Thüringen200 Leistungen im Verwaltungs-App-Store
Der Finanzstaatssekretär und CIO des Freistaats Thüringen, Hartmut Schubert, hat die Forderung der Thüringer FDP nach einem Thüringer App Store für elektronische Verwaltungsleistungen „mit Befremden“ zur Kenntnis genommen. Dies geht aus einer Meldung des Thüringer Finanzministeriums hervor. Die zuvor getätigten Ausführungen des FDP-Sprechers im Thüringer Landtag, Thomas Kemmerich „belegten, dass sich die Digitalisierungskompetenz der Thüringer FDP nicht am Puls der Zeit befindet“, verlautbarte Schubert. Das Land verfüge bereits seit 2018 über einen App Store für das Thüringer Antragssystem für elektronische Verwaltungsleistungen (ThAVEL) und stelle darüber derzeit mehr als 200 elektronische Leistungen für die Behörden zur Nachnutzung zur Verfügung, so der Landes-CIO. Als Bestandteil des ThAVEL-Systems sei der App Store für alle Thüringer Kommunen und Landesbehörden, die über einen Zugang verfügen, erreichbar. Ein Zugang zum App Store und damit auch zu den angebotenen Online-Leistungen sei für Thüringer Kommunen ohne großen Aufwand freischaltbar, jedoch bedürfe es hierfür einer grundsätzlichen Initiative der Kommunen. Das Thüringer Finanzministerium verwies auch auf den FIT-Store des Bundes, in dem die im Rahmen der OZG-Umsetzung geschaffenen EfA-Leistungen bereitgestellt werden.
Befreiung von Bürokratie?
Der Stellungnahme aus dem Thüringer Finanzministerium vorausgegangen war eine Meldung auf der Website der Thüringer FDP. Unter der Überschrift „Thüringer App Store kann von Bürokratie befreien“ fordert die Partei, eine Plattform zu entwickeln, die ähnlich funktioniere wie ein App Store. Dies sei von den Freien Demokraten auch im Thüringer Landtag vorgeschlagen worden. Das app-store-artige Portal solle alle wesentlichen Verwaltungsleistungen für jedermann zugänglich machen und somit nicht nur Bürger und Unternehmen von Bürokratie befreien, sondern auch die Behörden entlasten. Ihm sei bislang keine einzige Verwaltungsleistung bekannt, die zentral vom Land digitalisiert wurde und den Bürgern in allen 22 Landkreisen beziehungsweise kreisfreien Städten zur Verfügung stehe, wird dort Thomas Kemmerich zitiert. Insbesondere auf kommunaler Ebene hapere die Digitalisierung von Verwaltungsleistungen. Das Land solle die Kommunen mit dieser „Mega-Aufgabe“ nicht länger allein lassen und beispielsweise auch unkomplizierte Varianten der Authentifizierung umsetzen, wie sie sich beispielsweise beim Online-Banking bewährt hätten, so die Forderung Kemmerichs.
Forderung der Thüringer FDP nach einem „Verwaltungs-App-Store“
https://finanzen.thueringen.de
Bayern/Bund: Kooperation besiegelt
[30.04.2026] Bayern und der Bund haben die Vereinbarung für eine Pilotkooperation zur Verwaltungsdigitalisierung unterzeichnet. Damit ist der im Januar angekündigte Ansatz nun vertraglich fixiert. Bis Jahresende sollen wichtige Fokusleistungen in allen Kommunen des Landes angeboten werden können. mehr...
Bitkom: Bilanz nach einem Jahr BMDS
[28.04.2026] Ein Jahr nach Start des Digitalministeriums zieht der Bitkom Bilanz zur Digitalpolitik der Bundesregierung. Demnach sind neun Prozent der Vorhaben abgeschlossen, mehr als die Hälfte läuft. Rund ein Drittel ist noch nicht gestartet. mehr...
Politik: Neuer Digitalausschuss im Bundesrat
[23.04.2026] Im Bundesrat wurden Digitalisierungsthemen bisher überwiegend in anderen Fachausschüssen – etwa für Verkehr oder Inneres – „mitbehandelt“. Dies wird nun anders: Gestern tagten die Digitalminister von Bund und Ländern erstmals in einem eigenen Ausschuss der Länderkammer. mehr...
Mecklenburg-Vorpommern: Schub für die Registermodernisierung
[17.04.2026] Mecklenburg-Vorpommern hat bis zu 150 Millionen Euro für Registermodernisierung und Maßnahmen für mehr IT-Sicherheit freigegeben. Land und Kommunen betonen die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit bei der Verwaltungsdigitalisierung. mehr...
