BAföG DigitalOnline-Assistent gestartet

[27.10.2020] Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Berlin, Hessen und Nordrhein-Westfalen haben den Online-Antragsassistenden BAföG Digital gestartet. Nach dem Einer-für-Alle-Prinzip im Rahmen der OZG-Umsetzung soll er sukzessive in allen Bundesländern verfügbar gemacht werden.
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und Bundes-CIO Markus Richter stellen BAföG Digital vor.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und Bundes-CIO Markus Richter stellen BAföG Digital vor.

(Bildquelle: BMBF/Rickel)

In Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Berlin, Hessen und Nordrhein-Westfalen können Schüler und Studenten ihren BAföG-Antrag jetzt über einen digitalen Antragsassistenten stellen. Wie das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) mitteilt, wurde er in einem Digitalisierungslabor zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) entwickelt. Federführend beteiligt waren neben dem BMI das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie das Land Sachsen-Anhalt. Um Zeit und Kosten zu sparen, haben Sachsen-Anhalt als Themenfeldverantwortlicher auf Länderseite und das BMBF als Federführer auf Bundesseite den Antragsassistenten entwickelt und den übrigen Bundesländern entsprechend dem Einer-für-Alle-Prinzip zur Verfügung gestellt. Die Entwicklung des Online-Antrags sei vom BMI finanziert worden. Die beteiligten Länder teilen sich die Kosten, um den Dienst zu betreiben und weiterzuentwickeln. Das BMBF finanziere den First-Level-Support in Form einer Hotline. Der Betrieb des Online-Antrags erfolgt für alle Länder bei IT-Dienstleister Dataport in Sachsen-Anhalt.

Kompliziertes Verfahren vereinfacht

Der neue Assistent soll nun sukzessive in jedem Bundesland verfügbar gemacht werden und die bislang verwendeten Antragsangebote ablösen, heißt es vonseiten des BMI. „Wir arbeiten mit Hochdruck an der flächendeckenden Digitalisierung der Verwaltung mit einem besonderen Schwerpunkt auf Leistungen, die für viele Menschen in diesem Land wichtig sind“, sagt Markus Richter, Staatssekretär im BMI und Regierungsbeauftragter für Informationstechnik (CIO). „Hier hat das BAföG mit hunderttausenden Bezugsberechtigten pro Jahr eine hohe Relevanz. BAföG Digital startet heute in fünf Ländern und wird dank des Einer-für-Alle-Prinzips schnell auch flächendeckend verfügbar sein.“ „Durch das neue Online-Tool BAföG Digital werden Schülerinnen, Schüler und Studierende zukünftig schneller eine Antwort auf ihren Antrag erhalten und die Ämter zudem Zeit bei der Bearbeitung sparen können“, ergänzt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek. „Bereits beim Ausfüllen des Antrags lassen sich nun Fehler vermeiden sowie Nachweise niedrigschwellig hochladen.“ Und Rüdiger Malter, Staatssekretär im Ministerium der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt sowie Beauftragter der Landesregierung für Informationstechnik weist darauf hin, dass „ein an sich kompliziertes Verwaltungsverfahren durch digitale Umsetzung für die Studierenden zeitgemäß vereinfacht“ wurde. „So muss es sein“, sagt CIO Malter.

Anwender im Mittelpunkt

Bei der OZG-Umsetzung sollen insbesondere für priorisierte Leistungen mit hohen Fallzahlen deutlich vereinfachte und intuitiv bedienbare digitale Antragsprozesse geschaffen werden. Für das BAföG bedeutet das laut BMI, dass Schüler und Studierende den BAföG Antrag vollständig online durchführen können. Mit dem Antragsassistenten BAföG Digital werde die seit 2016 mögliche digitale Antragstellung nun deutlich verbessert und vereinheitlicht. Im Digitalisierungslabor wurde der BAföG-Online-Antrag dabei nach einem nutzerzentrierten Ansatz entwickelt, welcher die späteren Anwender bereits bei der Produktentwicklung in den Mittelpunkt stellt. Demnach haben Schüler, Studierende und Eltern den BAföG-Antrag in allen Entwicklungsphasen zunächst getestet und ihr Feedback in den Prozess eingespeist. Auch die Bearbeiter in den Ämtern für Ausbildungsförderung bei den Studierendenwerken und Kommunalverwaltungen wurden in die Nutzertests eingebunden.

