ThüringenZentraler kommunaler IT-Dienstleister?

[24.10.2019] Thüringen soll einen zentralen kommunalen IT-Dienstleister bekommen. Dazu soll der bestehende IT-Dienstleister gestärkt und für den Beitritt aller Kommunen geöffnet werden. Zudem könne das Land Gesellschafter werden. Eine vom Kabinett gebilligte Absichtserklärung geht jetzt an die kommunalen Spitzenverbände.

Das Thüringer Kabinett hat das Vorgehen des Finanzministeriums für den Aufbau des zentralen kommunalen IT-Dienstleisters (wir berichteten) befürwortet. Laut einer Pressemeldung des Finanzministeriums wird die gebilligte Absichtserklärung jetzt an die kommunalen Spitzenverbände des Freistaats weitergeleitet. Finanzstaatssekretär und Thüringen-CIO Hartmut Schubert erläutert: „Ziel ist es, den bestehenden IT-Dienstleister, die KIV Thüringen GmbH, zu stärken und für den Beitritt aller Kommunen zu öffnen. Dazu hat das Land ein Modell mit dem Gemeinde- und Städtebund abgestimmt.“ Dieses sieht laut Ministeriumsangaben unter anderem vor, dass auch das Land Gesellschafter werden kann und das Vorgehen der Kommunen als Partner unterstützt. Hierfür habe der Freistaat bereits vorgesorgt und Mittel im Haushalt 2020 eingeplant. Schubert sagte dazu: „Ein wichtiges Kriterium ist, dass die Inhouse-Fähigkeit für Mitgliedskommunen gegeben ist. Damit sollen Beschaffungsprozesse professionalisiert und für Kommunen als Dienstleistung angeboten werden. Zudem wird mit einem zentralen IT-Dienstleister eine effektivere Infrastruktur bereitstehen, die nicht zuletzt auch deutlich mehr Informationssicherheit gewährleistet.“
Der CIO des Freistaats sieht in der Kooperation von Kommunen und Land den Schlüssel für ein erfolgreiches E-Government: „Wir müssen begreifen, dass die Digitalisierung der Verwaltung ein Mannschaftssport ist. So müssen wir beispielsweise digitale Lösungen zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) gemeinschaftlich betreiben und können so Folgekosten minimieren. Ein kleinteiliges Regionaldenken hindert uns am Erfolg. Ich begrüße deshalb die Bemühungen, einen gemeinsamen IT-Dienstleister für Thüringen aufzubauen. Ein starker Dienstleister kann für die kommunale Familie bestmögliche und sichere IT-Dienstleistungen anbieten.“





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik

Thüringen: Standards statt IT-Flickenteppich

[01.03.2024] Als kraftvollen Impuls auf dem Weg zu einer modernen digitalen Verwaltung in Deutschland wollen die CIOs der mitteldeutschen Länder Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt ihren Appel für mehr IT-Standards und zentralisierte Verfahren verstanden wissen. Dazu brauche es den gemeinsamen Willen von Bund, Ländern und Kommunen. mehr...

Das Bild zeigt den sächsischen CIO Thomas Popp bei der Eröffnungsrede der ITOF 2024.

Sachsen: Wichtige Impulse auf dem ITOF 2024

[28.02.2024] Auf dem 11. IT- und Organisationsforum (ITOF) in Dresden diskutieren 500 Experten über die Zukunft der digitalen Verwaltung in Sachsen. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Künstliche Intelligenz und Cyber-Sicherheit. mehr...

Das Bild zeigt Bayerns Digitalminister Fabian Mehring.

Bayern: Digitaler Senkrechtstart

[28.02.2024] Bayerns Digitalminister Fabian Mehring zieht nach 100 Tagen im Amt eine positive Bilanz. Mit ambitionierten Projekten wie der Förderung Künstlicher Intelligenz und der Einführung innovativer Plattformen will er die Digitalisierung und Modernisierung Bayerns vorantreiben. mehr...

Das Bild zeigt einen Stempelhalter auf einem Büroschreibtisch.

Baden-Württemberg: Von Bürokratie entlasten

[27.02.2024] Die Entlastungsallianz für Baden-Württemberg hat ein erstes Paket mit rund 20 Maßnahmen für den Bürokratieabbau vorgelegt. Dazu gehört etwa, dass Vergabeverfahren vereinfacht werden und Schriftformerfordernisse bei der Nutzung von OZG-Leistungen entfallen. mehr...

Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst

Bitkom: OZG-Änderungsgesetz verlangt Kooperation

[27.02.2024] Die nun beschlossene Novelle des Onlinezugangsgesetzes stellt laut dem Digitalverband Bitkom die Weichen für eine wirklich digitale Verwaltung. Ob das Änderungsgesetz Erfolg haben wird, hänge von der Kooperationsbereitschaft der Verwaltungsebenen ab. mehr...

Kommentar: Die Mühlen mahlen langsam

[26.02.2024] Mangelnde strategische Klarheit und professionelle Steuerung haben dazu geführt, dass die Digitalisierung der Verwaltung in Deutschland nur schleppend vorankommt. Das nun verabschiedete OZG 2.0 öffnet die Tür in die Zukunft nur einen Spalt breit. mehr...

Portätfoto von Lutz Goebel, Vorsitzender des NKR.

NKR: Kritik am OZG 2.0

[23.02.2024] Der Nationale Normenkontrollrat begrüßt die Schritte zur Standardisierung im nun verabschiedeten OZG 2.0. Kritik wird an der schleppenden Umsetzung der Digitalisierung geübt. mehr...

Porträtfoto von Nancy Faeser, Bundesministerin des Innern.

Onlinezugangsgesetz: Bundestag beschließt OZG 2.0

[23.02.2024] Der Deutsche Bundestag hat das neue Onlinezugangsgesetz verabschiedet. Es ermöglicht eine nutzerfreundliche und vollständig digitale Abwicklung von Verwaltungsverfahren, die Einführung eines zentralen Bürgerkontos und die Abschaffung der Papierform bei Anträgen. mehr...

Das KI-generierte Bild symbolisiert ein Baukastensystem für digitale Lösungen.

Hamburg / Schleswig-Holstein: KERN als Lösung des Problems

[23.02.2024] Hamburg und Schleswig-Holstein starten mit KERN ein wegweisendes Projekt für nutzerfreundliche Verwaltungsdienste. Ziel ist es, die Online-Angebote der Verwaltung einfach, sicher und barrierefrei zu gestalten. mehr...

Das Bild zeigt den Plenarsaal des Deutschen Bundestags während einer Sitzung.

Deutscher Bundestag: OZG 2.0 vor der Verabschiedung

[22.02.2024] Der Bundestag stimmt über die Novelle des Onlinezugangsgesetzes ab. Der Innenausschuss hat noch Änderungen der Koalitionsfraktionen in den Entwurf aufgenommen. mehr...

Stapel altmodischer Akten in einem Archivregal.

Bürokratieabbau: Bemüht, aber nicht ambitioniert genug

[21.02.2024] Anlässlich einer öffentlichen Bundestagsanhörung zum Bürokratieabbau äußert sich der Nationale Normenkontrollrat: Zwar gebe es durchaus Bemühungen und auch einige wichtige Maßnahmen seien getroffen worden – dies reiche jedoch nicht aus, um eine nachhaltige Entlastung zu erzielen. mehr...

GovData: Saarland übernimmt Vorsitz

[16.02.2024] Das Portal GovData macht offene Verwaltungsdaten von Bund, Ländern und Kommunen aus ganz Deutschland zugänglich. Nun hat das Saarland den Vorsitz über die für das Portal zuständige Bund-Länder-Fachgruppe übernommen. Diese befasst sich vor allem mit der strategischen Weiterentwicklung. mehr...

Das Bild zeigt die Titelseite des Digitalprogramms 2025 des Landes Brandenburg-
bericht

Brandenburg: Den digitalen Wandel gestalten

[12.02.2024] In Brandenburg trifft der digitale Umbau auf Strukturwandel, Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum. Seit gut fünf Jahren gibt es eine Digitalisierungsstrategie, als Fortschreibung das Digitalprogramm 2025. Das Land ist auf einem guten Weg. mehr...

Das Bild zeigt Volker Wissing, Bundesminister für Verkehr und Digitales.

Bundesregierung: Leitlinien für internationale Digitalpolitik

[09.02.2024] Eine neue Strategie zur internationalen Digitalpolitik wurde vom Bundeskabinett beschlossen. Im Mittelpunkt stehen der Schutz des freien Internets und die weltweite Förderung der Menschenrechte. mehr...

Das Bild zeigt einen Arzt im Hintergrund der stilisierte Gesundheitssymbole jongliert.

Baden-Württemberg: Der MEDI:CUS in der Cloud

[08.02.2024] Eine Cloud-Plattform soll bisher ungenutzte Gesundheitsdaten in Baden-Württemberg zugänglich machen und deren Austausch erleichtern. Damit will die Landesregierung den medizinischen Fortschritt vorantreiben. mehr...