BMDS/Niedersachsen: Fokusleistungen in die Fläche
[15.04.2026] Mit einem neuen Ansatz will das BMDS digitale Verwaltungsleistungen in die Fläche bringen. Kernstück ist die Beauftragung eines Generalunternehmers, der die Ende-zu-Ende-Verantwortung für den Roll-out in den Kommunen übernimmt. Nach Bayern und Hessen hat nun Niedersachsen eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. mehr...
Thüringen/Estland: Von den Besten lernen
[10.04.2026] Estland setzt mit seiner digitalen Transformation globale Maßstäbe. Die Botschafterin des baltischen Staates machte nun ihren Antrittsbesuch beim Thüringer Ministerpräsidenten und der Landes-CIO. Thüringen und Estland wollen die digitale Verwaltung enger verzahnen. mehr...
Sachsen: Zukunftspaket für Wirtschaft und Arbeit
[08.04.2026] Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter hat das Zukunftspaket I für Wirtschaft und Arbeit vorgestellt. Zu den vorgesehenen Maßnahmen gehören unter anderem ein umfassendes Normenscreening und die Schaffung strafferer Strukturen in der Verwaltung. Auch die 24-Stunden-Gründung soll vorangetrieben werden. mehr...
IT-Planungsrat/FITKO: Jahresbericht veröffentlicht
[02.04.2026] Der IT-Planungsrat und die Föderale IT-Kooperation (FITKO) haben ihren gemeinsamen Jahresbericht 2025/2026 veröffentlicht. Er zeigt auf, wie die Verwaltungsdigitalisierung 2025 in konkrete Vorhaben übersetzt wurde. mehr...
Unternehmensgründung: Konzept für automatisierte Verfahren
[27.03.2026] Nordrhein-Westfalen, Berlin und Bayern haben ein Konzept für vollautomatisierte Verwaltungsverfahren im Bereich Unternehmensgründung vorgelegt. Das Konzept stammt aus dem Projekt „Gründen in 24 Stunden“. mehr...
Schleswig-Holstein: Digitalisierungsbeschleunigungsgesetz im Landtag
[25.03.2026] Mit dem Digitalisierungsbeschleunigungsgesetz will Schleswig-Holstein den gesetzlichen Rahmen für eine umfassende, konsequente Verwaltungsdigitalisierung schaffen. Der Entwurf dazu wurde nun in den Landtag eingebracht. mehr...
NKR: Realitätscheck zur Modernisierungsagenda
[25.03.2026] Sechs Monate nach Verabschiedung der Modernisierungsagenda Bund zieht der Nationale Normenkontrollrat (NKR) eine Zwischenbilanz. Aus Sicht des Expertengremiums fehlt es vor allem an klarer Steuerung, Transparenz über den Umsetzungsstand und einer stärkeren Zusammenarbeit über Ressortgrenzen hinweg. mehr...
BMI/NKR: Modernisierung der Erwerbsmigration
[24.03.2026] Deutschland braucht internationale Fachkräfte – und ein Einwanderungsverfahren, das transparent, schnell und verlässlich funktioniert. Der Bund plant eine Work-and-Stay-Agentur als zentrale digitale Plattform für die Fachkräfteeinwanderung. Der Normenkontrollrat mahnt weitergehende Reformen an. mehr...
Berlin: Klement geht, Hundt kommt
[23.03.2026] Martina Klement, bisher CDO in Berlin, wechselt überraschend als neue Wirtschaftsministerin nach Brandenburg. Ihr Nachfolger wird der Dresdner Unternehmer und ausgewiesene Digitalexperte Matthias Hundt. mehr...
Bund: Rechenzentrumsstrategie beschlossen
[20.03.2026] Die Bundesregierung hat die Rechenzentrumsstrategie beschlossen. Innerhalb eines Jahres sollen 28 Maßnahmen in drei zentralen Handlungsfeldern gestartet und soweit wie möglich abgeschlossen werden. mehr...
IT-Planungsrat: Deutschland-Stack kommt
[19.03.2026] Der IT-Planungsrat hat sich auf seiner aktuellen Sitzung auf den Aufbau des Deutschland-Stacks als verbindlichen Plattformkern unter Federführung des Bundes, ein gemeinsames Portfolio mit klaren Prioritäten und eine neue föderale Steuerung verständigt. mehr...