Nutzerfreundliches Design

Der digitale BAföG-Antrag ist laut BMI besonders übersichtlich und datensparsam gestaltet. Über den Konfigurator werden mit einfachen und verständlichen Fragen alle relevanten Formblätter zu einem Antrag zusammengefügt. Ein dynamisches Formular ermögliche es, dass Antragsteller nur relevante Fragen beantworten müssen. Zudem unterstützen bürgerfreundliche Hilfetexte die Antragstellung. Nachweise können während des Antragsprozesses oder zu einem späteren Zeitpunkt per Computer oder Smartphone hochgeladen werden. Studierende sowie Schüler können den Status ihres Antrags online nachverfolgen. Der Antrag ist in einem responsiven Design gestaltet, sodass er über jedes Endgerät genutzt werden kann. Des Weiteren stellt BAföG Digital über das Nutzerkonto Bund eine sichere Identifizierung und Authentifizierung der Antragstellenden sicher. Durch die Authentifizierung mit der Online-Funktion des Personalausweises wird laut Ministeriumsangaben die höchste Sicherheitsstufe geboten.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Panorama
Überwachung des Imports und Exports von Containern, Kontrolle von Handelscontainern.

Zoll/ITZBund: Anwendung zur Zentralen Zollabwicklung

[10.04.2026] Zoll und ITZBund haben eine neue Version des Zollsystems ATLAS in Betrieb genommen. Mit ATLAS-CCI startet eine zentrale Zollabwicklung für Einfuhren, die grenzüberschreitende Verfahren ermöglicht. Unternehmen können sich nun auf die zertifizierungspflichtige Nutzung vorbereiten. mehr...

Hand mit Euronoten vor blauem Hintergrund

Nordrhein-Westfalen: Digital zum Mittelabruf

[08.04.2026] Das Land Nordrhein-Westfalen hat ein umfangreiches Infrastruktur- und Investitionsprogramm für Kommunen auf den Weg gebracht. Der Antragsweg für die Kommunen sollte dabei möglichst glatt verlaufen: Über ein Portal können sie über ein rein digitales Verfahren auf die Mittel zugreifen. mehr...

Nahaufnahme von Aktenstapeln und Papieren auf einer Tischplatte in einem Büro.

ÖFIT: Wege zur wirksamen Verwaltung

[24.03.2026] Personalmangel und Bürokratielasten führen zum Eindruck einer überforderten Verwaltung. Eine aktuelle Studie des ÖFIT zeigt, wie innerhalb des Verwaltungssystems die Hebel für eine erfolgreiche Staatsmodernisierung umgelegt werden können – durch strikte Outcome-orientierte Handlungsleitung und pragmatische Ansätze. mehr...

Mehrere Personen sitzen offenbar miteinander redend um einen Tisch herum, dieser ist mit gelben Zetteln bedeckt.

BMDS: Kriterien für gute Servicequalität

[17.03.2026] Im Februar haben Menschen aus ganz Deutschland in mehreren Bürgerwerkstätten erarbeitet, was für sie einen guten Verwaltungsservice ausmacht. Die Ergebnisse will das BMDS nun weiter validieren, um ein Audit-Tool für die Servicequalität von Bundesleistungen zu entwickeln. mehr...

Laptop auf einem niedrigen Tisch in warmen Licht, Händet tippen darauf.

Hessen: Quick-Check Bauantrag gestartet

[16.03.2026] Das Land Hessen hat ein einfaches digitales Angebot geschaffen, mit dem Bürgerinnen und Bürger schnell prüfen können, ob für ihr Bauvorhaben ein Bauantrag erforderlich ist. Das spart Zeit, schafft Klarheit und entlastet auch die Behörden. mehr...

Eine Reihe von gläsernen Trophäen auf einer frauen Säule, darauf Schriftzug "Smart Country Convention"

OSBA: Innovative Open-Source-Lösungen gesucht

[10.03.2026] Zum zweiten Mal findet der bundesweite Wettbewerb für erfolgreiche Open-Source-Lösungen aus der öffentlichen Verwaltung statt. Behörden und öffentliche Stellen aller föderalen Ebenen können sich bis Ende Juni bewerben, die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Smart Country Convention. mehr...

Hessen: BAföG digital beantragen

[09.03.2026] In Hessen kann BAföG nicht nur digital beantragt werden, auch der Förderbescheid wird künftig online zugestellt. Das Bundesland ist somit das erste mit einem kompletten BAföG-Digitalpaket. mehr...

