IT-Planungsrat/FITKOJahresbericht veröffentlicht

Gemeinsamer Jahresbericht 2025/2026 von IT-Planungsrat und FITKO steht jetzt zum Download bereit.
(Bildquelle: IT-Planungsrat/FITKO)
In ihrem jetzt veröffentlichten gemeinsamen Jahresbericht für 2025 mit Ausblick auf 2026 beleuchten der IT-Planungsrat und die Föderale IT-Kooperation (FITKO) zentrale Entwicklungen, Beschlüsse und Fortschritte in den Bereichen Strategie, Produkte, Projekte und Standards und geben Einblick in die vielfältigen Maßnahmen, mit denen die föderale Verwaltungsdigitalisierung 2025 vorangetrieben und in konkrete Vorhaben übersetzt werden konnte.
Ein Meilenstein des vergangenen Jahres war laut IT-Planungsrat die Einführung der strategischen Portfoliosteuerung als dritter Teil der „Föderalen Digitalstrategie“. In einem ersten Schritt seien 27 Umsetzungsvorhaben zur Föderalen Digitalstrategie freigegeben und Projekte mit einem Gesamtvolumen von 15 Millionen Euro genehmigt worden.
Zentrale Grundlagen geschaffen
Weitere Akzente setzte das Gremium nach eigenen Angaben mit Beschlüssen zur Deutschen Verwaltungscloud (DVC), zum Nationalen Once-Only-Technical-System (NOOTS) sowie zur Zielarchitektur für Postfach- und Kommunikationslösungen (ZaPuK).
Die DVC hat ihre Pilotphase erfolgreich abgeschlossen und ist seit dem 1. April 2025 Produkt des IT-Planungsrats. Das Cloud-Service-Portal bildet mittlerweile die technische Grundlage für den Marktplatz Deutschland Digital (MDD, wir berichteten).
Auch beim Once-Only-Prinzip wurden zentrale Grundlagen gelegt. Mit dem Beschluss zum Flächen-Roll-out von Identitätsdatenabruf (IDA), Nationalem Once-Only-Technical-System (NOOTS) und Datenschutzcockpit (DSC) wurden Voraussetzungen für einen sicheren, transparenten und medienbruchfreien Registerdatenaustausch geschaffen.
Darüber hinaus hat der IT-Planungsrat den Weg für eine einheitliche Postfach- und Kommunikationsinfrastruktur freigemacht. Der Zwischenstand der ZaPuK schafft erstmals einen gemeinsamen Rahmen für Postfachlösungen von Bund, Ländern und Kommunen und soll ein durchgängiges Nutzendenerlebnis mit jeweils einem zentralen Zugang für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Behörden ermöglichen.
„Unser Vorsitzjahr stand ganz im Zeichen der guten Zusammenarbeit – zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Gemeinsam haben wir wichtige Weichen gestellt, um die beim Staat hinterlegten Daten sicher und souverän nutzen zu können und dadurch sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch Unternehmen zu entlasten und gleichzeitig Innovationen anzuregen“, erklärt Heiko Geue, Minister für Finanzen und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern und Vorsitzender des IT-Planungsrats 2025.
Auch die FITKO hat 2025 ihre Rolle als umsetzende und koordinierende Organisation weiter geschärft. Sie begleitete die ersten Umsetzungsprojekte der Föderalen Digitalstrategie, entwickelte die Portfoliosteuerung weiter und wirkte an zentralen föderalen Vorhaben mit.
Ausblick auf 2026
Das aktuelle Jahr 2026, in dem wieder der Bund den Vorsitz über den IT-Planungsrat innehat (wir berichteten), steht nach Angaben des Gremiums ganz im Zeichen der weiteren Verzahnung von Digitalisierung und Staatsmodernisierung.
Im Fokus stünden etwa die weitere Ausgestaltung der Portfoliosteuerung sowie des Deutschland-Stacks des Bundes als souveräne Plattform für Leistungen und Bausteine einer geschlossenen föderalen Prozesskette (wir berichteten). Zudem soll die Umsetzung des Once-Only-Prinzips über das NOOTS weiter vorangetrieben werden.
„Der Bund nutzt das Vorsitzjahr 2026, um Digitalisierung und Staatsmodernisierung, Technologie und Mensch als zwei Seiten einer Medaille strategisch zusammenzuführen“, so Luise Hölscher, Staatssekretärin im Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung und Vorsitzende des IT-Planungsrats 2026.
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