Deutschland-Index 2021Deutschland wird digitaler

40 Prozent der Befragten haben im Jahr 2020 mindestens ein digitales Verwaltungstool benutzt – so ein Ergebnis des Deutschland-Index von BMI und ÖFIT.
(Bildquelle: www.oeffentliche-it.de)
Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und das Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) am Fraunhofer-Institut FOKUS haben jetzt gemeinsam den Deutschland-Index der Digitalisierung vorgestellt. Der aktuelle Deutschland-Index zeigt laut BMI eine steigende Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger, digitale Verwaltungsangebote zu nutzen. Wichtigster Zugang seien die Web-Portale der Kommunen. Markus Richter, Staatssekretär im BMI und Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik, erklärt: „Ich freue mich, dass immer mehr Menschen die digitale Verwaltung nutzen und die Angebote gut bewerten. Das Potenzial ist aber noch viel größer. Unser gemeinsames Ziel ist, dass die Menschen in allen 11.000 Kommunen in Deutschland einen vollwertigen Zugang zur digitalen Verwaltungswelt bekommen. Daran arbeiten wir im Bund gemeinsam mit den Ländern und Kommunen auf Hochtouren.“
Positive Entwicklungen
Alle zwei Jahre untersucht das Kompetenzzentrum Öffentliche Informationstechnologie (ÖFIT) am Fraunhofer-Institut FOKUS die Frage: „Wie digital ist Deutschland?“ Ein besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auf dem Onlinezugangsgesetz (OZG), informiert das BMI. Dabei werde vor allem die Ebene der Bundesländer und Kommunen beleuchtet. Und hier würden sich positive Entwicklungen zeigen.
Von den 5.500 befragten Bürgern hätten gut 40 Prozent im vergangenen Jahr mindestens ein digitales Verwaltungsangebot genutzt. Unter den Ländern steche der Stadtstaat Hamburg heraus. Dort hätten bereits 50 Prozent der Einwohner Berührungspunkte mit der digitalen Verwaltung gehabt. Zugang zu den Angeboten seien für die meisten die kommunalen Web-Portale, die bundesweit von zwei Dritteln der Befragten genutzt werden. Informationswert und Funktionalität der Portale würden dabei von der Mehrheit positiv bewertet.
Bewährtes Vorgehen
Untersucht worden seien die fünf Themenfelder Infrastruktur, Nutzung digitaler Möglichkeiten im Alltag, Wirtschaft und Forschung, Bürgerservices und digitale Kommunen. Darstellung und Analyse im Deutschland-Index der Digitalisierung orientieren sich laut den Herausgebern eng am bewährten Vorgehen. Ein hoher Indexwert stehe dabei für eine weit fortgeschrittene Digitalisierung. Peter Parycek, Leiter des Kompetenzzentrums ÖFIT, betont: „Der Deutschland-Index der Digitalisierung erreicht 2021 einen Wert von 70,2 Punkten und fällt damit höher aus als 2019 mit 68,3 Punkten. Damit setzt sich auch jenseits kurzfristiger Corona-Effekte der langfristige Trend fort, der schon zwischen 2017 und 2019 zu beobachten war: Deutschland wird immer digitaler.“
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