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (links) präsentiert den geteilten Fahrzeugschein

BMV: iKfz-App für Unternehmen nutzbar

[06.03.2026] Der digitale Fahrzeugschein lässt sich jetzt auch per QR-Code in die iKfz-App übertragen. Das bietet insbesondere Unternehmen, Handwerksbetrieben, Dienstleistern und Fuhrparkbetreibern neue Möglichkeiten. mehr...

Papierkorb mit zusammengeknülten Papieren, im Hintergrund unscharf ein Fax-Gerät

Nationaler Normenkontrollrat: 81 Vorschläge für weniger Bürokratie

[02.03.2026] Mit inzwischen zwölf Zielen und zahlreichen konkreten Vorschlägen erweitert der NKR sein Maßnahmenpaket zum Bürokratieabbau. Im Fokus stehen ein effizienterer Verwaltungsvollzug und Entlastungen für KMU – etwa durch schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren oder ein vereinfachtes Vergaberecht. mehr...

Zwei Personen stehen vor einem Fenster und präsentieren etwas. Im Vordergrund sitzen einige Personen schauen sie an und hören zu.

DigitalService: Work4Germany geht in die nächste Runde

[27.02.2026] Für den Herbstdurchgang des Fellowship-Programms Work4Germany beginnt am 2. März die Bewerbungsphase. Der DigitalService des Bundes bringt Fachleute als Fellows in die Bundesverwaltung, wo sie Referate in Projekt-, Produkt- sowie Team- und Organisationsentwicklung unterstützen. mehr...

Hand hält Smartphone, darauf das Logo der BeihilfeNRW-App

Nordrhein-Westfalen: Der Beihilfebescheid kommt per App

[26.02.2026] Die rund 645.000 Beihilfeberechtigten in Nordrhein-Westfalen können ihre Bescheide ab sofort in digitaler Form erhalten. Möglich wird das durch eine neue Funktion der bereits etablierten BeihilfeNRW-App. Davon profitieren die Antragstellenden wie auch die Beschäftigten der Beihilfestellen. mehr...

Angeschnittenes Bild eines Mannes in weißem Arztkittel, der an einem Tisch in einem hellen Büro auf seinem Laptop tippt.

Baden-Württemberg/Bayern: Software-Landschaft für die Gesundheitsämter

[17.02.2026] Baden-Württemberg und Bayern vereinbaren die Zusammenarbeit zur Entwicklung einer gemeinsamen digitalen Grundlage für den Öffentlichen Gesundheitsdienst. Ziel ist eine einheitliche, bürgerfreundliche Fachanwendungslandschaft. Die Kooperation steht weiteren Ländern und Kommunen offen. mehr...

Porträt von Dr. Benjamin Grimm

Deutschland-Index Digitale Verwaltung 2025: Brandenburg holt auf

[16.02.2026] Der Index Digitale Verwaltung des ÖFIT zeigt: Brandenburg ist im Jahr 2025 der Aufsteiger schlechthin. Punkten kann die Verwaltung insbesondere mit der sehr guten Benutzbarkeit ihres Angebots. Schwachpunkte bleiben die Basiskomponenten und das Angebot an Online-Verwaltungsleistungen. mehr...

Einige braune Kartonhefter mit einem Plastikkugelschreiber.

Low Code/No Code: Digitalisierung von innen

[13.02.2026] Es ist eine Mammutaufgabe, die Verwaltung einer großen Organisation zu digitalisieren. Das gilt auch für die Bundeswehr, die zudem vor zahlreichen weiteren Herausforderungen steht. Die Digitalisierung in Teilen in die Hände kleinerer Einheiten oder Teams zu geben, kann zu erheblichen Effizienzgewinnen führen. mehr...

Montage: ein aufgeklappter Laptop, er Monitor enthält Karteischubladen, eine davon ist ausgezogen und ragt aus dem Bildschirm heraus.

Niedersachsen: Wie brauchbar sind Registerdaten?

[12.02.2026] Geht es um die Registermodernisierung, stehen vor allem technische Aspekte wie die Datenaustauschplattform NOOTS im Fokus. Ein Pilotprojekt in Niedersachsen hat nun die Qualität der Registerdaten selbst untersucht und gleichzeitig gezeigt, wie diese automatisiert verbessert werden kann. mehr...