Nordrhein-Westfalen / BayernSteuerdaten besser schützen

[21.05.2026] Gemeinsam mit Bayern treibt Nordrhein-Westfalen eine länderübergreifende Kooperation bei der Betriebsinfrastruktur der Steuer-IT voran. Damit soll die Informationssicherheit der Finanzverwaltungen gestärkt und speziell Steuerdaten besser geschützt werden.
zwei Männer in Anzügen sitzen an einem Tisch mit der NRW und Bayern-Flagge, vor ihnen liegen Unterlagen


Bayern und Nordrhein-Westfalen stärken die Zusammenarbeit ihrer Steuer-Rechenzentren.

Nordrhein-Westfalens Finanzminister Marcus Optendrenk (l.) und Bayerns Finanzminister Albert Füracker bei der Unterzeichnung des Memorandum of Understanding.

(Bildquelle: Bayerisches Ministerium der Finanzen und für Heimat)

Cyber-Angriffe auf staatliche IT-Systeme werden immer komplexer, professioneller und häufiger. Gerade die Steuerverwaltung verfügt über besonders sensible Daten. Deshalb setzen die Länder Nordrhein-Westfalen und Bayern jetzt auf eine verstärkte Zusammenarbeit ihrer Rechenzentren. Die Finanzminister der beiden Länder haben dazu ein entsprechendes Memorandum of Understanding unterzeichnet. 

„Die Bedrohungslage im Cyber-Raum wächst rasant. Gerade die Steuerverwaltung muss deshalb widerstandsfähig, handlungsfähig und verlässlich bleiben. Nordrhein-Westfalen und Bayern gehen hier bewusst gemeinsam voran“, erklärt der nordrhein-westfälische Minister der Finanzen, Marcus Optendrenk. „Wir stärken die Zusammenarbeit unserer Steuer-Rechenzentren, harmonisieren zentrale Strukturen und bauen Sicherheitsstandards für den Betrieb der Steuer-IT weiter aus. Gleichzeitig reduzieren wir Komplexität und schaffen einheitliche Standards. Das erhöht die Resilienz gegen Cyber-Angriffe, stärkt die Handlungsfähigkeit des Staates und schafft damit Vertrauen.“

Einheitliches Sicherheitsniveau schaffen

Wie das bayerische Staatsministerium der Finanzen und für Heimat meldet, bearbeitet das bayerische Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI) jährlich rund 6.000 Fälle, bei denen ein konkreter Verdacht auf einen Cyber-Angriff gegen die Staatsverwaltung besteht und die nicht bereits automatisiert abgewehrt wurden – Tendenz steigend. „Cyber-Angriffe machen vor Landesgrenzen keinen Halt, und auch wir denken Sicherheit über Grenzen hinweg“, kommentiert Bayerns Finanzminister Albert Füracker. „Gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen sorgen wir dafür, dass speziell Steuerdaten noch besser geschützt werden.“

Die neue Vereinbarung setze auf Teamwork und höchste Sicherheitsstandards, sodass die Steuerverwaltung auch im Ernstfall zuverlässig funktioniere. „Durch die enge Abstimmung beim Softwaredesign und im Betrieb schaffen wir ein transparentes, einheitliches Sicherheitsniveau“, so Füracker weiter. „So können wir die Cyber-Sicherheit gezielt stärken, Prozesse effizienter gestalten und uns im Notfall gegenseitig unterstützen – ohne unsere Eigenständigkeit aufzugeben. Die Vereinheitlichung technischer Plattformen und die Harmonisierung unserer Netzwerke sind entscheidende Schritte für eine noch modernere, sichere und leistungsfähigere Steuerverwaltung. Bayern und Nordrhein-Westfalen zeigen: Zusammenarbeit macht uns stärker und schafft Vertrauen in eine digitale Steuerverwaltung.“

Das Memorandum of Understanding soll zugleich als Ausgangspunkt für den späteren Beitritt weiterer Länder dienen.





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