai eine landesweite Online-Bürgerbeteiligung, deren Ergebnisse in die Strategie einfließen sollen. mehr...

Das Bild zeigt Bayerns Digitalminister Fabian Mehring.

Bayern/Bund: Kooperation besiegelt

[30.04.2026] Bayern und der Bund haben die Vereinbarung für eine Pilotkooperation zur Verwaltungsdigitalisierung unterzeichnet. Damit ist der im Januar angekündigte Ansatz nun vertraglich fixiert. Bis Jahresende sollen wichtige Fokusleistungen in allen Kommunen des Landes angeboten werden können. mehr...